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Weitere Ranges spielen: Big Blind Play

  • Carlos WelchCarlos Welch
Weitere Ranges spielen: Big Blind Play

Die Pokerwelt entwickelt sich weiter: Immer mehr Spieler haben erkannt, dass sie gegen kleine Raises sehr viele Hände profitabel defenden können.

Mir wurde nachgesagt, dass ich zu oft folde. Also habe ich irgendwann damit angefangen, in den Blinds und am Button mehr Hände zu callen und zu 3-betten, wenn das Openraise von einem aggressiven Spieler kam.

Als tight-passiver Small-Stakes-Spieler war es für mich nicht einfach, meine Komfortzone zu verlassen, aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe. In dieser Artikelserie werde ich einige Aha-Erlebnisse festhalten. Vielleicht hilft Ihnen das dabei, den gleichen Schritt zu gehen und damit anzufangen, eine breiter aufgestellte Range zu defenden.

Wie oft sollten wir den Big Blind defenden?

Nehmen wir beispielsweise an, dass ich mich im Big Blind befinde und der Cutoff versucht, die Blinds zu stehlen. Wir sitzen an einem 9-handed-Turnier-Tisch und ein Ante entspricht 10 Prozent des Big Blinds.

Wenn Villain auf das 2,2-fache des Big Blinds erhöht, muss die Bet als Bluff nur in 47 Prozent der Fälle funktionieren, um breakeven zu sein. Das bedeutet, dass die übrigen Spieler zusammengenommen 53 Prozent ihrer Hände defenden müssen, um den Spieler im Cutoff daran zu hindern, mit beliebigen Karten profitabel openraisen zu können.

Bei dieser Zahl wird noch nicht berücksichtigt, dass der Openraiser nach dem Flop Equity hat, auch wenn er gecallt wird. Da die Spieler auf den Small Stakes in solchen Situationen nicht annähernd genug Hände defenden, gewinnen aggressive Regulars viele Chips, indem sie mit sehr weiten Ranges stealen.

Welche Hände sollten wir defenden?

In der Vergangenheit habe ich bei offensichtlichen Steal-Versuchen immer gedacht: „Ich weiß, dass der Kasper nichts hat.“ Ich konnte es kaum erwarten, endlich eine Hand ausgeteilt zu bekommen und es ihm heimzuzahlen. Dieser Ansatz ist problematisch, weil Premium-Hände Mangelware sind.

Inzwischen weiß ich, dass ich keine besonders starke Hand brauche, um zurückschlagen zu können, wenn die Hand meines Gegners meistens genauso schwach ist. Die Range des Openraisers ist in diesem Spot oft so weit, dass es für mich profitabel ist, mit einer ähnlich weiten Range weiterzuspielen. Ich kann entweder callen und mich über den ansprechenden Preis freuen, der mir angeboten wird, oder seinen Steal-Versuch mit einem 3-Bet-Resteal beantworten.

In unserem Beispiel sitze ich im Big Blind und das Openraise beträgt 2,2x. Um einen Flop mit 5,9 BB im Pot zu sehen, muss ich 1,2 BB callen. Das heißt, dass ich den Pot in rund 20 Prozent der Fälle gewinnen muss, um breakeven zu spielen.

Natürlich ist es schwierig, mit einer schlechten Hand ohne Position weiterzuspielen, aber denken Sie daran, dass selbst eine Hand wie {6-Spades}{2-Spades} fast 10 Prozent Equity hat, Two Pair und besser oder einen Combo-Draw zu floppen. Wenn ich zusätzlich mit jedem Flushdraw weiterspiele, bleibe ich in 17 Prozent der Fälle am Ball. Wenn ich jetzt noch in der Lage bin, mit Backdoor-Draws oder schwachen Ein-Paar-Händen Donk-Bets oder Check-Raise-Bluffs zu platzieren, habe ich mindestens 3 Prozent mehr, um den Call mindestens breakeven zu bekommen.

