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Asse folden - wann sollte man dies überdenken?

The Case for Folding Pocket Aces: Should You Ever Consider It?

Asse zu folden ist nicht leicht – vor allem nicht für Poker-Anfänger auf den Micro-Limits. Oft sollten Sie mit Pocket-Assen bereit sein, Ihre Chips nach dem Flop All-In zu stellen, aber es gibt hin und wieder auch Situationen, in denen Sie besser beraten sind, einen starken Fold zu machen.

Bevor wir ans Eingemachte gehen, muss ich auf eine Besonderheit hinweisen: Gerade auf den niedrigen Limits gibt es jede Menge weak-tighte Spieler.

Als weak-tight werden Spieler bezeichnet, die kaum Bluffs in ihrer Range haben. Wenn ein tight-passiver Spieler auf dem Turn oder River raist, hat er in der Regel eine sehr starke Hand.

Umgekehrt gibt es auf den Mid- und High-Stakes mehr talentierte Spieler, die sehr wohl über eine ausgefeilte Bluffing-Range verfügen. Das soll nicht heißen, dass diese Spieler nicht regelmäßig mit den Nuts auftrumpfen können, wenn sie eine Nut-Range repräsentieren. Allerdings haben diese Spieler gelernt, dass es sinnvoll ist, ihre Range zumindest um ein paar Bluffs zu erweitern.

Das folgende Video ist das perfekte Beispiel für eine Hand auf den Micro-Stakes, in der ein Spieler Pocket-Asse nach dem Flop auf jeden Fall folden sollte:

In dieser Hand müssen wir uns gegen zwei Spieler zur Wehr setzen. Der Hauptgegner in der Hand ist das Paradebeispiel eines weak-tighten Low-Stakes-Spielers. Er entscheidet sich für ein Preflop-Raise und callt danach eine etwas zu klein geratene 3-Bet.

Vor allem bei Fullring-Cashgames handelt es sich dabei nicht selten um Setmining. Tight-passive Spieler lieben es, mit kleinen und mittleren Pocket-Paaren in Position zu callen, manchmal finden sich auch suited Connectors in der Range.

Der Flop im Video trifft diese Range wie kaum ein anderer. Mehrere mittlere Pocket-Paare haben ein Set getroffen und aus fast allen suited Connectors ist Two Pair, ein Paar plus Draw und so weiter geworden.

Als Small Blind sind wir nach dem Flop als Erster an der Reihe. Wir platzieren eine Continuation-Bet. Der Big Blind macht den Call und der tight-passive Spieler geht jetzt All-In.

Genau das ist einer der Spots auf den Low-Stakes, in denen Sie ernsthaft in Erwägung ziehen sollten, Pocket-Asse in den Muck zu werfen.

Bei diesem Spielertyp ist es unwahrscheinlich, dass er dieses Play ohne eine sehr starke Hand macht. Und genauso wichtig: Er geht gegen zwei Spieler All-In.

Das ist ein wesentlicher Faktor, der uns hilft, herauszufinden, was eine Line auf den Micro-Stakes zu bedeuten hat. Es gibt definitiv Situationen, in denen sich ein Gegner zu einem völlig absurden Bluff gegen einen anderen Spieler versteigt. Aber gegen zwei auf einmal? Unwahrscheinlich.

Dies ist eine Situation, in der wir nach einem Call sehr, sehr oft ein Set oder Two Pair gezeigt bekommen. Der Fold ist hier das einzig richtige Play.

Aber ich will auch wissen, was Sie von der Hand halten: Vielleicht sehen Sie das Ganze anders und Sie hätten den Call gemacht. Lassen Sie mich in den Kommentaren wissen, wie Sie in der Situation gehandelt hätten. Schaffen Sie den Fold mit Assen?

Links, die im Video erwähnt wurden:

Nathan “BlackRain79” Williams ist der Autor der beliebten Micro Stakes Strategiebücher Crushing the Microstakes und Modern Small Stakes. Er bloggt außerdem regelmäßig über das Thema Micros auf www.blackrain79.com.

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