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Tommy Angelo Präsentiert Element Nr. 22: Tilt

  • Tommy AngeloTommy Angelo
"Elements of Poker" by Tommy Angelo

Anmerkung der Redaktion: Zusammen mit der Veröffentlichung der Hörbuchfassung von Elements of Poker, lässt Poker-Autor, Coach und Spieler Tommy Angelo eines der wichtigsten „Elemente“ hell erstrahlen – und zwar das, was Tilt (und seine vielen verschiedenen Formen) ausmacht.

* * * * *

„Um beim Pokern zu gewinnen, muss man sehr gut verlieren können.“ Eigenes Zitat

Während der ersten Jahre, in denen ich Poker gespielt habe, war ich fast ausschließlich in Homegames zu finden, in denen es loose und rücksichtslos herging. Um in dieser Umgebung bestehen zu können, musste ich einfach nur tight spielen. Den Dreh hatte ich schnell raus. Das einzige Problem: Ich hatte gleichzeitig auch gelernt, zu tilten.

Ich war ein Weltmeister im Tilten. Ich kannte alle Formen. Ich konnte Wut in Tilt verwandeln, mich bis zum Tilt hochkochen, tilten, in dem ich zu loose, zu tight, zu aggressiv oder zu passiv gespielt habe. Andere Male äußerte sich der Tilt, indem ich zu hohe Limits gespielt habe, zu lang oder zu müde. Ich kannte Anrechts-Tilt, verärgerten Tilt, Ungerechtigkeits-Tilt, Tilt aus Frustration und Rache-Tilt. Ich spielte nachlässig, mit zu wenig Geld, hatte zu viel Geld, wurde abgelenkt, schämte mich, hatte Angst, war neidisch auf andere. Klassiker waren auch der Das-ist-die-schlechteste-Pizza-überhaupt-Tilt sowie der Mir-wurde-gerade-ein-Bluff-gezeigt-Tilt. Und natürlich zeigten sich auch der Ich-muss-even-kommen-Tilt und der Ich-kann-nur-so-viel-Geld-verlieren-Tilt gerne von ihrer schlechtesten Seite.

Ich habe fleißig getiltet – als ich angefangen habe, mir die Tilt-Momente anzuschauen, habe ich gemerkt, dass sie Zyklen durchlaufen, und dass es Schwankungen in den Zyklen gibt. Bald traf mich die Erkenntnis, dass meine ganze Poker-Laufbahn eine einzige, pausenlose Schwankung zwischen Tight und Tilt war. Mir wurde klar, dass ich beim Pokern nicht broke gehen würde, weil mein bestes Spiel nicht gut genug wäre, um mich über Wasser zu halten. Schuld wäre mein schlechtestes Spiel, weil es schwer genug wiegen würde, um mich nach unten zu ziehen.

Ein großer Tag in meiner Poker-Laufbahn war der Tag, als ich erkannt habe, dass ich morgen immer noch tilten werde. Dass es keine Patentlösung gibt. Dass Fortschritte nur langsam gemacht werden können. Ich erkannte, dass ich eine Chance hatte, wenn es mir irgendwie gelingen würde, die Zeit zwischen meinen Tilt-Phasen zu verlängern und sie weniger gravierend ausfallen zu lassen als beim letzten Mal. So würde ich endlich Rückenwind bekommen, um aufsteigen zu können. Und so kam es auch: Der Tilt kam seltener und weniger heftig. Seltener und weniger heftig. Das habe ich mir wie ein Mantra immer wieder aufgesagt.

Jetzt sind 15 Jahre vergangen, rund 30.000 Stunden habe ich mit Poker verbracht. In dieser Zeit habe ich mich selbst verstehen gelernt und meine Gedanken zusammengetragen …

Auf Tilt

Tilt hat viele Formen und Ursachen, aber es gibt nur eine Konsequenz. Wir spielen schlechter. Wir tun Sachen, die wir nie tun würden, wenn wir unser Top-Niveau abrufen. Und genau so würde ich Tilt definieren. Tilt ist jede Abweichung von Ihrem persönlichen A-Game und A-Mindset – unabhängig davon, wie klein oder kurz die Abweichung dauert.

Es gibt zwei Gründe, Tilt auf diese Weise definieren zu wollen. Zum einen hilft es uns bei der Vereinheitlichung: Alle A-Games sind gleich. Wer sein A-Game spielt, trifft nach seinem besten Wissen die besten Entscheidungen und sein Mindset hat die bestmögliche Einstellung. Das macht das A-Game aus. Wir holen das Beste aus uns heraus, und jeder hat es. Wenn wir Tilt so definieren, können wir für jeden Spieler eine Linie ziehen, die seine Tilt-Zyklen von seinen Nicht-Tilt-Phasen abtrennt.

Zum anderen will ich hier keine Haarspalterei betreiben. Ich will die Worte als Schaufel gebrauchen, um das Poker-Eldorado zu finden. Wenn wir das Wort Tilt benutzen, um uns auf unser bestes Spiel zu konzentrieren, treffen wir einen Nerv: Tilt ist jedes Nicht-A-Game. Tilt ist alles, was nicht unserem höchstmöglichem Leistungsvermögen entspricht. Tilt ist supoptimal. Nach dieser Definition tilten wir alle. Die Frage ist nur, wie oft, wie lange und wie stark wir tilten.

Das führt uns zu den drei Tilt-Größen: Häufigkeit, Länge und „Tiefe“. Wie häufig weichen Sie von Ihrem A-Game ab? Wie lange dauert eine solche Phase? Und wie weit unter Ihr A-Game fallen Sie dabei? Beantworten Sie diese Fragen immer wieder für sich selbst.

Beim Tilt dreht sich alles um Sie. Wenn Sie denken, dass Sie heute nicht hätten spielen dürfen, dass andere Stakes besser gewesen wären, oder wenn Sie glauben, ein schlechtes Raise gemacht zu haben, dann war das bereits Tilt. Nur Sie wissen, wann Sie hätten besser spielen können.

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