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Scare Cards effektiv bei Micro Stakes Poker Games verwenden

How to Use Scare Cards Effectively in Micro Stakes Poker Games

Eine Sache, die mir als jahrelanger Spieler und Coach auf den Micro-Stakes auffällt, ist, dass Scare-Karten oft nicht richtig genutzt werden. Das ist ein großes Problem, handelt es sich doch um eine der einfachsten Möglichkeiten ist, die eigenen Resultate am Pokertisch zu verbessern.

Die Pokerspieler mit den besten Resultaten bekommen nicht durch Zauberkraft bessere Hände ausgeteilt als der Rest. Was sie auszeichnet, ist die Fähigkeit, mehr Pots einzustreichen, wenn kein Spieler eine sehr gute Hand getroffen hat. Was im Übrigen meistens der Fall ist.

Scare-Karten auf den niedrigen Limits zu nutzen, ist eine einfache Möglichkeit, mehr Pots zu gewinnen, ohne den Showdown zu erreichen.

Die folgende Hand dient als perfektes Beispiel für eine Scare-Karte (sie wird am Turn aufgedeckt), die der Spieler mit Initiative auf jeden Fall betten sollte:

In dieser Hand spielen wir ein 5-handed Poker-Cashgame, wir befinden uns im Cutoff und raisen mit einem suited One-Gapper. Das Openraise ist ein bisschen loose – wenn Sie gerade erst mit Poker angefangen haben oder noch kein Vertrauen in Ihre Postflop-Fähigkeiten haben, ist es in Ordnung, diese Hand vor dem Flop zu folden.

Hero hat die Hand allerdings gespielt und auf dem Flop einen Gutshot-Straightdraw samt Backdoor-Flushdraw getroffen. Der Flop ist relativ trocken, es handelt sich um einen harmlosen Dame hoch-Flop, daher spielen wir standardmäßig eine Continuation-Bet.

Auf dem Turn kommt es zum eigentlichen Problem in dieser Hand. Wir treffen die perfekte Karte für eine zweite Barrel. Das {A-Diamonds} ist ehrlich gesagt die beste „Scare-Karte“, auf die wir hoffen konnten. Diese Karte gibt uns mit dem Flushdraw nicht nur zusätzliche Outs, sondern fungiert auch als Scare-Karte, um mittlere Paare zum Folden zu zwingen.

Stellen Sie sich nur vor, wie schwer es unserem Gegner fallen wird, auf dem Turn folgende Hände weiterzuspielen:

  • {J-}{J-}
  • {10-}{10-}
  • {9-}{9-}
  • {8-}{8-}
  • {7-}{7-}
  • {6-}{6-}
  • {5-}{5-}
  • {4-}{x-}
  • {3-}{x-}

Selbst einer {Q-}{x-}-Hand muss ein bisschen angst und bange werden, noch einmal zu callen, da Hero die ganze Hand aggressiv gespielt hat. Daher ist es ein schwerwiegender Fehler, am Turn nicht weiter zu betten.

Wenn Sie Ihre Resultate auf den niedrigen Limits verbessern wollen, ist es unabdingbar, dass Sie lernen, solche Spots zu erkennen und zu betten.

Sie können nicht einfach nur dasitzen und auf die Nuts warten, nur um dann aggressiv zu werden und darauf zu hoffen, dass Ihre Gegner Sie unaufhörlich ausbezahlen. Dafür haben Sie zu selten eine gute Hand.

Sie müssen Scare-Karten wie diese zu Ihrem Vorteil einsetzen. Und wenn Sie obendrein Extra-Equity aufgabeln wie in dieser Beispiel-Hand, ist es eine glasklare Sache, dass Sie den Druck hochhalten wollen.

Lassen Sie mich in den Kommentaren weiter unten wissen, was Sie von der Hand halten. Was hätten Sie anders gemacht?

Links, die in diesem Video verwendet wurden:

Nathan “BlackRain79” Williams ist der Autor der beliebten Micro Stakes Strategiebücher Crushing the Microstakes und Modern Small Stakes. Er bloggt außerdem regelmäßig über das Thema Micros auf www.blackrain79.com.

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