Die Postflop-Spielweise zu beleuchten, würde den Rahmen des Artikels sprengen, aber aggressive Lines haben mir dabei geholfen, die „Fit-or-fold-Mentalität“ abzulegen. Jetzt gewinne ich häufiger, was mich dazu antreibt, noch mehr zu defenden. Trotzdem versuche ich, nicht beliebig zu werden und bleibe bei Händen wie suited Three-Gappers oder besser, um Combo-Draws floppen zu können, mit denen ich leicht barreln kann.

Wie oft müssen wir gewinnen?

Früher habe ich es gehasst, mit Trash-Händen ohne Position zu callen. Ich hatte das Gefühl, gutes Geld schlechtem hinterherzuwerfen – das hat sich erst geändert, als ich angefangen habe, mit Backdoor-Draws postflop aggressiv zu werden und häufiger zu gewinnen als mir nach der Equity zustehen würde.

Wenn Sie wie ich ein Small-Stakes-Spieler sind, haben Sie vielleicht noch nicht erkannt, dass wir – selbst wenn 75 Prozent der Hände verloren gehen – 25 Prozent der Hände gewinnen. Damit ist unsere Spielweise profitabel, wenn wir nur 20 Prozent der Hände gewinnen müssen, um breakeven zu bleiben. Das bisschen Mathematik hat mir die Augen geöffnet.

Wir können auch mit 3-Bets defenden

Anstatt zu callen, werde ich mit Ass-König oder QQ+ zu 3-Bets greifen, um gegen loose Openraises zu defenden. Um nicht allzu durchschaubar zu spielen, werde ich hin und wieder auch Bluffs einbauen. Die Tatsache, dass der bereits gezahlte Big Blind zu meiner 3-Bet dazugehört, macht diese Spielweise noch lohnenswerter.

Ein Beispiel gefällig? Villain hat auf 2,2x geraist und ich will seine Bet als Bluff auf den 3-fachen Betrag erhöhen. Auf den ersten Blick scheint es, als würde mich diese Bet 6,6 Big Blind kosten. Dabei muss ich eigentlich nur 5,6 BB riskieren, weil ich meinen Big Blind schon investiert habe. Die 3-Bet muss nur in etwas mehr als 54 Prozent der Fälle funktionieren, um breakeven zu sein. Der Jäger wird zur Beute. Wenn ich die 3-Bet nur gegen Spieler anbringe, die mehr als 46 Prozent ihrer Raising-Range aufgeben, ist diese Bet mit beliebigen Karten profitabel.

Grundsätzlich suche ich mir für meine Bluffs Hände aus, die gerade schwach genug sind, dass ich sie ungern callen will. Da ich im Big Blind mit fast allen Händen calle, die gute Straight- und/oder Flushdraws treffen können, besteht meine 3-Bet-Bluffing-Range aus Händen wie {Q-Diamonds}{7-Diamonds} oder Händen, die Blocker haben, wie etwa {A-Clubs}{7-Hearts}.

So weit gehe ich natürlich nur, wenn ich annehme, dass mein Gegner gegen die 3-Bet häufig folden wird. Falls ich von Calls ausgehe, werde ich mir für meine 3-Bet-Bluffs Hände aussuchen, die postflop besser spielbar sind.

Fazit

Die Zahlenspiele in diesem Artikel machen deutlich, dass wir gegen Steal-Versuche im Big Blind mit einer weiten Range weiterspielen wollen. Dabei callen wir meistens nur, da viele Hände gute Flops erwischen können. Allerdings versuchen wir, gelegentlich auch 3-Bets for Value und als Bluff in unserer Spielstrategie einzubauen.

Etwas schwieriger wird das Ganze, wenn wir uns im Small Blind befinden. Mit dieser Position werden wir uns nächste Woche in einem weiteren Artikel befassen.

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