Phil Ivey im Interview für die 100. Episode des DAT Poker Podcasts

Phil Ivey

Für die 100. Folge des DAT Poker Podcasts haben die Moderatoren – Adam Schwartz, Terrence Chan und Daniel Negreanu – sowie Produzent Ross einen besonderen Gast einbestellt: Niemand geringeren als Phil Ivey höchstpersönlich!

Der für den Global Poker Award vorgeschlagene Podcast hatte lange darauf gehofft, Ivey für die 100. Folge begeistern zu können. Und Negreanus langjährige Freundschaft mit dem 10-maligen Bracelet-Gewinner hat den Wunsch Wirklichkeit werden lassen.

Ivey, der sich bekanntermaßen „ziert“, häufige Interviews zu geben, hat sich fast eine Stunde lang mit dem Trio unterhalten.

„Ich will zu Beginn erst einmal sagen, dass es nicht sehr schwierig war, mich für die Sendung zu gewinnen. Daniel musste mich bloß anschreiben“, witzelte Ivey gleich zu Anfang des Podcasts. Danach beschrieb er seinen derzeitigen Alltag, den er als „ziemlich langweilig“ bezeichnete: An sich selbst arbeiten, Zeit mit der Familie verbringen, Golfen, Meditieren und Yoga. Allerdings zeigte er sich begeistert, dass Live-Poker zurückkehrt.

„Ich habe nie auch nur daran gedacht, dass es erschreckend oder einschüchternd sein könnte.“

Auf Grund der Pandemie liegt Iveys letzter Trip nach Macau über ein Jahr zurück. Im Verlaufe des Gesprächs gab er Details über die sagenumwobenen Spiele in Macau preis. Außerdem sprach er über seine Anfänge in Atlantic City. Er erklärte auch, warum Poker in seinem Leben nicht mehr an erster Stelle steht.

Auf die Frage, ob er sein einschüchterndes Image bewusst aufgebaut hat, antwortete Ivey:

„Ich habe nie auch nur daran gedacht, dass es erschreckend oder einschüchternd sein könnte. Leute erzählen mir das und ich denke mir: ‚Oh, warte mal, ernsthaft?’ Als ich zum ersten Mal davon hörte, dachte ich: ‚Wirklich?’ Als ich mir dann aber meine Auftritte im Fernsehen angesehen, habe ich verstanden, wie der Eindruck entstehen kann; ich komme ziemlich heftig rüber.“

Hören Sie sich die Folge hier an

In der Folge gab es auch einen „Fact or Fiction“-Teil, in dem man Ivey Geschichten erzählte, die sich um seine Person ranken. Ivey sollte die Geschichten bestätigen, abstreiten oder mit „kein Kommentar“ antworten.

Weitere Themen, die im Laufe der Episode zur Sprache kamen:

  • Iveys Gedanken über die World Series of Poker (WSOP)
  • Wie gut er sich seiner Meinung nach gegen Phil Hellmuth behaupten könnte
  • Blick zurück auf den Final Table des WSOP Main Events 2009
  • Sein Verhältnis zu Chip Reese
  • Ohrfeige gegen Daniel Negreanu
  • Iveys Skills in Sachen Bankroll-Management
  • Mike Sexton und Golf-Erlebnisse mit Michael Jordan
  • Was Ivey von Kryptowährungen hält
Phil Ivey

Negreanu erkundigte sich bei Ivey, ob dieser heutzutage in der High-Roller-Szene bestehen könnte.

„Das weiß ich nicht. Ich habe mich in High-Rollers bis jetzt immer gut angestellt. So weit, so gut also“, antwortete Ivey. Negreanu fragte nach, ob Ivey aktiv an seinem Spiel arbeiten würde. „Nein, ich spiele einfach, aber ich werde damit anfangen und Zeit und Energie darauf verwenden.“

Schwartz mischte sich ein und hakte nach, ob Ivey sich mit Solver-Programmen auseinandergesetzt hätte. „Nein, habe ich nicht, aber anscheinend sollte ich das“, enthüllte Ivey.

Zu guter Letzt fragte Negreanu, ob Ivey plant, bei den kommenden WSOP-Bracelet-Events dabei zu sein.

„100-prozentig, wenn ich vor Ort bin“, stellte Ivey klar, zur großen Freude vieler Poker-Fans. Die Antwort brachte Negrenau zu seiner nächsten Frage: Glaubt Ivey, dass er Hellmuths Gold-Bracelet-Rekord in den nächsten 10 - 15 Jahren einholen könnte?

„Ja, ich denke, dass ich ihm bestimmt Konkurrenz machen könnte, wenn ich alle Events spiele. Es wäre schön, an ihm vorbeizuziehen. Nehme ich mir das aber als festes Ziel vor? Nein, sicher nicht.“

Hören Sie sich das Gespräch hier in voller Länge an:

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