Partouche Poker Tour kehrt im Jahr 2020 nach Frankreich zurück

The Partouche Poker Tour is returning for a 2020 edition.

Die französische Partouche Poker Tour (PPT) startet ein Comeback. Nach einer achtjährigen Auszeit kehrt die Tour zurück. In den Jahren 2008 bis 2012 war sie äußerst erfolgreich – allerdings gab es auch ein, zwei Kontroversen.

Groupe Partouche lässt die Tour 2020 wiederaufleben. Satellites für das €7.000 Grand Final Anfang September werden fast ein Jahr lang ausgespielt.

Der Spielplan sieht eine volle Turnierwoche vor – vom 31. August bis zum 6. September 2020, im Palm Beach Casino im französischen Cannes. Hier fanden bereits die ersten fünf PPT statt. Der 8-handed Final Table ist für den 6. September im Rooftop Casino 3.14 in Cannes angesetzt. Große Teile des Festivals werden im Live-Stream übertragen, wie die Pressemitteilung ankündigt.

Es wird reichlich Gelegenheiten geben, sich für das Grand Final zu qualifizieren. Los geht es am 1. November 2019. Der Sieger kann sich in eine illustre Liste bisheriger PPT-Gewinner eintragen: Alain Roy, Jean-Paul Pasqualini, Vanessa Selbst, Sam Trickett und Ole Schemion.

Vorherige Gewinner der Partouche Poker Tour

YearBuy-inEntriesPrize Pool (EUR/USD)WinnerTop Prize (EUR/USD)
2008€8,500480€3,226,100/$4,722,182Alain Roy€1,000,000/$1,463,743
2009€8,500502€3,889,740/$5,561,538Jean-Paul Pasqualini€1,000,000/$1,429,796
2010€8,500764€5,683,460/$7,206,934Vanessa Selbst€1,300,000/$1,823,430
2011€8,500579€4,307,760/$5,878,649Sam Trickett€1,000,000/$1,364,666
2012€8,500573€5,000,000*/$6,286,699Ole Schemion€1,172,850/$1,474,670

Vorbelastete Vergangenheit

Aufmerksame Beobachter sind sicher überrascht, dass die Partouche Poker Tour auf der Bildfläche erscheint. Schließlich hatte die eigentlich erfolgreiche Tour, die tausende Spieler anziehen und ein paar der höchstdotierten Preisgelder ausschütten konnte, mit Kontroversen zu kämpfen.

2010 war die PPT am erfolgreichsten. 764 Spieler nahmen am Main Event teil, der Preispool belief sich auf €5.683.460. Vanessa Selbst konnte das Event für sich entscheiden – vorher machte jedoch ein Betrugsskandal von sich reden.

Betrugsskandal erschüttert PPT Final Table 2010

Wie wir wissen, stand im September 2010 der Final Table fest. Die neun Spieler sollten aber erst im November weiterspielen – ähnlich wie das WSOP Main Event, das mit den November Nine vormals auch Spielpausen eingelegt hat.

In dieser Zeitspanne fand man heraus, dass der frühere WPT Barcelona-Gewinner Ali Tekintamgac betrogen hat. Mit Hilfe „angeblicher Blogger/Pressevertreter“, die sich die Karten der Gegner angeschaut und Tekintamgac über Signale Informationen zugespielt haben. Anscheinend eine Masche des Spielers. Bei einem Event der EPT Tallinn war er im gleichen Jahr bereits aufgefordert worden, zu gehen. Der Grund: Betrugsverdacht.

Vanessa Selbst won the 2010 Partouche Poker Tour Grand Final.
PPT-Siegerin 2010: Vanessa Selbst

Tekintamgac wurde aus dem Turnier entfernt – und mit ihm seine Chips. Am Final Table kamen nur noch acht Spieler zusammen. Selbst ging mit einem hauchdünnen Chiplead an den Start und setzte sich gegen Größen wie Fabrice Soulier und Tobias Reinkemeier zur Wehr. Am Ende sicherte sie sich €1.300.000 – das höchste Preisgeld in der Geschichte der PPT.

Zu wenig Teilnehmer: Das €5 Millionen Guarantee-Debakel

Die nächste Kontroverse schien der PPT das Ende zu bereiten. Nach einem Teilnehmerschwund 2011 – 579 Spieler brachten einen Preispool von €4.307.760 zustande – stellten die Veranstalter der PPT ein Guarantee in Aussicht. Für das Event 2012 versprach man den Spielern €5 Millionen.

Marketing-Materialien wiesen Monate vor dem Event eindeutig auf das Guarantee hin. Am Ende lief die Werbetrommel nie richtig an (oder erreichte die Spieler nicht). Die Zielmarke von €5 Millionen wurde um €736.880 verfehlt. Nach dem Ende der Anmeldephase versuchten die Verantwortlichen das Guarantee-Versprechen zu brechen. Patrick Partouche, das Gesicht der Tour und CEO der Groupe Partouche, verstieg sich sogar zu der Aussage, es hätte nie ein Guarantee gegeben. Gleichzeitig kündigte er an, dass es keine PPT mehr geben wird.

Nach reichlich Furor und einem TwoPlusTwo-Thread, in dem Beweise gesammelt wurden, dass die PPT diverse Male ein Guarantee versprochen hatte, gab Partouche endlich klein bei. Zwei Tage später erklärte die Groupe Partouche, für das fehlende Geld im Preispool aufzukommen.

Inmitten des Dramas spielten sich namhafte Figuren an den Final Table. Ole Schemion holte sich die Gold-Medaille, Dan O’Brien verpasste das Podium knapp auf dem vierten Rang, und Dan Smith beendete das Turnier auf Platz sieben. In der aktuellen PPT-Pressemitteilung wird kein Guarantee erwähnt.

Qualifier-Spielplan für die Partouche Poker Tour 2020

Ab dem 1. November 2019 sind an den Wochenenden in Casinos in ganz Frankreich Live-Satellites angesetzt. Die Buy-ins starten bei €125. Die €125 Super Satellites werden jeweils am Freitag gespielt. Ihr Ziel sind die €1.000 Super Satellites; zudem winken den Spielern €200.

Bei den €1.000 Super Satellites handelt es sich um zweitägige Events am Samstag und Sonntag. €8.000 im Preispool ergeben jeweils ein Entry für das €7.000 PPT Grand Final und €1.000 Cash. Natürlich können sich die Spieler nächstes Jahr auch direkt ins Turnier einkaufen – für €7.000. Die Satellite-Planung sieht bislang wie folgt aus:

Mehr Satellites werden noch bekanntgegen, darunter eines in Frankreioch und zwei internationale.
Vanessa Selbst Foto c/o Partouche Poker Tour.

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Valerie Cross
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