Poker Strategie – Lassen Sie sich ein um mehr zu lernen

Poker Strategie – Lassen Sie sich ein um mehr zu lernen 0001

Wenn Jennifer Harman neu an einen Tisch kommt, versucht sie erst gemäß Super System 2 sich erst einmal zurückzulehnen und Ihre Gegner zu studieren. Doyle Brunson und viele andere professionelle Pokerspieler haben in ihren Büchern ähnliche Weisheiten parat. Die Idee dahinter ist, dass Sie durch Beobachten viel über Ihre Gegner lernen können, wenn Sie nicht im Pot sind und diese Informationen bekommen Sie gratis.

Eines ist außerdem zu beachten: wie regieren Ihre Gegner auf SIE!

Die Gegner zu beobachten gibt Ihnen Auskünft darüber, ob ein Spieler on tilt ist oder ob er sein A-game spielt. Auch werden Sie erkennen, wer ist loose und wer ist tight.

Aber es kann schwierig werden, wenn Sie nicht darauf achten, wie Ihre Gegner auf Sie reagieren.

Sehen wir uns ein Beispiel an. Vor kurzem kam ich an einem Tisch und mir gegenüber saß ein Mann mittleren Aletrs der sehr loose und aggressiv gespielt hat. Er hatte einen guten Stack. Vom Zusehen habe ich folgendes bemerkt:

a) er setzte wenn jeder vor ihm gecheckt hat.

b) Setzt jemand, dann callte er bis zum River mit jeder Hand.

c) Hat er nichts gefloppt, setzte er auch nicht und callte auch nicht.

d) Semi-bluffing funktionierte gegen ihn nicht, denn wenn das jemand gemacht hat, callt er und setzt am Turn – egal was kommt.

e) wird er am Turn geraist, callt er öfter als dass er foldet.

f) Trifft er auch nur irgendwas am River, callt er. Zum Beispiel: hatte er J-8 und am Board lagen A-10-7-4-J, callte er.

Mit diesen Beobachtungen ist es am besten gegen ihn tight zu spielen. Ich bekam die Könige. Er raiste aus mittlerer Position preflop und ich re-raiste. Am Flop kam Q-6-3. Er setzte und ich callre. Am Turn checkte er und ich setzte und plötzlich foldete er.

Das fand ich sehr merkwürdig und machte mir im Geist meine Notizen. Einige Hände später bekam ich nochmals die Könige. Ich raiste preflop und er callte. Am Flop kam 10-9-5. Er setzte und ich raiste. Er callte und am Turn kam die 3. Er checkte und ich setzte – er foldete.

Nun habe ich mit diesem Mann einige Male gespielt und ich spiel üblicherweise sehr konservativ. Ich glaube er dachte folgendes über mich:

a) Ich checke oder folde wenn ich nichts habe und

b) Ich habe eine gute Hand wenn ich am Flop raise oder am Turn setze..

Das heißt dieser Spieler hat mein Spiel verstanden und er ging mit weil er wusste, dass ich folde wenn ich nichts getroffen habe. Callte oder raiste ich am Flop, so hab ich etwas getroffen und für ihn war die Hand erledigt.

Also änderte ich meinen Stil und spielte aus seiner Sicht unlogisch. Ich bluffte öfter – erfolgreich. In einem Pot, check-raiste ich einen Semi Bluff am Turn und hatte Erfolg. In einer anderen Hand, raiste ich am Flop und erhielt eine freie Karte – eine Aktion die noch kein anderer Spieler gegen diesen Gegner geschafft hatte.

Das bedeutete, dass die Anpassung der tighten Strategie in einen looseren und aggressiveren Spielstil der richtige Weg war um mit ihm fertig zu werden.

Diese Geschichte zeigt, dass die Beobachtung der Gegner alleine nicht reicht, Sie müssen auch wissen, wie Sie Ihr Gegner einschätzt. Sie müssen auf Ihr Table Image achten und diese Information erhalten Sie nur, wenn Sie in einige Pots involviert sind und sehen, wie Ihre Gegner auf Sie reagieren. Haben Sie als Grundlage nur ihre Beobachtungen über andere Spieler müssen Sie annehmen, dass Ihr Gegner gegen Sie genauso spielen wird, wie gegen andere Spieler am Tisch. Wenn Sie in den Limits höher steigen, werden Sie feststellen, dass dies nicht oft der Fall ist.

Und wenn ich sage „Sie müssen in einige Pots involviert sein" meine ich nicht mit AA, KK oder AK. Versuchen Sie ein paar loosere Hände und schauen Sie, ob Ihr Gegner Fehler macht. Ich erinnere mich dabei einen Turniersieg. Ich bemerkte, dass ein Spieler wegen mir etwas beunruhigt war, und er sich fürchtete marginale Hände out of position gegen mich zu spielen. Als er QQ gegen mein 8-7 auf einem Flop mit K-9-5 hatte, gab er mir eine freie Karte. Am River traf ich die 6. Da dieser Spieler normalerweise keine freien Karten vergibt, aber es gegen mich getan hat, spielte ich viel mehr Draws gegen ihn.

Umgekehrt könnten Sie einen Spieler finden, der trotzig wird, weil Sie ihm zweimal einen Bad Beat verpasst haben. Während Sie durch Ihre Beobachtung feststellen werden, dass er gegen andere Gegner tight spielt, könnte er wenn Sie preflop raisen öfter mit schwachen Händen mitgehen. Passiert das, müssen Sie auf einen tighten Spielstil umstellen und warten bis Sie eine Monsterhand bekommen.

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