Poker Begrife erklärt: Shootout? Set-Mining? Semi-Bluff?

Poker Terms Explained

Sich im Poker-Kosmos zurechtzufinden, ist manchmal gar nicht so leicht. Selbst nachdem man zig Poker-Strategie-Artikel und Bücher gelesen und verstanden hat, tauchen bisweilen Begriffe und Phrasen auf, mit denen man nichts anzufangen weiß.

Es gibt zahlreiche vielschichtige und verwirrende Poker-Begriffe, die Poker zu einem aufregenden Spiel machen. PokerNews schickt sich an, sieben weitere Begriffe zu erklären.


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Shootout

Unter einem Shootout oder Shoot-Out versteht man Turniere, bei denen an jedem Tisch ein Sieger ausgespielt wird – danach startet die nächste Runde. Das bekannteste Turnier im Shootout-Format findet einmal im Jahr im Rahmen der World Series of Poker statt.

Ein Beispiel: 1.000 Spieler nehmen an 100 10-handed-Tischen Platz. Die 100 Sieger der einzelnen Tische kommen an zehn weiteren Tischen zusammen. Die zehn Sieger dieser Tische spielen einen letzten Final Table aus, um den Champion zu krönen.

Gelegentlich wird der Begriff auch als Synonym für Freezeout-Turniere verwendet.

Short Stack

Ein Short Stack ist für gewöhnlich ein Spieler, der kaum noch Chips vor sich liegen hat. Der Begriff kann auch benutzt werden, um eine unangenehme Spielsituation zu beschreiben.

Beispiel-Satz: „Ich war als Short Stack All-In und konnte meinen Stack verdoppeln!“

Set-Mining

Set-Mining ist eine Poker-Strategie, die bei Pocket-Paaren zum Einsatz kommt. Man callt mit dem Paar, um – möglichst am Flop – ein Set zu treffen.

Beispiel-Satz: „Ich habe mich am Button mit Pocket-Fünfern fürs Set-Minen entschieden und gehofft, einen Flop zu sehen.“

Side-Bet

Beim Pokern kann man viele verschiedene Side-Bets entdecken. Häufig schließen die Spieler Wetten darauf ab, welche Farbe der Flop bereithält – oder ob eine bestimmte Hand gewinnt. Die Nebenwetten stehen meist in einem indirekten Zusammenhang mit dem aktuellen Pot.

Manche Spieler sind auch schwer beschäftigt mit Side-Bets abseits der Tische, die zum Teil gar nichts mit Poker zu tun haben!

Semi-Bluff

Für den Semi-Bluff eine Definition zu finden, ist schwierig. Denn: Es kommt immer auf die Situation an. Normalerweise bezeichnet der Semi-Bluff eine Bet oder ein Raise mit einer schwächeren oder unterlegenen Hand, die sich noch verbessern kann.

Beispiel-Satz: „Meine Bet mit Ass hoch war ein Semi-Bluff, da ich noch einen Backdoor-Flush treffen konnte.“

Smooth-Call

Mit einem Smooth-Call verschleiern Spieler die eigentliche Stärke ihrer Hand. Man callt, obwohl ein Raise angebracht wäre – um den Gegner im Pot zu halten und idealerweise mehr Geld zu gewinnen.

Beispiel-Satz: „Ich habe ein Set mit Pocket-Fünfern gefloppt und auf die Bet meines Gegners mit einem Smooth Call reagiert, um auf späteren Streets mehr aus der Hand herauszuholen.“

Suicide King

Beim Suicide King handelt es sich um den Herz-König. Er hat sich den Spitznamen eingehandelt, weil die Karte den Eindruck erweckt, der König würde sich selbst köpfen wollen.

Der Begriff steckt auch im Titel des Buches „The Professor, the Banker and the Suicide King: Inside the Richest Poker Game of All Time“, das über die berühmten Heads-Up-Begegnungen zwischen Andy Beal und ein paar der besten Poker-Profis berichtet.

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