2019 WSOP Strukturen mit größeren Stacks und Added Value

The 2019 WSOP structures feature bigger starting stacks.

Welcher Pokerspieler startet nicht gerne mit mehr Chips in ein Turnier?

Zur Feier des 50. Jubiläums hat die World Series of Poker einen starken Spielplan für die Series in diesem Jahr vorgelegt. Daraus lässt sich ersehen, dass es mehr Turniere mit niedrigen Buy-ins, insgesamt neun Online-Events und sogar eine Short Deck Championship geben wird.

Auffällig ist, dass 2019 mehr Value verspricht – und verbunden damit auch mehr Chips.

Am Mittwoch hat die WSOP die Blinds-Strukturen für alle 89 Events des Spielplans in diesem Jahr veröffentlicht. Das Mehr an Value ist an vielen Stellen zu erkennen.

„Wir sind sicher, dass die Spieler die Strukturen als den besten Value begreifen werden, den es jemals bei der WSOP gab“, gab Seth Palansky, WSOP VP of Corporate Communications, gegenüber PokerNews zu Protokoll.

Mehr Chips, mehr Spielzeit

Die Überarbeitung der Struktur begann damit, den Start-Stack zu erhöhen und das Big Blind-Ante (BBA) in geeigneten Events einzuführen. Aber die WSOP hat da nicht aufgehört.

„Jack Effel und sein Team wollten sicherstellen, dass diese Änderungen nicht nur Schall und Rauch sind, wie es anderswo oft der Fall ist“, sagte Palansky. „Jack hat darauf geachtet, dass alle Änderungen in allen Turnierphasen zu mehr Spielzeit führen. So geht es für alle am 1. Spieltag eines Turniers noch gemütlicher los, ohne in den wichtigen späteren Turnierphasen auf Spielzeit verzichten zu müssen.“

Mehr Chips sind nicht immer mit mehr Value gleichzusetzen. Dieser Tatsache sind sich die WSOP-Verantwortlichen bewusst.

Palansky: „Wir sind sicher, dass die Spieler die Strukturen als den besten Value begreifen werden, den es jemals bei der WSOP gab.“

Wir haben uns an einen lautstarken Kritiker von Turnierstrukturen gewandt, um zu erfahren, was er von den Änderungen für 2019 hält. Allen „Chainsaw“ Kessler bezeichnete die Strukturen insgesamt als „ausgezeichnet“ und lobte die WSOP dafür, für „durchweg mehr Chips und mehr Spielzeit“ einzutreten.

„Limit-Mixed-Spieler bekommen die Strukturen aus dem vergangenen Jahr oder bessere, aber sie starten auch mit mehr Chips, was der verspäteten Anmeldung zu viel mehr Value verhilft“, sagte der bekanntermaßen schwer zufriedenzustellende Kessler.

Verglichen mit den vorherigen Jahren besteht eine weitere auffällige Änderung darin, dass es mehr kleinere No-Limit-Events geben wird, was die WSOP für Hobby-Spieler und Grinder auf den Lower Stakes zugänglicher macht. Normalerweise weisen Events am unteren Buy-in-Spektrum schnelle Strukturen auf, aber Kessler fand heraus, dass das hier nicht der Fall ist.

„Die kleineren No-Limits sind dieses Jahr viel kompetitiver, es gibt größere Start-Stacks und durchweg mehr Spielzeit.“

Neben Hobby-Spielern und all jenen, die mit kleineren Poker-Bankroll zurechtkommen müssen, sind diese Events auch für viele Profis interessant, die die geringe Höhe des Buy-ins zu schätzen wissen. Weiter unten haben wir den Start-Stack aller Buy-ins aufgelistet – rechts der Stack 2019, in der Mitte der Stack aus dem Vorjahr.

