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So gibt's Value: WSOP Main Event Hand Analyse mit Dominik Nitsche

Dominik Nitsche

Der dreimalige Bracelet-Gewinner und 888poker-Repräsentant Dominik Nitsche spielte im World Series of Poker Main Event 2017 eine interessante Hand – und er hat sich die Zeit genommen, um uns die Hand zu erläutern und zu erklären, was er sich beim Spielen gedacht hat.

Die Hand konfrontiert uns mit einem typischen Szenario: Am Flop treffen Sie eine starke Hand, aber Sie müssen den bestmöglichen Weg finden, um danach die meisten Chips zu gewinnen. Die Hand zeigt auch eindrucksvoll, wie wichtig das eigene Image ist, wie „Range-Reading“ funktioniert und wie Sie die zur Verfügung stehenden Informationen nutzen können, um die Hand eines Gegners zu bestimmen.

Zu der Hand kam es kurz vor Erreichen der Money-Bubble am 3. Spieltag – zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch etwa 1.200 Spieler im Turnier.

Wie Nitsche zu Beginn erklärt, war er den Großteil des Tages ziemlich dominant am Tisch – daher war er in der Lage, einen Stack von gerade einmal 20.000 Chips auf rund 300.000 auszubauen. In der Zwischenzeit war der Spieler, der links von ihm saß, regelmäßig in Hände gegen Nitsche verwickelt, ohne die erwünschten Resultate zu erzielen. Zuletzt hatte er gegen einen anderen Spieler einen großen Pot verloren und anscheinend war er jetzt am Tilten.

Da das Geld in greifbare Nähe gerückt war, fing Nitsche an, sogar noch mehr Hände zu raisen, um die Vorsicht der anderen auszunutzen. In dieser Situation kam es zur folgenden Hand:

Mit {K-Clubs}{10-Clubs} raiste Nitsche am Cutoff auf 12.000 und der Spieler links von ihm machte den Call am Button. Der {J-Clubs}{4-Clubs}{3-Clubs} gab Nitsche einen Flush.

Da er sich ein looses Image aufgebaut hatte und gegen einen Gegner spielte, der Nitsche nicht gewähren lassen wollte und vielleicht sogar am Tilten war, war der Deutsche in einem hervorragenden Spot, um jede Menge Value zu generieren.

Hören Sie sich an, wie Nitsche bei der Entscheidungsfindung auf jeder Postflop-Street vorgeht. Dabei liefert er zunächst mehrere Gründe, warum ein Check am Flop seinem Gegner die Möglichkeit gibt, mehr Fehler zu machen.

Im Video erfahren Sie auch, wie die Spielweise seines Gegners – und die eigenen Karten von Nitsche, die Blocker-Effekte haben – Nitsche dabei helfen, die Range seines Mitspielers einzugrenzen, der bis zum River dabeibleibt.

Hier können Sie die vollständige Hand vom PokerNews Live Reporting-Team nachlesen. Mit diesem Pot katapultierte sich Nitsche auf 750.000 Chips und auf die erste Seite des Leaderboards. Am Ende reichten seine Bemühungen für den 195. Platz und $46.096.

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