Die größten Fehler die Small Stakes Turnierspieler unter 25 BBs machen

The Biggest Mistake Small Stakes Tourney Players Make With Less Than 25 BBs

Bislang haben wir uns alle Fehler angeschaut, die Small-Stakes-Turnierspielern mit verschiedenen Stacksizes unterlaufen und die schneller als nötig zu einem Stack mit weniger als 25 Big Blinds führen. Um diese Artikelserie zu beenden, schauen wir uns jetzt die Fehler an, die mit dieser Stacksize passieren. Sie werden nicht überrascht sein, dass die Fehler zusammenhängen.

Der größte Fehler, den diese Spieler mit weniger als 25 Big Blinds begehen, ist, dass sie in Push-oder-Fold-Situationen zu häufig nur callen. Ähnlich wie bei größeren Stacks neigen diese Spieler dazu, zu callen und sich Flops anzuschauen, da es Spaß macht, herauszufinden, was der Flop bringt. Im folgenden Artikel schauen wir uns das Problem genauer an.

Zu häufig callen mit 15 - 25 Big Blinds

Mit 15 - 25 Big Blinds callen diese Spieler eine Hand wie A9s nur, obwohl sich die Hand wunderbar für einen 3-Bet-Shove eignet. Für sie sind 20 BBs und mehr zu viel, um sie mit einer „Drawing-Hand“ aufs Spiel zu setzen. Das ist ziemlich witzig, wenn wir uns vor Augen führen, dass dieselben Spieler im 1. Blind-Level nicht selten 30 BB-Bets auf dem Turn callen, in der blinden Hoffnung, einen Gutshot zu treffen.

In Wirklichkeit wollen diese Spieler einfach nicht ihr Turnierleben aufs Spiel setzen. Die Resultate dieser Spieler werden allerdings besser ausfallen, wenn sie erkennen, wie viel größer das Risiko ist, Openraises mit Händen wie A9s nur zu callen, in zwei Drittel der Fälle nichts zu treffen und folden zu müssen. Und wenn man doch eine Hand trifft, ist die Wahrscheinlichkeit, ein Double-Up zu erhalten, immer noch deutlich kleiner als bei einem Preflop-Shove.

Gegen diesen Spielertyp openraise ich mehr Hände als normalerweise, was ihnen eigentlich die Möglichkeit einräumt, gegen meine Raise-Folding-Range weit zu shoven. Gegen diese Spieler openraise ich zum Teil 50 Prozent meiner Hände – dabei kann ich nur die besten 10 Prozent meiner Hände callen. Gegen einen Shove gebe ich also in 80 Prozent der Fälle auf, das heißt, dass ein Shove mit beliebigen Karten beinahe profitabel wäre.

Stattdessen warten sie so lange, bis sie keine Fold-Equity mehr haben, um sich dann aufzuregen, wenn ich eine Hand wie A2o schlagen sollte, nachdem ich mit einem suited Two-Gapper auf Grund der Pot-Odds gezwungen bin, zu raise-callen.

Zu häufig folden mit 10 - 15 Big Blinds

Mit 10 - 15 Big Blinds shoven diese Spieler in später Position nicht genug Hände. Dabei gibt es im Internet jede Menge Shove-Tabellen, die zeigen, was zu tun ist. Trotzdem weigern sich viele Spieler vehement, Nash Glauben zu schenken und mit Nash-Ranges All-in zu gehen. Stattdessen limpen sie, in der Hoffnung auf einen Flop, oder sie raise-folden, um ihr Turnierleben zu bewahren. Selbst Spieler, die sich an die Tabellen halten, lassen unter Umständen Geld liegen.

Wenn Sie sich die Calling-Range anschauen, die uns ein Programm wie SnapShove gegen einen Shove mit 10 - 15 BB aus später Position empfiehlt, werden Sie schnell erkennen, dass auf den Small-Stakes niemand korrekt callt. Das heißt aber auch, dass Sie tatsächlich mehr Hände als nach Nash profitabel shoven können. Gegen manche Spieler im Big Blind ist es sogar sinnvoll, im Small Blind mit 100 Prozent der Hände All-in zu gehen.

Falls Sie das schon erschreckt, lesen Sie meinen Artikel zu einem Turnier, bei dem ich mir diesen Umstand zunutze gemacht und gespielt habe, ohne mir meine Karten anzuschauen. Mit beliebigen Karten so viele Shoves durchzubringen, hat mir geholfen, mich mit weiten Shoving-Ranges zu arrangieren.

Fazit

Hoffentlich hat Ihnen diese Artikelserie geholfen, ein paar Leaks in Ihrer Spielweise zu stopfen oder neue Wege zu finden, die Schwächen Ihrer Gegner auszunutzen. Alle aufgelisteten Fehler wurden von Spielern gemacht, die sich Flops anschauen wollten, um eine tolle Hand zu treffen und Spaß zu haben.

No-Limit Hold’em ist aber kein Video-Poker. Sie können keine neue Hand bekommen, nachdem Sie den Flop verpasst haben. Sie müssen mit Ihren Mist-Karten weiterspielen und anders als beim Video-Poker müssen Sie sich manchmal auch gegen einen Triple-Barrel-Bluff zur Wehr setzen – mit Ihrem Turnierleben als Einsatz.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich besonders viel Spaß hatte, als ich so gespielt habe – daher bin ich aggressiver geworden, um die anderen Hobby-Spieler unter Druck setzen zu können. Wenn Sie meine Ratschläge befolgen, glaube ich, dass Sie bald mehr Erfolg haben werden, so wie es bei mir der Fall war.


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