Timothy Adams gewinnt das $50,000 Single-Day High Roller der PCA

Timothy Adams Wins the $50,000 Single-Day High Roller for $372,508 With A Joker

Nach einem hektischen Tag ständiger Seat-Wechsel, All-Ins und Calls stand Timothy Adams im Atlantis Resort schließlich als Champion des PokerStars Caribbean Adventure 2019 $50.000 Single-Day High Rollers fest.

Adams bezwang Heads-Up Stephen Chidwick, um $372.508 mit nach Hause zu nehmen.

Das Turnier konnte 26 Entries auf sich vereinen, darunter acht Re-Entries – der Preispool belief sich damit auf insgesamt $1.274.310.

$50,000 Single-Day High Roller Final Table Payout

PlacePlayerCountryPrize
1Timothy AdamsCanada$372,508*
2Stephen ChidwickUnited Kingdom$423,822*
3Alex FoxenUnited States$207,040
4Justin BonomoUnited States$149,720
5Igor KurganovRussia$121,040

* reflects a heads-up deal

Was beim Single-Day High Roller geschah

Ursprünglich war das Turnier als $100.000 Single-Day Super High Roller geplant. Um 12:30 Uhr Ortszeit sollte der Startschuss erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich aber nur zwei Spieler angemeldet. Die High-Roller stritten darüber, wie die Struktur des Turniers aussehen sollte. Sie kamen darin überein, das Buy-ins des Turniers auf $50.000 zu reduzieren und die Leveldauer auf 20 Minuten zu begrenzen. Statt unendlich vieler Re-Entries sollten die Spieler während der ersten zehn Blind-Level nur einmal davon Gebrauch machen können.

Um 15:15 Uhr konnte das Turnier endlich beginnen, diesmal konnten sich zwölf Spieler für einen Seat erwärmen.

Steve O’Dwyer schied als Erster aus, nachdem er am River mit Dame-Sieben auf einem Ass-Zehn-Fünf-Zwei-König-Board All-In gegangen war. Foxen machte den Call mit Ass-Neun. Kurganov war der zweite Spieler, der ein Re-Entry verwenden durfte. Nitsche war es gelungen, am River einen Flush zu treffen, um dem PokerStars Team Pro ein Schnippchen zu schlagen.

Chidwick verbannte Isaac Haxton und Steh Davies in der gleichen Hand mit Ass-Zehn an die Rail. Haxton hatte König-Dame, Davies versuchte sein Glück mit Pocket-Fünfern. Eine Zehn auf dem Flop gab Chidwick die Oberhand, um beide Kontrahenten aus dem Turnier zu nehmen. Im 10. Level brachte Shakerchi seine letzten Chips mit Dame-Bube unter, aber er musste sich Kurganovs Pocket-Siebenern geschlagen geben. Christoph Vogelsang wurde im gleichen Level ausgeschaltet und musste wie Shakerchi ein Re-Entry nutzen.

Mikita Badziakouski hatte nach einem großen Pot gegen Foxen die zweifelhafte Ehre, das letzte Re-Entry des Tages zu nutzen. Badziakouski callte vor dem Flop Foxens 3-Bet und machte mit einem Check-Call auf Flop und Turn weiter. Der River bereicherte das Zwei-Zwei-Acht-Sechs-Board um die Pik-Sieben, die einen Flush ermöglichte. Badziakouski nahm sich lange Zeit, um Foxens Shove zu callen, der tatsächlich einen Flush vorweisen konnte, um Badziakouskis Two Pair beizukommen.

Shakerchi konnte sich mit seiner zweiten Bullet länger als Haxton im Turnier halten, nachdem er dessen Asse mit Pocket-Zehnern auf dem River geknackt hatte. Titelverteidiger Cary Katz musste mit Ass-König die Segel streichen, der Flip gegen Foxens Damen ging verloren. Badziakouskis zweiter Versuch, das Turnier für sich zu entscheiden, sollte ins Leere laufen – glücklos lief er mit Ass-Zwei in Vogelsangs Ass-Bube. Vogelsangs Turnierleben verblasste kurz darauf, Kurganov nahm ihm seine letzten Chips.