Starting Stack Änderungen von 2018 zu 2019

Price Point2018 Stack2019 Stack
$400N/A40,000
$5005,00050,000
$600N/A30,000
$800N/A40,000
$8888,00040,000
$1,0005,00020,000
$1,500 NL/PLO7,50025,000
$1,500 Limit7,50010,000
$2,50012,50015,000
$2,62026,20026,200
$3,00015,00020,000
$5,00025,00030,000
$10,00050,00060,000
$25,000125,000150,000
$50,000250,000300,000
$100,000500,000600,000

Turbos bleiben erhalten

Auch wenn der Großteil der Events auf dem 2019-Spielplan wegen der Nachfrage auf mehr Spielzeit abzielt, haben nicht alle vier Tage oder länger für Poker-Turniere Zeit. Die WSOP weiß das – deshalb gibt es auch mehr Events mit einer schnellen Struktur, um den Teil der Spieler zufriedenzustellen, die sich mit einer rasanten Bracelet-Jagd begnügen wollen.

„Die Super Turbo Bounty-Event waren richtig beliebt und wir haben zum Teil Spieler, die weniger Zeit haben, um Poker zu spielen. Deshalb werden diese Leute mehrere Angebote finden, bei denen trotzdem um Bracelets gespielt wird“, erklärte Palansky. „Die ganze Deepstack-Bracelet-Series ist ein weiteres Beispiel dafür. Es wird nach wie vor enormer Value geboten – besser als alles andere auf dem Markt –, aber es geht so temporeich zu, dass die Turniere in zwei/drei Tagen abgehandelt werden.“

Kessler: „Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass Mixed- oder No-Limit-Spieler das Rio dieses Jahr verlassen werden.“

Bei den Deepstacks, auf die Palansky sich bezieht, handelt es sich um sechs Live-Events mit Buy-ins von $600 oder $800, bei denen die Spieler mit jeweils 30.000 und 40.000 Chips starten. Diese Events erlauben im Rahmen der zwei- oder dreitägigen Strukturen einiges an Spielzeit. Die Blinds am 2. Spieltag sind länger als am ersten, um die späteren Turnierphasen spannend zu gestalten. Die Zwei-Tages-Deepstacks beginnen mit 30-minütigen Blinds am 1. Spieltag, an Tag 2 werden die Blinds auf 40 Minuten ausgebaut. Die Drei-Tages-Deepstacks starten mit 40-minütigen Blinds an Tag 1, während die Level an Tag 2 und 3 60 Minuten dauern. Alle Deepstacks sind Single Re-Entries.

Ein Paradebeispiel ist das Event #59: $600 No-Limit Hold’em Championship, das am Dienstag, den 25. Juni beginnt. Die Spieler nehmen mit 300 Big Blind-Stacks (30.000 Chips bei Blinds von 100/100) Platz und spielen am 1. Spieltag mit Blinds von 40 Minuten, gefolgt von 60-minütigen Leveln. Dieses Deepstack weist ein Guarantee von $500.000 auf und auf den Gewinner wartet zusätzlich ein Seat im Main Event.

Für jeden etwas

Mit Bracelet-Events, deren Buy-ins von $400 bis $100.000 reichen, besseren Strukturen und jeder Menge Turbos sollte die WSOP 2019 für einen Großteil der Pokerspieler interessant sein. Palansky glaubt:

„Wie bei allem rund um die WSOP bieten wir jedem etwas und wir sind sicher, dass alle Spieler mehrere Events finden werden, die ihnen Spaß machen und eine tolle Spielerfahrung bieten. Ohne Zweifel werden alle, die diesen Sommer nach Las Vegas kommen, bei der 50. Ausgabe der World Series of Poker im Rio das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und die größten Preispools vorfinden.“

Selbst Value-Jäger wie Kessler werden Schwierigkeiten haben, dem Rio den Rücken zu kehren, nachdem sie in den Vorjahren regelmäßig auch in anderen Kartenträumen Turniere gespielt haben. Wo auch immer der Value am höchsten war.

„Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass Mixed- oder No-Limit-Spieler das Rio dieses Jahr verlassen werden“, so Palansky abschliessend.

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