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Rob Yong will Betrug bei Poker mit der FairPlay-Initiative unterbinden

Rob Yong

Rob Yong hat die Absicht, Mogeleien aus der Pokerwelt zu verbannen. Zusammen mit seinem Casino und partypoker hat er jetzt die FairPlay-Initiative ins Leben gerufen.

Der Besitzer des Dusk Till Dawn-Casinos in England und Schlüsselpartner von GVC Holdings (denen die partypoker-Marke gehört) hat gegenüber Poker Industry Pro ($) seine Vision offengelegt.

Yong wird wie folgt zitiert: „Ich habe FairPlay gegründet, um Online-Pokerseiten, Live-Poker-Touren und Casino-Kartenräume zur Zusammenarbeit anzuhalten, indem Informationen über Kunden, die beim Schummeln erwischt werden, geteilt werden. Zum Beispiel bei der Nutzung von Bots, Collision, Multi-Accounts oder Ghosting.“

Das Dusk Till Dawn (DTD) und partypoker sind – wenig überraschend – die ersten beiden FairPlay-Mitglieder. Yong ist eng mit partypoker verbunden, da er in der Vergangenheit mehrere Live-Events der Online-Pokerseite, die zur partypoker LIVE-Tour gehören, im DTD hat stattfinden lassen.

Veränderungen in der partypoker-Ökologie im Sinne des FairPlay-Gedanken

Vor allem Yong war einer der Fürsprecher der kürzlichen Veränderungen bei partypoker, die ein faires Spiel zum Ziel haben. Am 17. Juni ist das Update erfolgt; seitdem können bei partypoker keine Heads-Up-Displays (HUDs) mehr eingesetzt werden. Software von Drittanbietern ist größtenteils verboten worden, Hand-Historys lassen sich nicht mehr herunterladen, und alle Mitglieder mussten sich einen neuen Nickname aussuchen, um bereits existierende Datenbanken nutzlos zu machen.

Auf FairPlay hätten Mitglieder Zugriff auf eine Blacklist gesperrter Spieler, die alle 24 Stunden mit neuen Daten gefüttert wird, sollte ein Spieler von einem Live-Casino oder einer Online-Gaming-Plattform gesperrt werden.

Ähnliche Initiativen außerhalb des Poker-Kosmos

Zu ähnlichen Projekten ist es abseits der Pokerwelt längst gekommen. Mehrere Sportwetten-Anbieter haben den Betfair Betting Exchange gegründet – hier werden Daten über eingegangene Wetten miteinander geteilt. Sollte ein Wettverhalten merkwürdig erscheinen – zum Beispiel bei Wetten für viel Geld bei einem Event, das normalerweise niemanden interessiert, werden keine Wetten mehr angenommen, bis überprüft worden ist, ob möglicherweise getrickst wird.

Die wachsende E-Sports-Gemeinschaft blickt auf die Esports Integrity Coalition (ESIC), die sich das Ziel gesetzt hat, als „Wächter der sportlichen Integrität im E-Sports-Bereich angesehen zu werden und dafür Verantwortung zu tragen, Cheating zu behindern, ihm vorzubeugen, Vorfälle zu untersuchen und zu verfolgen – unter Cheating werden, wenn auch nicht ausschließlich, Versuche der Match-Manipulation und Doping gefasst.“

Auch wenn es unwahrscheinlich scheint, dass Yong von seinen Mitbewerbern und Konkurrenten Gegenwind erntet, muss ein rechtliches Minenfeld umschifft werden, bevor das Projekt auf legalen Füßen steht.

DSGVO als mögliche Stolperfalle

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist, könnte für FairPlay zum größten Hindernis werden. Die DSGVO hütet die Daten und den Datenschutz aller europäischen Bürger und Bürgerinnen.

Unter der DSGVO muss jeder Dienst, der persönliche Daten verarbeitet, aufzeigen, welche Daten gesammelt werden und wofür die Daten gebraucht werden. Erklärt werden muss auch, wie lange die Daten gespeichert werden und ob sie mit Drittanbietern geteilt werden. Sie werden mit Sicherheit die Pop-Ups kennen, die auf diversen Websites aufblitzen und Sie um Erlaubnis bitten, Cookies zu speichern.

EU-Bürger haben gemäß der DSGVO das Recht, alle Daten einzufordern, die ein Dienst über sie hat, und – unter bestimmten Bedingungen – das Recht, diese Daten löschen zu lassen. Dieser Teil der Verordnung ist dazu gedacht, die Privatsphäre der Bürger zu schützen. Man kann sich gut vorstellen, dass jemand, der auf einer Blacklist als Betrüger gebrandmarkt wird, diese Daten gerne löschen lassen würde; es ist davon auszugehen, dass dieser Bitte Folge geleistet werden müsste. Yong glaubt, dass jemand, der gegen die AGB einer Seite oder eines Live-Casinos verstößt, nicht von der DSGVO geschützt sein könnte.

DSGVO war das Aus für vorherige Unternehmungen

Die DSGVO ist eine Hürde, an der eine ähnliche Initiative bereits gescheitert ist. Alex Scott, Managing Director im MPN, hat Poker Industry Pro erklärt, dass das MPN vor vielen Jahren etwas Ähnliches versucht hat wie FairPlay. Auch wenn es nicht an Branchen-Zuspruch gefehlt hat, gab Scott zu, dass die Initative in Hinblick auf rechtliche Fragen „sehr schnell sehr komplex“ geworden sei. Seiner Meinung nach macht es einem die DSGVO unmöglich, nützliche Daten auszutauschen.

Die Strafen bei einem Verstoß gegen die DSGVO können heftig ausfallen – wir sprechen von Bußgeldern bis zu €10 Millionen oder bis zu zwei Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes eines Unternehmens; die höhere Zahl gewinnt. Werfen wir einen Blick auf die finanzielle Lage von GVC im vergangenen Jahr, könnte bei einem Verstoß eine Geldstrafe von £58 Millionen auf das Unternehmen zukommen.

Eines ist sicher: Yong will FairPlay zum Laufen bringen. Und der DTD-Besitzer gilt als äußerst beharrlicher Zeitgenosse, der nicht dafür bekannt ist, lockerzulassen.

partypoker
partypoker Review
Bewertung:
9.9
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