2019 Poker Hall of Fame Kandidaten bekanntgegeben

Antonio Esfandiari is the only new name on the 2019 ballot for the Poker Hall of Fame.

Es ist wieder an der Zeit, dass die Poker-Experten ihre Stimmen abgeben und entscheiden, wer in die Poker Hall of Fame aufgenommen wird.

Eine Pressemitteilung der World Series of Poker hat bereits enthüllt, wer auf der Liste der 2019 Nominierten steht. Neun der zehn Nominierten standen bereits in der Vergangenheit auf der Liste, Antonio Esfandiari ist der einzige neue Kandidat. Esfandiari ist im Dezember 40 geworden und damit alt genug, um nominiert zu werden.

Im letzten Jahr sind John Hennigan und Mori Eskandani aufgenommen worden.

Die 30 lebenden PHoF-Mitglieder und 21 ausgewählte Branchenexperten haben bei der Wahl das letzte Wort; die Wahlzettel müssen bis zum 8. Juli abgegeben werden. Der gewählte Kandidat oder die gewählten Kandidaten – bis zu zwei haben jedes Jahr die Chance – werden eine Woche später während des WSOP Main Event-Final Tables bekanntgegeben.

Die 10 Finalisten

Werfen wir einen Blick auf die 10 Spieler, die 2019 zur Wahl stehen:

  • Chris Bjorin
  • David Chiu
  • Eli Elezra
  • Antonio Esfandiari
  • Chris Ferguson
  • Ted Forrest
  • Mike Matusow
  • Chris Moneymaker
  • David Oppenheim
  • Huck Seed

Und zur Erinnerung die Kriterien, die ein Kandidat erfüllen muss:

  • Muss gegen anerkannte Profis gespielt haben
  • Muss mindestens 40 Jahre alt sein
  • Muss High-Stakes gespielt haben
  • Muss konstant gut gespielt und sich den Respekt der anderen verdient haben
  • Muss die Zeiten überdauert haben
  • Nichtspieler müssen dauerhaft positiv und nachhaltig zum Wachstum und Erfolg des Pokerspiels beigetragen haben

Die Liste der Kriterien und die Frage, wie sie angewendet werden, ist in der Vergangenheit wiederholt diskutiert worden – gerade in Hinblick auf Kandidaturen von Spielern wie Chris Moneymaker, die als Poker-Repräsentanten eine entscheidende Rolle gespielt haben, aber als Spieler eigentlich zu wenig erreicht haben, um mit anderen auf dem Wahlzettel mitzuhalten.

Ohne Zweifel ist Chris Ferguson ein Name, der die heftigsten Reaktionen hervorrufen wird; nachdem er mehrere Jahre verschwunden war, steht er jetzt erneut zur Wahl. Ferguson hatte bei der WSOP 2016 erstmals wieder von sich reden gemacht. Von den Spielern war er nicht besonders warmherzig empfangen worden, da diese ihm sein Verhalten während des Full Tilt Poker-Desasters nach wie vor übelnehmen. Mit sechs Bracelets und einem WSOP Main Event-Titel hat Ferguson jedoch gute Argumente vorzuweisen, die für eine Kandidatur und Aufnahme in die PHoF sprechen.

Nachdem er 2017 WSOP Player of the Year geworden war, hat sich eine Kandidatur erneut aufgedrängt. Trotz seiner Erfolge haben ihm große Teile der Community sein andauerndes Schweigen während der FTP-Krise allerdings nie verziehen. Sie lehnen es ab, ihm eine zweite Chance zu geben.

Chris Ferguson
Viele Spieler werden über Fergusons Kandidatur wenig erfreut sein

Während Spieler wie Chris Bjorin und Mike Matusow seit mehreren Jahren auf der Nominierten-Liste stehen, ist es für Esfandiari das erste Mal. Der „Magician“ hat in der Pokerwelt zu neuem Glanz gefunden, was er seinen spielerischen Fähigkeiten ebenso verdankt wie seinem charismatischen Auftreten, das für das Fernsehen wie geschaffen ist.

An den Turniertischen hat Esfandiari bis heute mehr als $27 Millionen angehäuft. Der größte Teil davon stammt von seinem Sieg im $1 Million Big One for One Drop; 2012 gewann er das Turnier für $18.346.673. Darüber hinaus hat er regelmäßig an TV-Cashgames auf Nosebleed-Stakes teilgenommen.

Zwei Hall of Famers sehen Chiu als Favoriten

Die WSOP ist in vollem Gang; PokerNews hat die Gelegenheit genutzt, um mit ein paar Hall of Famern zu sprechen. Die PHoF-Mitglieder werden in den nächsten beiden Wochen entscheiden, wer die Wahl gewinnt.

Linda Johnson, die 2011 aufgenommen worden war, erklärte, dass sie die Kandidatenliste sonderbar findet. Sie bezeichnete die Liste als „sehr eigenartig“ und „ein bisschen enttäuschend“.

„Anfangs habe ich gedacht, dass in diesem Jahr einige nicht berücksichtigt worden sind“, sagte sie. „Vor allem Matt Savage und Jack Effel fehlen als führende Branchenvertreter. Ich meine, selbstverständlich haben es ein paar Leute auf der Liste verdient, aber andere, die es genauso oder mehr verdient haben, stehen nicht auf der Liste.“

Savage stand im letzten Jahr zur Wahl. Als langjähriger Turnierdirektor und Gründer der Tournament Directors Association hat er sich verdient gemacht.

David Chiu
David Chiu war einmal ein WSOP-Spieler mit konstanten Erfolgen

Johnson sieht Moneymaker und David Chiu ganz vorne.

Todd Brunson, seit 2016 Mitglied der PHoF, stimmte mit Johnson bei Chiu überein. Außerdem räumt er David Oppenheim, Eli Elezra und Huck Seed gute Chancen ein.

„Ich denke, David Chiu ist einfach ein toller Turnierspieler“, sagte er. „Seine Resultate sind unglaublich. Dabei spielt er nicht einmal viele Turniere; und er ist ein großartiger Cashgame-Spieler, der alle Spiele gut beherrscht.“

Chiu kann auf Turnier-Cashes in Höhe von $8 Millionen zurückblicken – seit 2016 sind allerdings keine weiteren Preisgelder dazugekommen. 2008 konnte er die WPT World Championship für $3,4 Millionen für sich entscheiden. Zudem konnte er fünf WSOP-Bracelets erringen, das letzte gewann er 2013 beim $2.500 Seven-Card Stud.

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