Poker Highlights 2020: März

phil ivey

Das Poker Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. PokerNews wirft einen Blick zurück und präsentiert in den folgenden Highlights jene Ereignisse, die das Poker Jahr geprägt haben. In diesem Artikel gibt es die interessantesten News aus dem Monat März.

Die Concord Card Casinos gehen in Konkurs

Anfnag März wurden die Concord Card Casinos neuerlich geschlossen, jetzt ist es fix. Der private Poker-Anbieter aus Österreich geht in Konkurs.

Wie die Gruppe gestern in einer OTS-Meldung mitteilte, gibt Peter Zanoni den Kampf endgültig verloren. Die Mitarbeiter der Concord Card Casinos wurden gestern schriftlich darüber informiert, dass die CCC´s endgültig geschlossen werden. Damit geht eine Ära zu Ende.

Phil Ivey wird Zweiter beim Super High Roller Sochi

Phil Ivey ist in der letzten Zeit aus falschen Gründen in die Schlagzeilen geraten, aber jetzt ist wieder sein Poker-Talent Grund genug, über ihn zu berichten.

Erst gestern war Ivey im partypoker LIVE MILLIONS Super High Roller Series Sochi $25.000 No-Limit Hold’em-Event auf dem siebten Platz für $72.500 ausgeschieden. Heute beendete er das $50.000 Short Deck-Event auf dem zweiten Rang für $525.000. Wie es scheint, ist der alte Ivey zurück.

Resultate des Events #5: $50.000 Short Deck

PlacePlayerCountryPrize
1Wai Kin YongMalaysia$800,000
2Phil IveyUnited States$525,000
3Sam GreenwoodCanada$350,000
4Cary KatzUnited States$250,000
5Aaron Van BlarcumUnited States$200,000
6Mikhail RudoyRussia$150,000
7Seth DaviesUnited States$125,000
8Paul PhuaMalaysia$100,000

Online Poker in Deutschland wird legal

Was lange währt, wird endlich gut. Das wird sich so mancher Pokerfan in Deutschland gedacht haben, als im März nach jahrelangen und endlosen Diskussionen der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag beschlossen wurde.

Seit mehr als zehn Jahren in wird in Deutschland darüber gestritten, ob und in welcher Form man Online Poker, Sportwetten und Online Casinos regulieren soll, oder doch nicht. Schon im April 2011 hatte die EU-Kommission massive Bedenken über die damalige rechtliche Situation angemeldet. Nun ist alles anders.

Start am 1. Juli 2021

Im März haben sich die deutschen Ministerpräsidenten in ihrer Konferenz auf den neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrag geeinigt. Dieser muss noch von den Länderparlamenten bestätigt werden, dann tritt er mit 1. Juli 2021 in Kraft. Bis dahin bleiben die bereits beschlossenen Übergangsregelungen in Kraft. Dabei werden zukünftig Online Poker, Sportwetten und Online Casinos legalisiert, eine eigene Aufsichtsbehörde mit Sitz in Sachsen-Anhalt wird sich um die umfangreichen Spielerschutzbestimmungen kümmern.

Etwas seltsam mutet die Zweiteilung der Kompetenzen für die Vergabe der Lizenzen an. Während diese für Online Poker und Sportwetten bundesweit vergeben und gültig sein werden, geht bei den Online Casinos jedes Bundesland seinen Weg und vergibt seine eigenen Lizenzen. Diese lokalen Lizenzen werden daher auch nur im jeweiligen Bundesland ihre Gültigkeit haben.

Offenbar wurde der bereits bekannte Entwurf ohne große Änderungen akzeptiert. Dieser sah ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro je Spieler vor. Gewinne werden auf diese Grenze jedoch nicht angerechnet. Die neuen Anbieter werden verpflichtet ein Spielerkonto einzurichten, in dem alle wesentlichen Informationen gespeichert und abrufbar sind. Diese Konten sollen automatisiert mögliche suchtgefährdete Personen identifizieren und so die Möglichkeit zum Gegensteuern bieten. Die neue Aufsichtsbehörde führt eine Sperrdatei, diese wird auf Basis der spielerbezogenen Daten je Anbieter befüllt.

Sportwetten im Internet werden mit dem neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrag massiv ausgeweitet. Zugelassen sind auch Ereigniswetten und Live-Wetten, jedoch mit Einschränkungen. Die Werbung für diese Angebote wird jedoch deutlich beschränkt und ist nur noch zu festgelegten Zeiten vor sechs Uhr in der Früh und nach 23 Uhr am Abend möglich.

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