Chris Moneymaker's WSOP Erinnerungen

Chris Moneymaker's WSOP Memories with DRIVEHUD.com

Die World Series of Poker Online ist in vollem Gange. Mehr als ein Dutzend Gewinner stehen bereits fest. Die Online-WSOP ist nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Dekaden umspannenden Poker-Festivals, das 1970 zum ersten Mal stattfand.

Die WSOP-Geschichte, an die wir uns alle am besten erinnern, hat sich 2003 zugetragen. Damals konnte ein gewisser Chris Moneymaker das Main Event für sich entschieden. $2.500.000 gab es für den Sieg. Obendrein löste er den „Poker-Boom“ aus, der die Industrie ein für allemal verändern sollte.

Bei der WSOP Online in diesem Jahr werden sich auch die Leben anderer Spieler verändern. Moneymaker sagt, dass er nie gedacht hätte, dass sein Sieg die WSOP und die Poker-Community derart langanhaltend beeinflussen würde.

„Ich hab nicht damit gerechnet – im Leben nicht! Ich hab ehrlich gesagt geglaubt, dass ich wieder arbeiten gehen könnte und ab und zu Poker spielen würde, aber dass das nur ein kleiner Teil meines Lebens wäre. Da hab ich mich geirrt.“

Moneymaker sagt, dass er sein Bracelet zwei Jahre lang verloren hatte – in einer Kiste auf seinem Dachboden fand er es schließlich wieder. Das hat ihn so erschreckt, dass er das Bracelet jetzt in einem Bankschließfach verwahrt.

„Dort ist es sicher. Nur ich, meine Frau und mein Anwalt haben Zugriff darauf!“

Binions Casino

Die WSOP 2003 fand im Binions statt. Wenn sich Moneymaker an die WSOP erinnert, kommen ihm zuallererst Bilder an den historischen Veranstaltungsort in den Kopf.

„Ich erinnere mich an das alte Casino mit den niedrigen Decken“, erzählte Moneymaker PokerNews. „Ich weiß noch, wie überall, wo Platz war, Poker-Tische gestanden haben. Ich kann mich auch daran erinnern, dass es alt und nostalgisch gerochen hat.“

Wir haben Moneymaker gefragt, woran er sich in Bezug an die WSOP am liebsten zurückerinnert – abgesehen von seinem Sieg im Main Event.

„Mit meinem besten Freund mitzufiebern – so wie er es 2003 getan hat. Er hat es beim Main Event fünf Jahre in Folge ins Geld geschafft, bei einem Run landete er glaube ich sogar auf dem 31. Platz. Ihm die Daumen zu drücken hat fast so viel Spaß gemacht wie selbst zu gewinnen.“

„Ich erinnere mich auch an die coolen Partys und Events während der WSOP.“

In der jüngeren Vergangenheit hat die WSOP viele Veränderungen durchgemacht. Unter anderem ist man ins Rio umgezogen – ein Schritt, der dem Main Event nach Meinung des PokerStars-Repräsentanten dabei geholfen hat, „unvorstellbare“ Teilnehmerzahlen auf sich zu vereinen.

„Das Jahr, in dem ich gewonnen habe, kam auf 839 Spieler im Main Event“, sagte Moneymaker. „Jetzt sind es jedes Jahr fast 7.000. Es ist wirklich schwierig, etwas zu finden, das noch wie 2003 ist. Das ganze Event hat sich im Laufe der Jahre verändert.“

Chris Moneymaker

„Die Struktur hat sich stark verändert. 2003 haben wir für gewöhnlich bis 1:00 Uhr oder 2:00 Uhr nachts gespielt und mittags wieder angefangen. Jetzt sind die Spieltage deutlich kürzer, gespielt wird von Mittag bis 22:00 oder 23:00 Uhr. Damals glich es mehr einem Ausdauertest, wer am längsten durchhalten konnte!“

Die WSOP ist im Poker-Kalender vieler Spieler nach wie vor ein Highlight – und ein Traum, den sich viele Pokerspieler erfüllen wollen.

„Ich würde sagen, dass die Begeisterung der Spieler und Fans im Laufe der Jahre gleich geblieben ist. Die World Series ist immer noch das ultimative Poker-Turnier des Jahres, welches das Leben vieler Hobby-Spieler auf den Kopf stellen kann.“

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