Ivey versus Borgata geht weiter

Phil Ivey's attorneys assert that the garnishment of his winnings was unlawful.

Im endlosen Hin und Her zwischen dem Borgata und Phil Ivey versucht der Casino-Betreiber immer noch die $10 Millionen einzutreiben, die ihm nach einem Gerichtsurteil in New Jersey rechtlich gesehen zustehen.

Allerdings haben die letzten Geschehnisse die Versuche des Borgatas einmal mehr verlangsamt.

Erstens behaupten Iveys Anwälte, das Borgata habe Iveys World Series of Poker-Gewinne rechtswidrig gepfändet.

Zweitens geht der Rechtsstreit vor einem Berufungsgericht in New Jersey weiter. Gegenstand der Untersuchung ist derzeit die Tatsache, dass die Glücksspiel-Behörden des Staates nichts zu dem Fall beigetragen hätten – sei es, um Borgatas Vorwürfen beizupflichten oder Iveys Baccarat-Session, die schließlich zum Rechtsstreit geführt hat, als ordnungsgemäß einzustufen.

Kampf gegen das Sichern der PPC-Gewinne

Kurz nach der WSOP machte die Meldung die Runde, dass das Borgata die WSOP-Oberen informiert hätte, Ivey nichts von dem Geld, das er bei der $50.000 Poker Players Championship gewonnen hatte, auszuzahlen.

Ivey schied bei diesem Turnier auf dem siebten Platz für $124.410 aus. Anscheinend hat er von dem Geld nie etwas gesehen. Die WSOP hielt die Auszahlung des Geldes zurück und stellte einen Scheck aus, der sich im Besitz der Gerichtsvollzieher befindet, solange Ungewissheit herrscht.

„Die Kläger beantragen, dass der Vollstreckungsbefehl nunc pro tunc aufgehoben wird und die Gelder ausgehändigt werden.“

Iveys Seite kämpft jetzt dagegen; seine Anwälte greifen die Pfändung an und behaupten, dass das Geld gemäß Iveys Backing-Vereinbarung zu großen Teilen anderen Parteien zustehen würde – genauer gesagt Dan Cates und Illya Trincher.

FlushDraw ist über die Geschehnisse genau im Bilde und hat letzte Woche berichtet, dass Iveys Anwälte noch einen Schritt weiter gegangen sind.

Sie behaupten, dass Borgata-Anwalt Jeremy Klausner dem Vollstreckungsbefehl, der dazu geführt hat, dass Iveys Gelder eingefroren werden, nicht so entsprochen hätte, wie es das Protokoll vorschreibt. Er habe in diesem Bundesstaat keine Zulassung und habe sich nicht an einen örtlichen Anwalt gewandt, so wie es anscheinend erforderlich ist. Aus diesem Grund sei es nicht rechtmäßig gewesen, das Geld einzubehalten und der Vorgang müsse rückgängig gemacht werden.

„Dementsprechend beantragen die Kläger, dass der Vollstreckungsbefehl nunc pro tunc aufgehoben wird und die Gelder ausgehändigt werden“, ist im Gerichtsprotokoll nachzulesen.

Ab vors Berufungsgericht

Während man sich in Nevada in Kopf zerbricht, ging der Rechtsstreit vor dem Third Circuit Court of Appeals in New Jersey vergangene Woche in die nächste Runde.

Dort haben sich die Anwälte beider Parteien getroffen und vor dem Berufungsgericht ihre ersten Salven abgefeuert. Wie Flushdraw berichtet, befinden sich die Details zu den Vorgängen unter Verschluss. Bekannt ist nur, dass zwei New Jerseyer Glücksspiel-Behörden unter die Lupe genommen werden – beide Behörden hatten zu diesem wichtigen Fall nichts beitragen wollen.

„Nichts wurde vor Ihnen verborgen. Diese Karten waren nicht markiert – hier hatten sie gleichen Zugang.“

Anscheinend hat das Gerichts sowohl die Casino Control Commission als auch die Division of Gaming Enforcement um Kurzdarstellungen gebeten. Beide haben die Verantwortung von sich geschoben und den Gerichten die Entscheidung überlassen wollen.

Die DGE trifft häufig als Mediator und Schlichter in Erscheinung, wenn sich Glücksspieler mit Casinos im Streit befinden. Ein Beispiel dafür gab es 2017 und 2018 im Zusammenhang mit dem Bad Beat-Jackpot im Red Rock Casino. Das Casino versuchte die Jackpot-Gewinne zurückzuhalten und schob Formalitäten als Grund vor. Das Nevada Gaming Control Board entschied, das Casino müsse zahlen.

Ob die Entscheidung des DGE, nichts sagen zu wollen, am Ende für Ivey oder für das Borgata von Vorteil ist, bleibt abzusehen.

Sicher scheint laut Casino.org allerdings, dass die vorsitzende Richterin Marjorie Rendell unzufrieden mit der Situation war. Außerdem hat sie durchklingen lassen, Verständnis für Iveys Seite zu haben.

„Nichts wurde vor Ihnen verborgen“, ließ sie den Borgata-Anwalt wissen. „Diese Karten waren nicht markiert – hier hatten sie gleichen Zugang.“

Iveys Hoffnungen begannen zu schwinden, nachdem dem Borgata Anfang des Jahres erlaubt worden war, seine Vermögenswerte zu beschlagnahmen. Wenn sich die Verhandlungen vor dem Berufungsgericht weiter so entwickeln wie gehabt, sieht die Zukunft jedoch ein klein wenig rosiger für ihn aus.

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