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Poker Turnier Strategie: Einen Short Stack verteidigen

Tournament Strategy: Defending a Short Stack

Bei Turnieren dreht sich nicht alles ums Überleben. Es geht darum, Geld zu gewinnen.

Zu überleben hilft dabei natürlich. Und es fühlt sich nie gut an, mit einer schwachen Hand gegen eine starke Range aus dem Turnier zu fliegen.

Allerdings gibt es als Short-Stack viele Situationen, in denen wir unseren Big Blind mit einer breit aufgestellten Range verteidigen und auf dem Flop alles riskieren müssen. Im folgenden Artikel will ich Ihnen das anhand eines Beispiels erläutern.

Deep, aber nicht wirklich deep

Vor kurzem war ein Freund von mir deep in der siebten Jubiläums-Auflage des Sunday Storms bei PokerStars – dabei handelte es sich um ein $11 Buy-in-Event mit einem garantierten Preispool von $1 Million.

Er hatte sich durch ein fünfstelliges Teilnehmerfeld gekämpft und war bei 50 Spielern einer der Short-Stacks. Obwohl er 99 Prozent der Spieler überlebt hatte, war er noch nicht wirklich deep. Das Teilnehmerfeld musste sich noch dreimal halbieren, damit sich das eingespielte Preisgeld signifikant auf sein Jahr und seine Bankroll auswirken würde.

Unser Hero hat 10 Big Blinds, der Durchschnitt liegt bei fast 25 Big Blinds und wir haben $1.400 sicher – bereits ein toller Erfolg, wenn wir das Buy-in berücksichtigen. In dieser Situation (zu der es nur selten kommt), müssen Spieler bereit sein, Risiken in Kauf zu nehmen, um zu den letzten sechs Spielern zu gehören und die Plätze mit den unverhältnismäßig großen Preisgeld-Sprüngen zu erreichen.

Dieses Beispiel ist bewusst extrem gewählt. Sie sollten sich vor Augen führen, dass häufig nur die letzten vier, drei oder zwei Spieler die großen Gewinne unter sich aufteilen.

Vier-Sechs offsuit – eine starke Hand?

Ein Hobby-Spieler mit einem großen Stack war als Zweiter an der Reihe und openraiste auf das Minimum. Die anderen Spieler foldeten und unser Hero war mit neun Big Blinds als Letzter an der Reihe, einer seiner Big Blinds befand sich bereits im Pot. Wenn er {10-}{9-} offsuit oder zwei suited Karten hätte, würden die meisten Spieler defenden. Aber {4-}{6-} offsuit – muss das sein?

Um seinen Defend zu verteidigen: Es ist unwahrscheinlich, dass sein Gegner ihn dominiert und seine Hand weist ein Mindestmaß an Konnektivität auf.

So oder so, er entschied sich für den Call.

Der Flop: 7-4-3 rainbow

Unser Hero hat gut gefloppt, wenn wir die Stacks und die Situation zugrundelegen. Zudem hat er den perfekten Stack, um mit einem Check-Raise All-in zu gehen. Sein Gegner wird richtigerweise annehmen, dass der Big Blind diesen Flop nur selten trifft – also wird er auch ohne Treffer eine Continuation-Bet platzieren, wahrscheinlich etwa zwei Big Blinds groß. Wir könnten dann mit seinen letzten acht Big Blinds All-in gehen.

Bedenken Sie auch, wie viel Equity wir haben. Gegen Overpairs wie {8-}{8-} bis {A-}{A-} haben wir 33 Prozent Equity, wir können zweimal 10 Outs treffen. Die Bet-Calling-Range eines Spielers aus früher Position sollte zum größten Teil aus diesen Händen bestehen. Wirklich unangenehm wird es nur gegen {5-}{5-}, {6-}{6-} und {7-}{7-}, und Vier-Sechs blockt zumindest die Hälfte der Pocket-Sechser-Kombos.

So weit die Theorie: Am Tisch hat unser Hero wie geplant gecheckt, der Gegner ging allerdings mit einer Overbet einfach All-in. Was jetzt?

Die Lage hat sich geändert

Lassen Sie mich nach dem Vorwort über Risiken noch einen Vorbehalt einfügen. Wir wollen Risiken eingehen, wenn wir Fold-Equity haben. Wir wollen die letzte Bet anbringen, vor allem mit einer Hand, die sich leicht überholen lässt.

Die Sachlage hat sich erheblich verändert – unser Gegner hat uns klargemacht, dass wir alle Chips riskieren müssen, wenn wir die Hand spielen wollen.

Wir kennen unsere Hand, aber was kann unser Gegner haben? Es ist unwahrscheinlich, dass ein EP-Spieler diese Bet mit einem Set oder mit einer scheinbar unverwundbaren Hand wie Assen oder Königen spielen würde. Gleichzeitig gibt es nicht viele sinnvolle Bluffs. Würde unser Gegner mit {Q-}{J-} suited oder {A-}{K-} offsuit einfach All-in gehen? Wahrscheinlich nicht.

Es gibt zwei Draws, die wir schlagen können: {A-}{2-} und {A-}{5-}. Gegen Ass-Zwei sind wir sehr gut aufgestellt, gegen Ass-Fünf haben wir 60 Prozent Equity. Beide Hände machen Sinn, da sie zwar genug Equity haben, aber nur ungern bet-callen wollen.

Die Entscheidung

Obwohl wir Hände in der gegnerischen Range schlagen können, glaube ich, dass wir gegen diese Action folden sollten. Unser Gegner hat das Risiko in Kauf genommen, bevor wir es tun konnten. Bei Turnieren mit kleinen Buy-ins und großen Teilnehmerfeldern werden wir häufig überrascht zwei Neuner oder Zehner erblicken, denen einfach das Board gefiel und die deshalb All-in gegangen sind.

Mein Freund machte den verhängnisvollen Call und durfte sich zu seinem Leidwesen {A-}{7-} anschauen – eine weitere Hand, die mit dem Flop einverstanden ist, sich aber besonders verwundbar anfühlt. Gerade Freizeitspieler, die ihren ersten Deep Run erleben, wollen da am Flop gerne alles absichern. Die 10 Outs wurden zweimal verpasst.

Fazit

In diesem Spot machte mein Freund den Call vor dem Flop, weil er seinen Gegner für einen schwachen Spieler hielt. Unabhängig davon, ob das stimmt, glaube ich, dass seine Hand ein bisschen zu schwach für einen Call ist. Irgendwo müssen wir eine Grenze ziehen – für mich wäre das bei {7-}{6-} offsuit gewesen. In dem Fall hätten wir einen großartigen Flop erwischt, auf dem wir mit einem Check-Raise-All-in gerne alle Chips untergebracht hätten.

Dazu kam es aber nicht, weil unser Gegner dafür eine normale Continuation-Bet spielen muss. In diesen Spots neigen wir dazu, den Call zu machen, den Flop zu sehen und zu denken: „Hey, darauf habe ich gewartet, jetzt muss alles rein!“ Infolgedessen lassen wir Informationen außer Acht, die unser Denken ändern sollten.

Wir müssen ein gesundes Gleichgewicht finden zwischen dem Willen, Risiken in Kauf zu nehmen, und dem unbeirrten Sprung in unbekannte Gewässer. Ich denke, mein Freund hat sich mit seinem Sprung ein klein wenig übernommen.

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