Das Problem mit dem Flat-Callen von Raises aus dem Small Blind

Das Problem mit dem Flat-Callen von Raises aus dem Small Blind 0001

Wenn Sie in der Vergangenheit Online-Poker gespielt und ein Tracking-Programm eingesetzt haben, mit dem Sie Statistiken über Ihre Spielweise und die Spielweise Ihrer Gegner sammeln können, wissen Sie eines mit Sicherheit: Dass der Small Blind und Big Blind die am wenigsten profitablen Positionen sind.

Bei den Blinds handelt es sich um erzwungene Einsätze, die Sie entrichten müssen, bevor Sie Ihre Karten zu sehen bekommen. Aus diesem Grund kommt es oft vor, dass Sie mit einer schwachen Starthand zumindest die Blind-Einsätze begleichen müssen, selbst wenn Sie wissen, dass die Hand nicht gut spielbar ist. Wenn Sie im Small oder Big Blind also {8-Clubs}{3-Hearts} ausgeteilt bekommen und ein Raise und ein Reraise vor sich sehen, landen Ihre Karten im Muck – trotzdem haben Sie sich damit im SB oder BB ein weiteres Minus eingefangen.

Darüber hinaus gilt: Wenn Sie eine Hand in den Blinds doch weiterspielen und den Flop erreichen, müssen Sie in den allermeisten Fällen ohne Position weiterspielen, was aus mehreren Gründen weniger profitabel ist. Lesen Sie dazu auch „10 Hold’em-Tipps: Die Wichtigkeit der Position“, um mehr darüber zu erfahren, warum es vorteilhaft ist, den Großteil Ihrer Hände mit Position zu spielen.

Ihren Big Blind gegen Steal-Versuche mit Calls oder Raises zu verteidigen, ist ein Weg, um dem Nachteil zu begegnen, im Big Blind zu sitzen.

Manchmal kann es auch verlockend sein, Raises im Small Blind zu callen – zum Beispiel mit einer spekulativen Hand, mit der Sie unbedingt einen Flop sehen wollen. Die Tatsache, dass Sie im Small Blind sitzen, erweckt den Anschein, dass Sie auf den Call einen „Rabatt“ bekommen.

Im Small Blind Raises regelmäßig zu flat-callen kann jedoch auf einen großen Fehler in Ihrer Spielweise hindeuten, was dazu führt, dass Sie im SB mehr Geld verlieren als nötig. Auf dieses Thema geht Poker-Profi und Coach Pete „Carroters“ Clarke in seinem aktuellen „Poker-Stolperfallen“-Video für die PokerStars School ein: „Flatten im Small Blind“.

„Tatsächlich ist es sehr selten richtig, ein Openraise im Small Blind zu flat-callen“, erklärt Clarke. Das heißt, ein Preflop-Raise (oder gar ein Reraise) im SB einfach zu callen, ist so gut wie nie die richtige Entscheidung.

Im Video weiter unten spricht Clarke über eine Hand, die das Problem mit Flat-Calls im Small Blind perfekt illustriert. Clarke callt in diesem Beispiel mit einer besonders gut spielbaren, spekulativen Hand: {10-Hearts}{9-Hearts}.

Wenn Sie ein Button-Raise mit einer Hand wie Zehn-Neun suited gerne callen, beweist Clarke, dass eine 3-Bet häufig besser ist, da es den BB davon abhält, ein Squeeze-Play zu versuchen und ein Reraise zu spielen. Das Squeeze würde entweder dazu führen, dass Sie folden und mehr verloren haben als nötig, oder dass Sie einen weiteren schlechten Call machen und Gefahr laufen, sogar noch mehr zu verlieren.

Clarke listet noch eine Reihe anderer Gründe auf, warum ein Fold oder Reraise dem Flat-Call im Small überlegen ist. Schauen Sie selbst:

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