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Drei falsche verbale Tells die funktionieren

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Abgesehen von „Tells“ sind viele andere Faktoren von Bedeutung, wenn es darum geht, Ihre Gegner am Pokertisch zu täuschen – etwa das Image, das Ihr Gegner von Ihnen gewonnen hat, die Stärke der gegnerischen Hand, Ihre zuletzt gespielten Hände, die Höhe der Bet und dergleichen.

Manchmal wird Ihr Gegner aber trotzdem Schwierigkeiten haben, eine Entscheidung zu treffen – in diesem Fall ist es möglich, den Gegner durch das, was Sie tun oder sagen, zur gewünschten Entscheidung zu bewegen. Wer in der Lage ist, diese Spots zu erkennen und das Richtige zu tun, kann einen aufmerksamen und guten Spieler, der noch unentschlossen ist, zu einer schlechten Entscheidung zwingen.

Im Folgenden bringen wir Ihnen drei irreführende Tells bei, mit denen Sie Ihre Gegner täuschen können.

1. Zeigen Sie Schwäche, wenn Sie schwach sind

Stellen Sie sich vor, dass Sie Position auf einen aggressiven Gegner haben, der schon vor dem Flop die Initiative übernommen hat. Auf dem Flop sind zwei Karten einer Farbe zu sehen und Sie haben die Continuation-Bet Ihres Gegners gecallt. Am Turn wird eine weitere gleichfarbige Karte aufgedeckt – der Flush ist möglich. Ihr Gegner spielt eine weitere Bet. Sie haben Ihre Hand zwar verpasst, sind sich aber ziemlich sicher, dass Sie Ihren Gegner zum Folden bringen können, da er Ihnen glauben könnte, dass Sie den Flush getroffen haben.

Um Ihren Bluff glaubhafter zu machen, können Sie scheinbar unabsichtlich anzeigen, wie stark Ihre Hand wirklich ist – ein Seufzer kann Wunder wirken. Lassen Sie es so aussehen, als ob Sie von der Karte enttäuscht sind, indem Sie erschöpft (aber nicht zu auffällig) ausatmen. Aufmerksame Gegner werden das Schauspiel „durchschauen“ und glauben, dass Sie sie austricksen wollen – das kann bereits ausreichen, um sie davon zu überzeugen, dass Sie den Flush auf jeden Fall getroffen haben.

2. Kontrollieren Sie Ihre Hole Cards, wenn Sie eine Straight oder einen Flush getroffen haben

Viele Spieler haben gelernt, dass das Kontrollieren der Hole Cards am Flop, Turn oder River anzeigt, dass jemand nachschauen will, ob er einen Straight- oder Flushdraw hat. Sie verlassen sich auf den Tell und sind davon überzeugt, dass ihr Gegner auf keinen Fall zwei gleichfarbige oder aufeinanderfolgende Karten vor sich liegen hat. Robert Woolley hat dieses Phänomen in seinem Artikel „Hat Ihr Gegner einen Flush? So erfahren Sie es“ beobachtet.

Diese Spieler können Sie durcheinanderbringen, indem Sie Ihre Hole Cards kontrollieren, wenn Sie Ihre Straight oder den Flush tatsächlich getroffen haben. Ihre Gegner werden Sie beobachten und annehmen, dass Sie einen Draw getroffen haben – dass Sie nach Ihren Karten geschaut haben, um (zum Beispiel) zu sehen, ob eine Karte die gleiche Farbe hat wie das Board. Damit dieser Trick funktioniert, müssen Sie dem Drang widerstehen, nach dem Kontrollieren Ihrer Hand einen Blick auf Ihren Gegner zu werfen. Schauen Sie nur auf Ihre Karten und setzen Sie danach wie geplant zu einer Bet an.

Natürlich werden Sie nicht jedes Mal den gewünschten Effekt erzielen, weil Ihre Gegner vielleicht gar nicht so stark darauf achten, was Sie tun. Wenn Sie von Ihrem Gegner allerdings beobachtet werden, könnte dieser annehmen, dass Sie bluffen (oder mit einem Draw semi-bluffen) und Ihre Bet callen.

3. Sitzen Sie bei Bluffs aufrecht und sprechen Sie mit Ihrem Gegner

Gute Spieler werden Ihnen manchmal Fragen stellen, wenn sie herausfinden wollen, was zu tun ist. „Willst du, dass ich calle?“ oder „Warum so viel?“ sind beliebte Fragen. Keine Antwort zu geben ist sicherlich vernünftig und für einige Spieler ist es auch die beste Vorgehensweise – vor allem, wenn Sie sich unwohl fühlen, während einer Hand zu sprechen. Können Sie aber auch irgendetwas sagen, um Ihren Gegner dazu zu bringen, falsche Rückschlüsse zu ziehen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Spieler wissen, dass ihre Gegner mit einer starken Hand Schwierigkeiten haben, frei zu reden. Sie sind derart um die Stärke ihrer Hand besorgt, dass sie kein Wort mehr sagen, um ja keine Informationen preiszugeben. Diese Spieler haben auch gelernt, dass Spieler, die bluffen, entweder genauso ruhig sind, um den Gegnern keine Gründe für einen Call zu liefern, oder etwas sagen, was eine starke Hand anzeigt – der klassische „Stark heißt schwach“-Tell.

Falls Sie also gerade bluffen, könnten Sie den fehlerhaften Fold bekommen, wenn Sie möglichst vage antworten und behaupten, schwach zu sein – so etwas wie „Ich weiß nicht, was du tun solltest“ oder „Ich war schon mal stärker“ oder „Ich spiele das Board“.

Neben diesen irreführenden Tells spielen bei der Frage, ob die Täuschung funktioniert, auch viele andere Faktoren eine Rolle. Diese Tells sind nicht allein dafür verantwortlich, ob der Schwindel glückt oder danebengeht. Falls Ihr Gegner aber Probleme hat, sich zu entscheiden, können diese Tells das Zünglein an der Waage sein, das letztlich den Ausschlag gibt.

Ashley Adams spielt seit 50 Jahren Poker und schreibt seit 2000 darüber. Er ist der Autor hunderter Artikel und zweier Bücher: Winning 7-Card Stud (Kensington-Verlag, 2003) und Winning No-Limit Hold’em (Lighthouse-Verlag, 2012). Darüber hinaus moderiert er die Poker-Radiosendung House of Cards. Erfahren Sie auf www.houseofcardsradio.com mehr über die Ausstrahlungstermine, die Sender und Podcasts.

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