Global Poker Index: Kahle Burns führt beim POY Rennen

Kahle Burns

Jede Woche veröffentlicht der Global Poker Index eine Liste der weltweit besten Turnier-Pokerspieler. In die verwandte Formel fließen die Resultate der letzten sechs Halbjahre ein. Die komplette Rangliste können Sie auf der offiziellen GPI-Website einsehen. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf den diesjährigen Kampf um den Titel Spieler des Jahres und das Gesamt-GPI-Ranking (Stand: 4. Dezember).

2019 GPI Player of the Year

RankPlayer2019 GPI POY Score
1Kahle Burns3599.67
2Sean Winter3581.45
3Bryn Kenney3570.84
4Stephen Chidwick3499.40
5Manig Loeser3434.91
6Rainer Kempe3425.66
7Anthony Zinno3319.56
8Sam Greenwood3294.67
9Shannon Shorr3269.37
10Joseph Cheong3253.96

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu – und dem Global Poker Index zufolge war das Rennen um den Titel Player of the Year „noch nie so knapp“.

Sean Winter war in der GPI POY-Rangliste 2019 eine Zeit lang hauchdünn vorne. 14 Wochen am Stück hielt er an der Spitze durch, bevor er wieder auf Platz zwei verbannt wurde. Kahle Burns verdrängte Winter vom Thron und hat die Führung jetzt seit drei Wochen inne.

Zwar konnte Winter während der partypoker MILLIONS World Bahamas zwei Final Tables erreichen und POY-Punkte auf die Habenseite schaffen – aber Burns tat es ihm gleich. Damit setzt der aktuell Führende eine Siegesserie fort, die letzten Oktober mit zwei Bracelet-Erfolgen während der World Series of Poker Europe im tschechischen Rozvadov ihren Anfang nahm. Das erste Bracelet holte er sich im Event #8: €25.500 Platinum High Roller No-Limit Hold’em, das andere im Event #13: €2.500 Short Deck No-Limit Hold’em.

Burns führt denkbar knapp mit 17 POY-Punkten vor Winter – und dem Drittplatzierten, Bryn Kenney, fehlen nur 10 Punkte auf Winter. Kenney war vor kurzem noch auf Platz neun – doch sein Sieg im $25.500 World Poker Tour Seminole Rock & Roll Poker Open High Roller brachten ihm einen Sprung aufs vorläufige POY-Podium und $354.565 ein. Seine Gesamt-Turniergewinne belaufen sich auf mehr als $54,3 Millionen.

Noch in Schlagdistanz lauern Stephen Chidwick (Platz 4), Manig Löser (Platz 5) und Rainer Kempe (Platz 6) auf ihre Chancen. Jeder von ihnen könnte mit nur einem Preisgeld einen Satz nach vorne machen.

Beachten Sie, dass sich das POY-Ranking der GPI aus den 13 besten (gemessen an den Punkten) Preisgeldern eines Jahres zusammensetzt. Um ein Beispiel anzuführen: Kempes dreizehntbester Turnier-Erfolg war 2019 ein achter Platz in einem $50.000-Event im Baha Mar, der ihn um 177,03 POY-Punkte reicher gemacht hat.

Falls es Kempe also gelingt, ein Preisgeld zu erzielen, das ihm mehr Punkte einbringt, könnte er sich vor Burns auf den ersten Platz spielen. Vermutlich ist dafür ein weiterer Final Table in einem wichtigen Turnier erforderlich. Dasselbe gilt für alle anderen auf den vorderen Plätzen. Am Ende wird ein kräftezehrendes Hin und Her über den POY-Titel entscheiden.

Wie es der Zufall so will, bestehen die Top neun im POY-Ranking aus den gleichen Spielern wie vor einem Monat. Bewegung hat es trotzdem gegeben – Burns ist zum Beispiel von der Sieben auf die Eins geklettert.

Anthony Zinno (Platz 7), Sam Greenwood (Platz 8) und Shannon Shorr (Platz 9) haben sich die letzten vier Wochen stabil in der unteren Hälfte der Top 10 gehalten. Joseph Cheong (Platz 10) beendete ein partypoker MILLIONS World Bahamas Side-Event als Runner-Up und konnte so genug Punkte sammeln, um Platz zehn für sich zu beanspruchen.

Die GPI Top 10 insgesamt

Overall GPI Top 10

RankPlayerOverall GPI Score
1Stephen Chidwick3687.58
2Alex Foxen3595.96
3Anthony Zinno3387.21
4Sean Winter3379.65
5Manig Loeser3369.95
6Joseph Cheong3339.81
7Rainer Kempe3304.52
8Jeremy Ausmus3277.13
9Danny Tang3211.35
10Kristen Bicknell3185.05

Werfen wir einen Blick auf das Gesamt-Ranking der GPI: Stephen Chidwick behauptet sich seit 17 aufeinanderfolgenden Wochen auf der Eins. Alex Foxen ist genauso lange auf Platz zwei, während Anthony Zinno erst seit vier Wochen auf dem 3. Platz verharrt.

Die restliche Top 10 sieht größtenteils genauso aus wie vor einem Monat – nur hier und da haben Spieler die Plätze getauscht. Sean Winter ist die einzige Ausnahme. Nachdem er vor ein paar Wochen aus den Top 10 gefallen war, ist ihm fürs erste wieder der 4. Platz sicher.

Kristen Bicknell ist ein weiterer Name, zu dem wir ein paar Worte verlieren wollen. Durch ihren Sieg im 2019 Poker Masters $25.000 No-Limit Hold’em-Event hatte sie sich im Gesamt-Ranking der GPI Top 10 vorerst auf den 8. Rang katapultiert. In den letzten Wochen musste sie allerdings ein paar Platzierungen aufgeben. Jetzt ist sie nur noch knapp die Zehn der Welt.

Um sich selbst einen Überblick über die GPI-Rankings zu verschaffen, besuchen Sie die offizielle GPI-Website. Folgen Sie dem GPI bei Interesse auch auf Twitter und über die Facebook-Seite.

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