Poker Jahresrückblick November 2018

Jack Sinclair

Das Poker Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu. PokerNews wirft einen Blick zurück und präsentiert im folgenden Jahresrückblick jene Ereignisse, die das Poker Jahr geprägt haben. In diesem Artikel gibt es die interessantesten News aus dem Monat November.

partypoker holt erneut EGR “Poker Operator of the Year” Titel

Back-to-Back ist eine seltene Leistung in der Pokerwelt, aber genau das hat partypoker bei den jährlichenEGR Operator Awards geschafft, die letztes Wochenende mehr als 800 Branchenexperten ins Grosvenor House in London lockten.

Zum zweiten Mal in Folge gewann partypoker den Titel "Poker Operator of the Year" und setzte sich gegen die Kindred Group und Stars Group durch.

Verleihung der EGR-Awards

Die Auszeichnung, die einem Oscar für E-Gaming ähnelt, soll die besten Betreiber und Affiliates der letzten 12 Monate auszeichnen. Zusätzlich gewann GVC Holdings, die Muttergesellschaft von partypoker, den Titel "Operator of the Year" sowie "Casino Operator of the Year", um den Hattrick abzuschließen.

"Ich freue mich sehr, dass die Leistungen des Teams zum zweiten Mal in Folge anerkannt wurden", sagte partypoker Geschäftsführer Tom Waters. "Jeder im Team hat so hart gearbeitet, um partypoker dorthin zu bringen, wo es jetzt ist, und wir sind begeistert, wie wir es jetzt auf die nächste Stufe bringen können."

Jack Sinclair gewinnt das 2018 World Series of Poker Europe Main Event

Jack Sinclair hat das 2018 World Series of Poker Europe Main Event und damit ein Preisgeld in Höhe von €1,122,239 gewonnen. Er setzte sich gegen 534 Entries und seinem Heads-up Gegner Laszlo Bujtas durch und sicherte sich damit sein erstes goldenes WSOP Armband. Im Jahr 2017 holte er Platz 8 beim WSOP Main Event.

In der finalen Hand shovte Bujtas mit 3,200,000 Chips und Sinclair callte.

Jack Sinclair: {q-Hearts}{9-Clubs}
Laszlo Bujtas: {j-Diamonds}{7-Spades}

Das Board kam mit {k-Diamonds}{q-Clubs}{3-Hearts}{6-Hearts}{7-Clubs} und Laszlo Bujtas erhielt für den zweiten Platz ein Preisgeld in Höhe von €693,573.

Der einstige WSOP Main Event Champion Ryan Riess hatte einen schelchten tag und holte sich den vierten Platz für €337,778.

2018 WSOPE Event #10: €10,350 No-Limit Hold'em Main Event Ergebnis

PositionPlayerCountryPrize in €Prize in $
1Jack SinclairUnited Kingdom€ 1,122,239$1,279,352
2Laszlo BujtasHungary€ 693,573$790,673
3Krasimir YankovBulgaria€ 480,028$547,232
4Ryan RiessUnited States€ 337,778$385,067
5Milos SkrbicSerbia€ 241,718$275,559
6Ihor YerofieievUkraine€ 175,965$200,600

"Es ist im Moment wie in einem Traum", sagte Sinclair, nachdem er das Turnier beendet hatte. "Die ganze Woche war absolut verrückt; einfach superglatt und nicht wie bei jedem anderen Turnier, das ich je gespielt habe. Ich habe nie wirklich einen großen Pot verloren, soweit ich mich erinnern kann, und habe einfach alle Hände bekommen, als ich sie brauchte.

PokerStars startet Fusion, eine Mischung aus PLO and Hold'em

Texas Hold’em und Pot-Limit Omaha sind ohne Zweifel die zwei beliebtesten Poker-Varianten. PokerStars hat sich dazu entscheiden, aus beiden Varianten ein neues Spiel zu machen: PokerStars Fusion.

Das Projekt wurde am Dienstag auf dem PokerStars Blog vorgestellt. PokerStars Fusion ist seit einiger Zeit in Arbeit, Poker Industry PRO hatte im Mai das erste Mal darüber berichtet.

Auf Grund von Unfold – ein Spiel, das im August an den Start gegangen ist – wurde das Projekt verschoben. Jetzt darf Fusion endlich sein PokerStars-Debüt feiern.

Die Grundlagen von Fusion

Wie PRO bereits richtig vermutet hatte, ist Fusion ein Hybrid zweier Spiele: PLO und NLHE.

