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Trinkgeld für den Dealer ohne den Gewinn zu minimieren

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Nick Binger

Wie viel Trinkgeld Sie dem Dealer am Pokertisch geben, kann entscheidende Auswirkungen auf Ihre Winrate haben – vor allem auf den Low Stakes. Wenn Sie an einem $1/$2 No-Limit Hold’em-Tisch sitzen und nach jeder gespielten Hand fünf Dollar Trinkgeld oder mehr geben, wird wahrscheinlich nichts mehr von Ihrem Gewinn übrig bleiben.

Geschickte Spieler kommen in einem Live $1/$2-Spiel auf eine Winrate von etwa $20 die Stunde. Bei einem Trinkgeld von fünf Dollar pro gewonnener Hand werden Sie jede Stunde $10 bis $15 abtreten – das wird Ihren Gewinn fast komplett auffressen. Allerdings ist es im Interesse aller Spieler, dass die Dealer auf ein vernünftiges Einkommen kommen, weil es ein Anreiz für gute Dealer ist, sitzenzubleiben und weiter Karten auszuteilen.

Passable Dealer sind in der Lage, an einem normalen Live-NL-Tisch 30 bis 35 Hände pro Stunde auszuteilen. Wenn das Trinkgeld im Schnitt bei einem Dollar pro Hand liegt, verdienen die Dealer zwischen $30 und $35 Dollar pro Stunde – zusätzlich zu ihrem eigentlichen Lohn. Falls Sie live auf den Smaller Stakes zu Hause sind, ist es gang und gäbe, einen Dollar pro Hand als Trinkgeld zu zahlen.

Wer ein höheres Trinkgeld geben will, ist mit zwei Dollar bereits großzügig. Wie bereits erwähnt können Sie nicht erwarten, in einem Low Stakes-Spiel zu gewinnen, wenn Sie fünf Dollar oder mehr als Trinkgeld geben.

Falls Sie noch skeptisch sind, wie stark sich das Trinkgeld auf Ihre Winrate auswirken kann, gehen Sie wie folgt vor: Schreiben Sie ein paar Sessions lang detailliert auf, wofür Sie im Casino oder Kartenraum Geld ausgeben. Dann sehen Sie selbst, wie stark sich das Trinkgeld in der Rechnung bemerkbar macht.

Grundsätzlich bin ich fast immer auf der Seite der Dealer und es gibt ein paar Dinge, die Sie tun können, um die Dealer neben dem Geben von Trinkgeld zu unterstützen.

Achten Sie darauf, dass das Spiel schnell vorangeht, wenn Sie am Pokertisch sitzen. Suchen Sie nach Möglichkeiten, um dem Dealer dabei zu helfen – Sie könnten zum Beispiel dabei helfen, den Button zwischen den Händen zu bewegen. Sagen Sie dem Dealer allerdings, dass Sie das tun, damit der Button nicht zweimal bewegt wird.

Selbst kleine Gesten können dem Dealer mehr helfen als Sie glauben. Dadurch ist es dem Dealer möglich, mehr Hände auszuteilen und infolgedessen mehr Trinkgeld einzunehmen. Auch Sie profitieren davon, da mehr Hände pro Stunde zu einer höheren Winrate führen.

Der nächste Punkt sollte selbstverständlich sein, aber: Behandeln Sie den Dealer immer mit Respekt. Geben Sie ihm nicht die Schuld und beleidigen Sie ihn nicht, wenn Sie einen Pot verlieren – der Dealer kann nichts dafür!

Denken Sie nur eine Sekunde darüber nach, warum dieser Gedanke völlig abwegig ist. Stellen Sie sich vor, dass Sie eines Tages einen Brief mit schlechten Nachrichten erhalten – etwa eine Rechnung, mit der Sie nicht gerechnet haben. Würden Sie dem Postboten die Schuld dafür geben? Natürlich nicht! Die Leute, die Ihnen die Post bringen, haben keine Kontrolle darüber, welche Post Sie Tag für Tag erhalten – sie liefern einfach nur das aus, was auf ihrer Route liegt. Genauso wenig Sinn macht es, dem Dealer die Schuld zu geben, nachdem Sie eine Pokerhand verloren haben.

Sie sollten Dealer auch niemals abstrafen, wenn ihnen Fehler unterlaufen, weil es die Situation fast immer schlimmer machen wird. Alle Menschen machen Fehler – Dealer eingeschlossen. Wenn ein Spieler einen Dealer beschimpft, wird sich der Dealer verständlicherweise unwohl fühlen und es ist vorprogrammiert, dass noch mehr Fehler passieren.

Wenn Sie einen Fehler am Tisch mitbekommen, ist es Ihr gutes Recht, darauf hinzuweisen, aber fangen Sie nicht an, den Dealer wie einen Schüler zu tadeln. Das wird das Spiel nur verlangsamen und eine Spielatmosphäre aufbauen, bei der Freizeitspieler schnell das Weite suchen.

Auf sehr hohen Stakes, können die Durchschnitts-Trinkgelder auf bis zu fünf Dollar pro Hand steigen, aber da ist bei den meisten Spielern auch Schluss. Sehr gute Pokerspieler wissen nämlich, wie stark sich das Geben von Trinkgeld auf die Winrate auswirken kann.

Kommen Sie auch bloß nicht auf die Idee, die Höhe des Trinkgeldes von der Größe des Pots abhängig zu machen. Allerdings ist es in Ordnung, einem richtig guten Dealer mehr Trinkgeld zu geben. Gute Dealer bekommen manchmal mehr Trinkgeld, auch wenn der Pot gar nicht so groß war – diese Art Belohnung ist der beste Weg, um gute Dealer am Tisch zu behalten.

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