Fedor Holz fordert Wiktor Malinowski zur Heads-Up Battle

Holz ist bereit, sich mit Malinowski zu messen.

Für jemanden, der vor kurzem selbstbewusst genug war, um so gut wie jeden Spieler weltweit auf beliebigen Stakes herauszufordern, scheint Wiktor „limitless“ Malinowski überraschend viele Interessierte zu finden.

Derzeit hat Malinowski alle Hände voll zu tun mit einem langwierigen Heads-Up-Match gegen Stefan „Stefan11222“ Burakov auf PokerStars. Trotzdem wirft jetzt auch Turnier-Legende Fedor Holz seinen Hut in den Ring.

„Hey, Wiktor, was geht?“, sagte Holz in einem Video auf Twitter. „Ich sehe, dass du von Stefan in deiner Heads-Up-Challenge zerstört wirst. Wie geht’s dir damit? Mein Beileid.“

„Bevor er dir all dein Geld weggenommen hat, will ich auf das Angebot zurückkommen, das du in Joe [Ingrams] Podcast gemacht hast. Betrunken gegen mich spielen zu wollen, wann immer ich will, auf welchen Stakes auch immer. Also, ja, lass es uns tun, ich fordere dich heraus.“

Die Herausforderung

Letzten August wurden die Vorbereitungen für den Run It Once Legends Showdown getroffen. Acht der weltweit besten Heads-Up No-Limit-Spieler sollten in einem wochenlangen Wettstreit gegeneinander antreten.

Eigentlich war Malinowski als Teilnehmer vorgesehen, aber schließlich entschied er sich dagegen. Hauptsächlich weil die €50/€100-Action – wie er selbst sagte – zu klein für ihn wäre.

Da Malinowski in den Monaten darauf Cashgames mit Blinds von $500/$1.000/$2.000 samt $200-Ante bei GGPoker spielen sollte, scheint das – im Rückblick – keine faule Ausrede gewesen zu sein.

Auf jeden Fall war Malinowski von den Teilnehmern des Events – das Kevin Rabichow für sich entscheiden konnte – nicht sonderlich beeindruckt. In Ingrams Podcast bot er dem Sieger des Events ein Challenge-Match auf höheren Stakes an. Auch Holz nahm er sich vor.

Wiktor Malinowski
Malinowski will eine ganze Flasche Wein trinken

„Ich kann anbieten, betrunken zu spielen“, sagte er. „Ich kann eine ganze Flasche Wein trinken und ich kann gegen Fedor Heads-Up spielen, auf allen Stakes, die er will.“

„Ich werde keinen Rückzieher machen. Wenn er akzeptiert, kein Problem.“

Nachdruck

Wenngleich Holz in erster Linie für seine unglaublichen Turnier-Erfolge bekannt ist, die ihm $32 Millionen an den Live-Tischen und Millionen-Preisgelder online eingebracht haben, sind ihm die Cashgame-High-Stakes nicht fremd. Im Laufe der Jahre ließ sich Holz bei PokerStars einige Male an den Cashgame-Tischen auf den High-Stakes blicken. In den High-Stakes-Threads bei TwoPlusTwo lassen sich diverse Hand-Historys nachverfolgen.

Auch wenn er nicht so viel Erfahrung wie andere Teilnehmer des Legends Showdowns vorweisen konnte, war es keine große Überraschung, dass er einigen Erfolg hatte. Tatsächlich beförderte er sich mit einem vernichtenden Sieg über Grinder Pauli Ayras auf den ersten Platz der Setzliste der Knockout-Runde. Zwar konnte Ayras ihn dort schließlich doch noch aus dem Event werfen, aber Holz’ Leistung war dennoch beeindruckend.

Im Anschluss daran errang der GGPoker Team Pro ein Bracelet im GGPoker $25K Heads-Up No-Limit Hold’em-Event. Gegen Größen wie Justin Bonomo und George Wolff, die er auf dem Weg zum Sieg aus dem Weg räumen musste.

Kurz nach diesem Sieg verlieh Malinowski seinem Angebot Nachdruck. Er war sogar bereit, mit einem Handicap zu spielen, das nicht gerade unbedeutend war.

Schwer beschäftigt

Malinowski sollte nicht – wie von ihm angedacht – gegen den Sieger des Legends Showdowns antreten. Allerdings nahm er sich einen anderen High-Stakes-Veteran zur Brust: Den eingangs erwähnten Burakov.

Man einigte sich darauf, 30.000 Hände $50/$100 Heads-Up No-Limit Hold’em zu spielen. Die weiteren Details sind auf Grund von Schwierigkeiten bei der Übersetzung unklar – hier ist der Thread des russischen Spielers im Gipsyteam-Forum. Wie es scheint, ist jedoch eine Verlustgrenze von $1 Million vorgesehen. Außerdem erklärt sich der Verlierer bereit, die Verluste in Form einer Bitcoin-Zahlung an den Gewinner zu verdoppeln.

Bislang läuft es für Malinowski noch nicht rund. Burakov zeigte einen Graphen des Heads-Up-Matches bis zum 23. Februar. Demnach musste „limitless“ in den ersten 13.471 Händen ordentlich einstecken. Burakov hat schon fast $384.000 eingespielt – damit schlägt er seinen Gegner mit einer Winrate von 28,5 bb/100.

Burakov's graph
Graph von Stefan Burakov im Gipsyteam-Forum

Die Winrate ist mehr als doppelt so hoch wie die von Doug Polk im Match gegen Daniel Negreanu.

Malinowski scheint sich von diesen Zahlen nicht beirren zu lassen. Stattdessen hat er gefordert, mit den Stakes nach oben zu gehen und die Challenge auf 50.000 Hände auszuweiten.

Malinowski antwortet

Vielleicht wittert Holz nun seine Chance; Malinowski ist durch Burakov womöglich ein wenig ins Wanken geraten. Vielleicht hat Holz die Zeit bloß genutzt und an seinem Heads-Up-Spiel gefeilt, bevor er sich gegen einen derart starken Kontrahenten zur Wehr setzt.

In jedem Fall scheint Malinowski nicht beunruhigt zu sein. Am Freitag reagierte er und sagte, dass er bereit wäre – und zwar nicht nur gegen Holz.

„Hey, Fedor!“, begann er in seiner eigenen Video-Antwort, die er anscheinend mit zwei GGPoker-Tischen im Hintergrund aufnahm. „Ich sitze hier und warte jeden Tag auf dich. Du weißt, wo du mich findest. Nimm zwei deiner besten Schüler, ich kann gegen drei von euch spielen, gleichzeitig, jeder mit zwei Tischen. So viele Hände wie du willst.“

„Du redest nur. Überlege dir gut, was du dir wünschst. Ich bin hier, ich warte. Wann du willst, setz dich einfach dazu. Schreib mich an und wir können spielen.“

Die Fanbase auf Twitter erliegt fast schon dem Hype im Vorfeld. PokerNews wird die Situation im Auge behalten, um zu erfahren, ob die Challenge zustande kommt. Holz’ Sponsor – GGPoker – scheint das perfekte Schlachtfeld für die beiden zu sein. Eines ist sicher: Die Railbirds werden in Scharen eintreffen, um sich von der Action gewissermaßen berauschen zu lassen.

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