Allerdings hatte man angenommen, dass sich das Format am alten Irish Poker bei Full Tilt orientieren würde. Bei dieser Variante bekamen die Spieler zu Beginn im Omaha-Stil vier Karten ausgeteilt und mussten nach dem Flop zwei Karten abwerfen. Die Annahme war fast richtig. Tatsächlich startet Fusion nicht wie Omaha, sondern wie Hold’em, um im Laufe der Hand an Omaha-Charakter zu gewinnen.

Gespielt wird an Six-Max-Tischen, mit Pot-Limit. Zu Beginn erhalten die Spieler bei Fusion zwei Karten. Die Setzrunde vor dem Flop folgt den Hold’em-Regeln, bis der Flop aufgedeckt wird.

Vayo lässt Klage gegen PokerStars fallen, falsche Beweise im Spiel?t

Gordon Vayo, ein bekannter Online-Poker-Spieler und Runner-Up beim WSOP Main Event 2016, hat seine Klage gegen Rational Entertainment Enterprises Limited (REEL) – das Mutterunternehmen hinter PokerStars – fallengelassen, nachdem REEL herausgefunden hatte, dass einige Beweise manipuliert waren.

REEL konfrontierte den Kläger mit der Entdeckung der gefälschten Beweise; Vayo verschwand daraufhin in der Versenkung. In der Zwischenzeit reichte REEL eine Gegenklage ein, um Vayo für die entstandenen Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von $280.000 zur Rechenschaft zu ziehen.

REEL glaubt, dass Vayo die Beweise manipuliert hat

Wie Haley Hintze bei Flushdraw.net und VegasSlotsOnline berichtet, gibt es neue Gerichtsakten zu diesem Fall. REEL stellt darin fest, Vayo mit der Entdeckung manipulierter Beweise konfrontiert zu haben.

Wie dem Schreiben zu entnehmen ist, stand PokerStars/REEL in Kontakt mit dem Fälscher, den Vayo angeheuert hatte. Der Fälscher ließ REEL die echten Dokumente zukommen, die aufzeigen, dass die Transaktionen auf Geldautomaten in Kalifornien zurückzuführen sind, und nicht – wie Vayo behauptet hatte – auf eine Bank im kanadischen Ottawa. Außerdem verwies REEL darauf, dass die erhobenen Gebühren und der Wechselkurs von USD in CAD nachweislich falsch sind.

Nachdem REEL Vayo am 14. Oktober mit den Entdeckungen konfrontiert hatte, gab Vayo lediglich bekannt, dass er die Klage gegen REEL aus freien Stücken fallenlassen wird. Zwei Wochen später kündigte Gordons Anwalt Gregory A. Fayer, der bei der in Los Angeles beheimateten Anwaltskanzlei Fayer Gipson LLP tätig ist. Am 25. Oktober entschied sich William A. Bowen dazu, Vayo als Anwalt zur Seite zu stehen.

REELs Anwälte haben seitdem viermal den Versuch unternommen, mit Vayo in Kontakt zu treten. Zuletzt am 5. November, aber alle Anfragen blieben unbeantwortet.

Verrückte Prop Bet: 30 Tage im Dark Room

Pokerspieler sind bekannt dafür, hin und wieder verrückte Prop-Bets einzugehen. Die neueste Prop-Bet, von der wir jetzt erfahren haben, könnte aber die gefährlichste von allen sein.

Wie aus einem Facebook-Post von Danielle „DMoonGirl“ Andersen hervorgeht – der wenig später von Allen Kessler bei TwoPlusTwo geteilt wurde – ist ein Pokerspieler auf die Prop-Bet eingegangen, 30 Tage lang in einem abgedunkelten Badezimmer zu leben. Bei der Bet geht es um $100.000, die Odds liegen bei 1:1. Falls der Wettende die Bet vorzeitig abbricht oder gegen Regeln verstößt, ist er also $100.000 schuldig.

Im Folgenden ein Auszug der wichtigsten Regeln:

  • Die Person muss sich 30 Tage lang in einem nicht beleuchteten, nicht abgeschlossenen Raum ohne menschlichen Kontakt aufhalten
  • Ein Kühlschrank mit hinreichend Essen und Wasser wird bereitgestellt, Frischkost und Vitamine werden regelmäßig geliefert
  • Er hat Zugang zu Hygieneartikeln, Handtüchern, einem Bett, einem Paddleball und einem Zauberwürfel
  • Alkohol, Schlafmittel oder andere Drogen sind nicht erlaubt

Die Identität des mutigen Irren bleibt vorerst ein Geheimnis, da Andersen unsicher ist, ob der Wettende seinen Namen preisgeben wollen würde.

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