Open-Face Chinese Poker mit Isabelle “No Mercy” Mercier, Teil 7: Fantasyland

Isabelle Mercier

Tonybet Poker Botschafterin Isabelle Mercier ist wieder zurück mit Tipps wie man Open Face Chinese Poker spielt.

Hallo an alle, und willkommen zurück zu meinem kleinen "Open-Face Chines No Mercy Guide"! Bisher haben wir über die Geschichte von OFC, die Grundregeln und Varianten gesprochen und das letzte Mal haben wir ein paar knifflige Szenarien kennengelernt.

Heute analysiere ich eine komplette OFC Pineapple Hand, sodass wir verschiedene Themen auf einmal durchgehen können.

Handanalyse #1

Dies ist eine Hand, die ich vergangene Woche im “No Mercy Ride” Turnier auf TonyBet Poker gespielt habe. Ich begann mit einem ziemlich guten Draw und wenn ich als erstes an der Reihe bin, mag ich es in der Regel, meine Asse in der Mitte zu positionieren.

In diesem speziellen Fall habe ich mich dazu entschieden, mein {3-Hearts}{5-Clubs} unten zu platzieren in der Hoffnung, Zwei Paar oder eine Straße zu bekommen. Eine Straight würde natürlich meine mittlere Reihe verbessern und trotzdem wäre ich in der Lage, das Fantasyland zu bekommen, wenn ich zusätzlich ein Paar Könige oder Damen erwische, während ich meine unterste Reihe verbessere.

Open-Face Chinese Poker mit Isabelle “No Mercy” Mercier, Teil 7: Fantasyland 101

In diesem Szenario gibt es zwei Wege, die Hand zu spielen, also musste ich eine Entscheidung treffen. Als erstes könnte ich die {6-Diamonds} und {7-Clubs} unten platzieren und mir damit einen inside Straight Draw geben, um meine mittlere Reihe abzudecken. Was ich an dieser Option nicht mochte ist die Tatsache, dass wenn ich erfolgreich wäre und meine Straight bekomme, könnte ich dennoch die Reihe gegen eine höhere Straight meines Gegners verlieren.

Aber noch wichtiger ist der Aspekt, dass eine meiner Vieren durch das Board meines Gegners bereits weg ist, also würde ich nur auf drei Karten drawen, um die Straight zu erwischen. Diese Situation erinnert mich daran, wenn man beim No Limit Hold’em All-in geht – Man hat keine Kontrolle mehr über die Reihe und hofft darauf, die Wunderkarte zu treffen!

Wenn ich mich allerdings auf der anderen Seite dazu entscheide, die {6-Diamonds} oder die {7-Clubs} in der untersten Reihe zu platzieren, würde ich zwar dennoch auf drei Dreier, drei Fünfer und drei weitere Live Cards für die Sechs oder die Sieben drawen. Ich bin mir dessen bewusst, dass ich zwei der neun Live Cards treffen muss, jedoch scheint dies das bessere Spiel zu sein, als auf einen Inside Straight Draw mit nur drei Live Cards zu setzen.

Dann kommt noch der Punkt hinzu, dass ich es wirklich hasse beim Pineapple ein Ass zu verschwenden. Wenn ich mich für dieses Spiel entscheide, gibt mir dies den Luxus, mein Ass ganz oben platzieren zu können, was mir eine Chance auf das Fantasyland verschafft oder mir zumindest ein Ass ganz oben gibt, um die oberste Reihe zu beschützen.

Ich habe mich für diese Option entschieden und die {6-Diamonds} unten platziert. Warum die Sechs und nicht die Sieben? Nun, es erschien mir einfacher, eine einzelne {4-} für einen Open-Ended Straight Draw zu treffen und damit mehr Outs zu bekommen anstatt sowohl eine {4-} als auch eine {6-} treffen zu müssen, wenn ich mich dazu entschieden hätte, die {7-Clubs} hinten zu platzieren.

