Tom 'Durrrr' Dwan über schlechte Angewohnheiten bei NLH Turnieren

Tom Dwan

Die Triton Super High Roller Series in Jeju ist zu Ende gegangen – im Rahmen der Series kam ein Triton Million Dollar Cash Game zustande, die Episoden werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. PokerNews hat die Gelegenheit genutzt, um mit Tom „Durrrr“ Dwan über seine Teilnahme an den Triton-Events zu sprechen und ihn zu fragen, warum er bei anderen No-Limit Hold’em-Turnier-Series so selten zu sehen ist.

Dwan hat zunächst darauf verwiesen, dass er „Short Deck“ Hold’em bevorzugt, aber ein anderer Grund betrifft auch die Spielatmosphäre, die bei vielen NLHE-Events in den letzten Jahren Einzug gehalten hat.

„Die Leute haben die Sache mit dem Anstarren auf ein völlig neues Level gehoben, jede Hand lassen sie sich ewig viel Zeit.“

„Ich denke, bei den wenigen Turnieren, die ich zuletzt gespielt habe … haben die Leute die Sache mit dem Anstarren auf ein völlig neues Level gehoben, jede Hand lassen sie sich ewig viel Zeit“, so Dwan.

Dwan gibt zu, dass es alte Folgen von High Stakes Poker gibt, in denen er selbst in den Tank gegangen ist, aber er sieht einen klaren Unterschied zwischen dem Durchspielen von Möglichkeiten und dem Verlangsamen des Spiels aus anderen Gründen.

„Jetzt habe ich das Gefühl, dass die Leute es übertreiben und es macht keinen Spaß … es ist nicht besonders sportlich“, sagt Dwan.

Andere Profis haben auf Dwans Äußerungen reagiert, darunter auch Bryn Kenney, der Dwan über Instagram zustimmt. Kenney sagt, Dwan habe „völlig recht“, was Spieler betrifft, die es mit dem Tanking übertreiben.

„Es sollte eine Strafe für das Anstarren von Hobby-Spielern geben“, meint Kenney und fügt hinzu, dass ausuferndes Tanking „das Spiel nicht unterhaltsam macht und die Leute begreifen müssen, wie wichtig es ist, das Spiel unterhaltsam zu gestalten, um neue Spieler zum Spielen zu bewegen.“

Antonio Esfandiari sieht das ähnlich, wie er auf Twitter verriet.

„Ganz seiner Meinung“, so Esfandiari in seinem Tweet. „Absolut furchtbar für Poker. Wer will an einem Pokertisch sitzen, an dem er bloß angestarrt wird?“

Dwan glaubt, dass diese bewussten Spielverzögerungen bei vielen NLHE-Turnieren vorkommen, vor allem bei den größeren Buy-in-Events, an denen mehr Profis und weniger Hobby-Spieler teilnehmen. Bei der Triton High Roller-Series, wo viele unterschiedliche Spieler zusammenkommen, sei das nicht der Fall.

„Zum Teil liegt das am Veranstaltungsort und an der Organisation und allem, aber ich denke, dass es teilweise auch mit einer etwas freundlicheren Atmosphäre zusammenhängt … einer gesunden Spielumgebung, in der man sich nur viel Zeit nimmt, wenn man eine gescheite Hand hat oder ernsthaft über einen Bluff nachdenkt“, erklärt Dwan.

Dwan hat sich auch Gedanken dazu gemacht, dass Poker (seiner Meinung nach) „mehr ein Spiel als ein Sport“ ist und wie man eine spaßige Atmosphäre aufrechterhalten kann. Hören Sie selbst:

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