Phil Ivey wird Zweiter beim Super High Roller Sochi

Phil Ivey

Phil Ivey ist in der letzten Zeit aus falschen Gründen in die Schlagzeilen geraten, aber jetzt ist wieder sein Poker-Talent Grund genug, über ihn zu berichten.

Erst gestern war Ivey im partypoker LIVE MILLIONS Super High Roller Series Sochi $25.000 No-Limit Hold’em-Event auf dem siebten Platz für $72.500 ausgeschieden. Heute beendete er das $50.000 Short Deck-Event auf dem zweiten Rang für $525.000. Wie es scheint, ist der alte Ivey zurück.

Resultate des Events #5: $50.000 Short Deck

PlacePlayerCountryPrize
1Wai Kin YongMalaysia$800,000
2Phil IveyUnited States$525,000
3Sam GreenwoodCanada$350,000
4Cary KatzUnited States$250,000
5Aaron Van BlarcumUnited States$200,000
6Mikhail RudoyRussia$150,000
7Seth DaviesUnited States$125,000
8Paul PhuaMalaysia$100,000

Genau 50 Teilnehmer waren bei diesem Event zusammengekommen. Der 50. und letzte Teilnehmer war Wai Kin Yong. Am Ende des zweiten und letzten Spieltages war Yong der letzte Spieler, der noch übrig war. Wie kam es dazu?

Yong legte einen Schnellstart hin und hatte den Chiplead inne, als nur noch an zwei Tischen gespielt wurde. Jason Koon und Michael Soyza waren nur zwei Kontrahenten, die Yong auf dem Gewissen hatte. Das Turnier näherte sich langsam der Bubble.

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Die Bubble platzt; Yong sichert sich den Chiplead

Bei diesem Event war es an Ivan Leow, die Bubble zum Platzen zu bringen, nachdem er mit Yong aneinandergeraten war. Leow setzte seine letzten 710.000 Chips mit Ass-König aufs Spiel – zuvor war Yong All-In gegangen, um Leow unter Druck zu setzen; Yong hatte mit Pocket-Neunern die Oberhand. Yong erwischte am Flop ein Set, das sich am River zu einem Full House verbessern sollte und verschaffte den übrigen acht Spielern ein Preisgeld.

Paul Phua war der erste Spieler, der sich ein Preisgeld abholen konnte, nachdem er mit Ass-Zehn an Mikhail Rudoys König-Bube gescheitert war; am River war ein Bube aufgetaucht.

Großes Double-Up für Ivey

Ivey doppelte gegen Sam Greenwood auf, der zu diesem Zeitpunkt Chipleader war. Greenwoods Stacks war im Laufe des 1. Spieltages zusammengeschrumpft, aber er konnte sich die Führung erfolgreich zurück erkämpfen. Mit König-Bube war er aber meilenweit hinten gegen Iveys Ass-Bube, als es zu einer All-In-Konfrontation kam.

Leicht war es für Ivey trotzdem nicht, weil Greenwood eine Broadway-Straight gefloppt hatte. Ivey konnte aber sowohl am Turn als auch am River eine Zehn aufgabeln, um sich ein Full House zu basteln.

Seth Davies musste sich nicht lange mit einem Ivey, der viele Chips hatte, herumärgern. Er schied gegen Rudoy auf dem siebten Platz aus.

Rudoy selbst war als nächstes an der Reihe. Ivey beförderte ihn aus dem Final Table-Ring.

In später Position entschied sich Ivey für einen Limp mit Ass-König. Yong machte im Cutoff den Call mit Neun-Sechs; Rudoy ging am Button mit einem Paar Buben für 3.400.000 Chips All-In. Ivey machte den Call, Yong zog sich schnell zurück – und der Croupier deckte die Community-Karten auf. Die erste dieser Karten hielt einen Pik-König parat, was Ivey die Führung in der Hand und am Tisch einbringen sollte.

Für Aaron Van Blarcum – den Mann der Stunde – war das Turnier als nächstes vorbei. Yong doppelte gegen Van Blarcum auf; daraufhin war Van Blarcum gezwungen, ein paar Hände lang blind All-In zu gehen. Die erste Hand ging noch mit einem Chop-Pot zu Ende, die zweite ging mit König-Neun gegen Greenwoods Ass-Dame verloren.

Platz vier war für Cary Katz reserviert, dessen Neun-Acht keine Chance gegen die Damen von Greenwood hatte. Das Glück war Greenwood aber nicht lange hold, wie sich zeigen sollte.

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Sam Greenwood

Ivey schickt Greenwood nach Hause

Erneut entschied sich Ivey für den Limp, diesmal mit roten Assen. Greenwood checkte mit König-Acht in Kreuz hinterher. Der Flop wurde aufgedeckt: Ass hoch mit zwei Kreuz-Karten. Ivey setzte 200.000, Greenwood machte den Call. Am Turn tauchte ein weiteres Ass auf: Quads für Ivey! Wenig überraschend checkte er zu seinem Gegner, der es ihm gleichtun sollte.

Den River, der Greenwoods Flush mit dem Kreuz-Buben komplettierte, spielte Ivey für 400.000 an. Greenwood wagte ein Raise auf 1.950.000, was Ivey mit einem Shove quittierte. Greenwood machte den Call, entfernte sein Mikrofon, verabschiedete sich von seinen Gegnern und zog von dannen – während Ivey damit beschäftigt war, 11.640.000 Chips zu stapeln.

Yong hatte viel Arbeit vor sich, da Ivey im Chips-Verhältnis 4:1 vorne war. Er konnte sich Ivey aber schnell annähern, nachdem er in einer Hand am River einen Gutshot getroffen hatte – Ivey sah sich mit Two Pair gezwungen, ihm das Double-Up zu gewähren.

Ivey war unaufhörlich aggressiv, aber er konnte Yong nicht abschütteln. Yong und Ivey wissen, dass sich Poker-Turniere in einer einzigen Hand entscheiden können. Das ist auch hier passiert.

Yong stellte seinen 4.800.000-Stack mit Bube-Zehn in die Mitte. Ivey hatte den einfachsten Call aller Zeiten mit Pocket-Assen. Am Flop warteten jedoch zwei Zehnen darauf, Ivey die Tour zu vermasseln – und die beiden Asse im Deck sollten nicht auftauchen.

Wai Kin Yong

Die letzte Hand sollte bald darauf folgen.

Yong bezahlte zuerst das 300.000 Button-Ante mit Bube-Zehn in Kreuz, und ließ sich von Iveys Raise mit Dame-Bube auf 900.000 nicht beeindrucken. Am Dame-Neun-Bube-Flop stellte Yong Ivey All-In, der abermals einen einfachen Call hatte.

Am Turn bescherte ein König Yong die Straight und einen gewaltigen Vorteil. Ivey musste einen Buben oder eine Dame auftreiben – oder das Turnier war vorbei. Die Herz-Sechs war weder das eine noch das andere. Ivey war der zweite Platz sicher und Yong konnte sich über die Siegprämie von $800.000 freuen.

Ivey hat sich direkt wieder in die Action gestürzt, jetzt ist das $100.000 No-Limit Hold’em-Event an der Reihe. Kann er sich diesmal den Sieg holen? Hier bei PokerNews finden Sie es – zu gegebener Zeit – heraus.

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