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Tommy Angelo: Es ist wichtig am Poker Tisch aufmerksam zu sein

Tommy Angelo Presents: On the Importance of Paying Attention

Anmerkung der Redaktion: Poker-Coach, Autor und Spieler Tommy Angelo stellt uns einen Artikel zur Verfügung – aus einer Zeit, als es noch keine Smartphones und Kartenmischgeräte gab.

* * * * *

Ich mache mir Notizen am Pokertisch. Manche Leute finden das unhöflich, glaube ich. Was sagen Sie dazu? Ich sitze am Tisch, um Poker zu spielen, bewaffnet mit einem Kuli in der einen Tasche und einem Stück Papier in der anderen. Wenn ich jetzt einen Gedanken habe, den ich, bis ich zu Hause bin, auf jeden Fall vergessen würde, schreibe ich ihn auf eine Karteikarte. Zu Hause angekommen werfe ich den Zettel auf den Karteikarten-Stapel, dem ich nur selten Beachtung schenke und den ich verstecke, wenn sich Gäste angekündigt haben. Jahre später finde ich den Stapel wieder und schaue mir jede Karte an, bis mir klar wird, was die Worte zu bedeuten habe, die ich vor so langer Zeit am Pokertisch aufgeschrieben habe – Worte, die wichtig genug waren, um beim Schreiben den Ärger meiner Gegner auf mich zu ziehen:

„EIER KAUFEN“

Nun, vielleicht ist das ein klein wenig unhöflich. Oder einfach nur merkwürdig. Kleine Karten aus der Tasche zu zaubern und Gedanken flüchtig zu Papier zu bringen, und das während einer Pokerhand. Die Leute könnten glauben, dass ich die Action verfolge, um sie später auf den Prüfstand zu stellen …

„Moe raist mit A9 und Larry reraist mit J9 und Curly zeigt mir AJ, bevor er die Hand foldet. Der Flop kommt A-J-9, mit Blanks am Turn und River. Curly murmelt etwas von einem Depp und Idioten und ich frage mich: Redet er von Moe und Larry? Oder meint er sich selbst? Schwierig, da sicher zu sein.“

Passt so viel Text überhaupt auf eine Karteikarte?

Meine Aufzeichnungen sind nichts anderes als ein Schutz gegen mein flüchtiges Gedächtnis. Erinnerungsstützen im Grunde. Und Assoziationen in meinem Kopf, die mir aufgefallen sind – etwa, dass es um 17:30 dunkel wird und das heißt, dass wir Dezember haben, also mache ich mir eine Notiz, für meinen Neffen zu Weihnachten ein Three Stooges-Video zu kaufen. Das ist der Grund, warum ich mir Sachen aufschreibe.

Und mal abgesehen davon: Hat ein Autor nicht das Recht, ein bisschen sonderbar zu sein? Das Recht, schräg zu sein, aber auf eine harmlose Weise – so wie die Umlaufbahn des Pluto?

Eine meiner Eigenheiten besteht darin, an unfertigen Erzeugnissen zu arbeiten, völlig egal, was um mich herum passiert. Aber ich versuche, das höflich zu tun. Wie in der Schlange bei der Post. Ich werde den Rücken der Person vor mir also nicht als Schreibunterfläche gebrauchen. Oder wenn ich Hold’em spiele, breite ich keine DIN A4-Blätter auf dem ganzen Tisch aus – und wenn ich Hilfe für einen redaktionellen Beitrag brauche, warte ich immer, bis der Dealer die Karten ausgeteilt hat, bevor ich ihm meine Fragen stelle.

Wenn ich am Pokertisch Artikel überarbeiten will, habe ich das Papier auf dem Schoß, mit einem Auge habe ich das Spiel im Blick, um den Spielfluss nicht zu verlangsamen, wenn ich an der Reihe bin – schließlich will ich höflich sein, wie gesagt. Normalerweise ist das auch kein Problem. Aber es gab da einen Vorfall, der nicht so reibungslos abgelaufen ist …

In meinem Lieblings-Casino spielte ich $20/$40 Limit Hold’em. Ich war zufrieden, die Kappe auf dem Kopf, den Kopf nach unten gerichtet. Wieder war ich dabei, meine Artikel zu überarbeiten, daher habe ich kaum bemerkt, dass sich ein neuer Spieler rechts von mir hingesetzt und vier $5-Chips platziert hat, um sofort eine Hand zu bekommen. Abgelenkt wie ich war, hielt ich seine Chips fälschlicherweise für den Big Blind, ergo war ich vor dem Flop als Erster an der Reihe. Ich schaute mir meine Karten an und warf sie in den Muck – ups – ich war doch gar nicht dran! Mein Fold führte zu einer chaotischen Kettenreaktion, andere Spieler trafen Entscheidungen, ohne an der Reihe zu sein. Ernsthaft bat ich um Entschuldigung, so eine Katastrophe angerichtet zu haben, aber bald widmete ich mich wieder meinen Artikeln.

Ein paar Hände später saß ich im Big Blind. Ein Spieler hatte gelimpt, niemand hatte geraist und nach kurzer Zeit war ich an der Reihe. Zu schnell. Ich war noch am Kritzeln.

Der Dealer half mir verbal auf die Sprünge: „Sie sind dran.“

Ich war völlig unvorbereitet. Jeder musste warten, bis ich meine Hände von Kuli und und Papier befreit hatte, bis ich mir meine Karten angeschaut hatte, bis ich endlich – wie zu erwarten war – den Check behind machte.

Dieser Typ, den ich vorher noch nie gesehen hatte, wurde wütend auf mich. Er sagte: „Was zur Hölle machst du da unter dem Tisch, was so wichtig sein soll?“

Einer meiner Freunde machte den Mund auf, um mich zu verteidigen. „Lass dich von Tommy nicht stören. Er ist der Dorftrottel. Und er schreibt Pokerartikel, was vermutlich das ist, was er gerade macht.“

Die Wut des Mannes wurde dadurch weiter angefeuert. Er funkelte mich an. „Oh, ist das so? Du schreibst Pokerartikel? Weißt du etwas, was wir nicht wissen, oder wie? Okay, Angeber. Über welches ach so wichtige Thema schreibst du gerade?“

Ich antwortete: „Der Artikel handelt davon, wie wichtig es ist, am Pokertisch aufzupassen.“

Tommy Angelo: Es ist wichtig am Poker Tisch aufmerksam zu sein 101

Weltklasse Coach und Autor, Tommy Angelo gilt als moderner Meister des mentalen Pokerspiels und hat Profis und Freizeitspielern geholfen, weniger zu tilten und mehr auf den Fokus zu achten. Angelo's Elements of Poker, von der London Times als "der bahnbrechende Pokertext des 21. Jahrhunderts" bezeichnet, hat die Art und Weise, wie ernsthafte Spieler das Spiel angehen, revolutioniert. Sein neuestes Buch, Painless Poker, bereits ein Bestseller, ist bei Amazon.com zu finden. Mehr über Tommy finden Sie auf Twitter @TheTommyAngelo, und auf seiner Website: tommyangelo.com.

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