Bryn Kenney, der sich bei PCA-High-Roller-Events naturgemäß gut anstellt, musste sich Bonomo geschlagen geben. Daniel Dvoress verlor den Großteil seines Stacks in einem Kampf der Blinds gegen Kurganov, die restlichen Chips wanderten an die gleiche Adresse. Nick Petrangelo setzte mit sechs Big Blinds auf Dame-Sieben gegen Bonomos Zehn-Acht, aber Bonomo war in der Lage, eine Acht zu treffen. Zur gleichen Zeit war O’Dwyer mit König-Dame All-In, Kurganov machte den Call mit Ass-Dame. Der Flop hielt eine dritte Dame bereit, aber Kurganovs Kicker hatte die Nase vorn und damit waren plötzlich nur noch acht Spieler übrig.

Die Action am Final Table

Dominik Nitsche musste am Final Table als Erster die Koffer packen. Matthias Eibinger war im Small Blind All-In gegangen und Nitsche hatte mit weniger als 5.000 Chips einen klaren Call. Eibinger war mit Ass-Dame vorne, während Nitsche auf König-Neun hoffte – Ass hoch konnte die Führung ins Ziel retten, für Nitsche war das Turnier damit gelaufen.

Die Bubble sollte nach einem weiteren Doppel-Bustout platzen. Shakerchi wagte den Shove, Foxen tat es ihm mit einem etwas größeren Stack gleich. Chidwick ging ebenfalls All-In, um auch Eibingers Stack All-In zu setzen, der noch an der Reihe war. Nach mehr als drei Minuten machte Eibinger den Call. Weder Shakerchis Ass-Bube noch Eibingers Ass-Neun waren in der Lage, Foxens Pocket-Achter oder Chidwicks Zweier auf einem Neun-Fünf-Zehn-Acht-Zwei-Board zu übertrumpfen.

Fünf Spieler waren noch übrig, doch Kurganov hatte fünf Minuten nach der Bubble keine Chips mehr vorzuweisen. Mit Ass-König war er nicht in der Lage, Chidwicks Damen zu schlagen – und das, obwohl er Two Pair gefloppt hatte. Der River hielt für Chidwick nämlich eine Dame für das Set bereit. Kurganov ließ sich $121.040 auszahlen.

Zum letzten Doppel-Bustout des Events kam es weitere fünf Minuten später, als Bonomo für weniger als zehn Big Blinds mit König-Acht All-In ging. Foxen stellte seine fast 15 Big Blinds mit König-Neun in die Mitte, Chidwick machte den Call mit Ass-Bube. Chidwick traf auf dem Flop ein Paar Buben, zu allem Überfluss kam ein Runner-Runner-Flush dazu, um sich beider Gegner zu entledigen und das Heads-Up gegen Adams abzusichern.

Joker Poker
Joker Poker

Nach dem Erreichen des Heads-Ups blickten sich Adams und Chidwick an. „Denkst du, woran ich denke?“, fragte Chidwick Adams, der daraufhin grinsen musste. Der Floorman wurde herbeordert und die beiden fragten, ob sie dem Deck zwei Joker hinzufügen könnten. Der Floorman beriet sich mit dem Turnierleiter, in der Zwischenzeit ging das Heads-Up weiter. Nachdem der Floorman und der Turnierleiter zurück waren, wurde die Turnieruhr angehalten und dem Deck wurden zwei Joker hinzugefügt.

Für die Spieler war die Pause eine hervorragende Möglichkeit, um einen Blick auf die Zahlen zu werfen und einen Deal auszuhandeln. Chidwick hatte die klare Chipführung inne, also wurden ihm $423.822 zugesprochen, während Adams $350.978 sicher hatte. Heads-Up ging es um weitere $21.530 und die Trophäe.

Adams konnte nach dem Deal augenblicklich mit Ass-Fünf gegen Chidwicks Ass-Sieben aufdoppeln – ein Kreuz-Flush machte es möglich. Nach etwa 40 Minuten Spielzeit tauchte ein Joker auf dem Board auf und Adams gewann mit einem weiteren Flush. Zwei Hände später konnte sich Chidwick mit Pocket-Königen gegen Adams’ Ass-König revanchieren.

In der letzten Hand des Abends ging Chidwick mit Ass-Bube All-In und war weit, weit hinten, da Adams neben einer Dame einen Joker ausgeteilt bekommen hatte. Das Board lief mit Sieben-Dame-Vier-Ass-Sechs aus. Mit dem Joker bastelte sich Adams ein Set Damen für die bestmögliche Hand – das Turnier war damit vorbei, Adams war der Gewinner!

The Final Hand
Die finale Hand, inklusive Joker

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