Diese Entscheidung habe ich weiterhin auf der Basis getroffen, dass es egal wäre, ob ich Zwei Paar treffe mit 7-hoch oder 6-hoch, da es keine Rolle spielen würde gegen die unterste Reihe meines Gegners, denn er wird entweder seine Straße treffen oder nur ein Paar bekommen. Wenn er aber versuchen würde, einige kleine Paare zu treffen, dann hätte ich die {7-Clubs} am Ende platziert und versucht, meine Zwei Paar höher zu machen als seine.

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Mein Gegner bekommt die {10-Diamonds} und komplettiert seine Straße am Ende und platziert eine Deuce in seiner mittleren Reihe. In der Zwischenzeit bekomme ich einen easy Draw, indem die {5-Diamonds} unten kommt und mir Zwei Paar gibt und der {k-Diamonds} oben mir eine weitere Möglichkeit aufs Fantasyland verschafft!

Beim nächsten Draw paarte mein Gegner seine Deuces in der Mitte und platzierte eine {10-} oben. Währenddessen bekam ich eine Zehn, Sechs und eine Deuce.

Ich platzierte sofort die {6-Hearts} in der untersten Reihe um mir Zwei Paar zu geben und meine Asse in der Mitte zu covern. Um meine zweite Karte auszuwählen, beobachtete ich, dass zwei Zehner und zwei Deuces bereits offen lagen, also waren meine Chancen, ein zweites Paar in der Mitte zu treffen gleich groß, egal wie ich es mache. (Eine dieser beiden Karten in der obersten Reihe zu platzieren wäre keine Option und ich bin mir sicher, sie werden mittlerweile wissen warum!)

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Nachdem ich die {10-Clubs} in der Mitte platziert hatte, kam der nächste Draw, bei dem mein Gegner es schaffte, zwei Paar in der Mitte zu treffen, während er einen König oben platzierte (ebenso mit dem Plan, ins Fantasyland zu kommen).

Was mich betrifft, bekam ich meine Zauberkarte, den König und sie wissen, wozu dies führte!

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Diese Hand zeigt, dass ich am Anfang die richtige Entscheidung getroffen habe, nicht auf den Inside Straight Draw zu setzen, denn als die Karten gedealt wurden können wir sehen, dass ich nicht meine Traumkarte die {4-} getroffen hätte. Ich sage nicht, dass dies immer das korrekte Spiel ist aber die Tatsache, dass eine der Vierer bereits tot war in Kombination mit der möglichen höheren Straße in der untersten Reihe meines Gegners hat mich dazu gebracht, mich für dieses spezielle Spiel in diesem Moment zu entscheiden. Man muss immer viele verschiedene Faktoren bedenken, bevor man sich entscheidet, in welche Richtung man beim OFC gehen will.

Hier nun wie die Hand geendet ist:

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Wie sie sehen können, habe ich am Ende nur fünf Punkte in dieser Hand gewonnen trotz des großen Risikos, dass ich eingegangen bin, indem ich die Asse am Anfang in der Mitte platziert habe. Sicherlich, mein Gegner hat einen 2-Punkte-Bonus für seine Straight unten bekommen, Plus einen Punkt für seine Reihen, denn er schlägt sowohl meine mittlere als auch meine unteren Reihen. Ich für meinen Teil habe einen 8-Punkte-Bonus mit meinen Königen oben gemacht, was mich nach Abzug der drei Punkte meines Gegners mit einem Gewinn von fünf Punkten aus der Hand hervorgehen lässt.

Mit einiger Erfahrung habe ich herausgefunden, dass die Punkte, die man gewinnt, wenn man mit einem Paar Aces in der Mitte startet, oftmals unbedeutend sind und nur selten in großen Jackpots enden. Doch wie sie hier sehen können, führt ein solches Vorgehen oftmals zum Fantasyland und mit etwas Glück kann man dann eine große Hand treffen und seinen Gegner zerstören, der während dieser Zeit opfen-face spielen muss!

Wir werden für heute aufhören und haben nächste Woche wieder ein Rendezvous mit dem nächsten Teil meines kleinen "OFC No Mercy Guides."

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Name Surname
Isabelle Mercier

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