Das perfekte Poker Turnier Teil 1: Wie viele Spieler sollten am Tisch sitzen?

Igor Kurganov, Niall Farrell, Dara O'Kearney, Adrian Mateos, and Dominik Nitsche on what makes the perfect poker tournament

Wir haben mit ein paar der angesehensten Profi-Spielern auf dem Circuit gesprochen, um zu erfahren, wie ihrer Meinung nach das perfekte Poker-Turnier ablaufen sollte.

Winamax-Profi Adrian Mateos, Unibet Poker-Repräsentant Dara O’Kearney, Dominik Nitsche aus dem 888poker-Team, PokerStars Team Pro Igor Kurganov und Niall Farrell haben mit ihren Antworten zu diesem Artikel beigetragen.

Wir haben versucht, an alle Fragen zu denken, auf die die Pokerwelt eine Antwort braucht.

Wie viele Spieler sollten standardmäßig an einem Tisch Platz nehmen?

Unsere erste Frage ist eine, die seit der Erfindung des Pokerspiels für Diskussionen sorgt. Wie viele Spieler sollten standardmäßig an einem Pokertisch sitzen – und warum?

Alle fünf Pokerspieler, die wir gefragt haben, waren sich einig, dass 10-handed-Tische der falsche Weg sind.

O’Kearney: „Man bekommt weniger Hände pro Stunde zu sehen, die Blinds werden viel langsamer herumgereicht, und man ist am Tisch eingeengt. Es ist schrecklich.“

O’Kearney: 10-handed ist furchtbar, es ist so langsam und langweilig. Es geht nicht bloß darum, dass ein weiterer Spieler am Tisch sitzt. Wenn zehn statt neun Spieler Entscheidungen treffen, dauert jede Hand unweigerlich länger. Man bekommt weniger Hände pro Stunde zu sehen, die Blinds werden viel langsamer herumgereicht, und man ist am Tisch eingeengt. Es ist schrecklich.

Farrell: 10-handed-Live-Poker ist nicht toll, am Tisch ist jeder eingequetscht. Alle sind gezwungen, tight zu spielen, und es gibt weniger spielbare Hände. Jeder weiß, dass es beim Pokern darum geht, Hände zu spielen. Es macht das Spiel für alle schlechter.

Mateos: Ich finde, 10-handed-Poker sollte verboten werden. Es ist so langsam – man muss richtig tight spielen. Dabei will man doch Hände spielen und Spaß haben. 10-handed ist schlecht für Poker.

Kurganov: Ich denke, die optimale Spieleranzahl am Tisch sollte auch von den Buy-ins und den Spielertypen abhängen. In einem Event mit vielen Qualifikanten wäre es zum Beispiel unschön, sich für 6-max zu entscheiden. In der Regel haben diese Spieler einen Stil, der an 9- oder 10-handed-Tischen besser funktioniert.

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O’Kearney: In Las Vegas habe ich einmal 11-handed gespielt, das war schlimm. Es war eine regelrecht furchtbare Erfahrung. Man muss einfach zu viel folden. 10-handed ist die eigene Range viel tighter.

Farrell: „Manchen Amateur-Spielern jagen 6-handed-Tische Angst ein, was verständlich ist.“

Farrel: Eigentlich ist es brutal. Zehn Leute am Tisch – das sollte doch Spaß machen. Wenn man aber mit neun anderen Leuten gedrängt am Tisch sitzt und keine Flops zu sehen bekommt, ist das für Leute, die Spaß haben wollen, ziemlich abschreckend.

Nitsche: Acht ist eine gute Zahl für große Teilnehmerfelder. Bei zehn Spielern gibt es nicht genug Platz an den Tischen.

Wenn 10-handed-Poker auf so wenig Gegenliebe stößt, sollten sich die Spieler stattdessen für 6-max stark machen? Nicht wenige sehen das als einen Schritt, der zu weit geht – vor allem für Hobby-Spieler, die für das Spiel enorm wichtig sind.

Kurganov: Was Main Events und die meisten Turniere angeht, für die sich Leute qualifiziert haben, ist 9-handed in Ordnung, denke ich. Zeitweise wird 8-handed gespielt und 7-handed wäre recht hart, was hin und wieder der Fall wäre, wenn man sich für 8-handed-Tische entscheidet. 10-handed ist ein bisschen zu langweilig – ich denke, dass 8- oder 9-max für Main Events und Qualifier-Events am besten ist.

Farrell: Ich denke, die perfekte Anzahl Spieler am Tisch ist 8-handed – vermutlich auch, weil ich dahingehend von höheren Buy-ins verwöhnt werde. Für Live-Poker ist das perfekt. Manchen Amateur-Spielern jagen 6-handed-Tische Angst ein, was verständlich ist.

Kurganov: Was Events mit hohen Buy-ins betrifft, denke ich, dass sich die meisten Leute hier direkt einkaufen und so gut wie nie qualifizieren. Ich denke, dass die optimale Anzahl Spieler hier zwischen 5- und 8-handed liegt, weil die Leute andere Dinge höher gewichten – die meisten wollen in möglichst viele Hände verwickelt sein. Da die Leute einen Haufen Geld auf den Tisch legen, denke ich, dass sie die Möglichkeit bekommen sollten. Wenn jemand, der viele Hände spielen will, an einen 9-handed-Tisch kommt, hat er nicht wirklich die Chance, seinen Spielstil anzuwenden.

Mateos: „[…] mehr als 9-handed sollte meiner Meinung nach verboten werden.“

Sollte 8-handed-Poker demnach die Standard-Lösung sein? Numerisch passt es perfekt zwischen das schnelle 6-max-Spiel und das 10-handed-Wartezimmer.

Farrell: Grundsätzlich würde ich 8-handed gerne als Standard sehen. Wenn wir 9-handed spielen, kommt es bei Riesen-Events vor, dass auf 10-handed gewechselt wird – ich würde es begrüßen, wenn die Ausnahme stattdessen 9-handed wäre. Ich weiß, dass die Veranstalter an den Tischen mehr Spieler unterbringen wollen, um Personal zu sparen, aber da muss es eine Grenze geben. Wie oft ich von Veranstaltern gehört habe, dass sie nicht alle unterbringen können, obwohl es leere Tische im Saal gab … Manchmal scheinen sie einfach nicht genug Leute beschäftigen zu wollen.

Mateos: Das beste Spielerlebnis kommt zwischen 6- und 8-handed zustande und ich denke, dass es für beides einen Platz gibt. 8-handed sollte der Standard sein. In Extremfällen, falls es nicht genug Platz oder zu viele Tische gibt, kann eine Zeit lang 9-handed gespielt werden, aber mehr als 8-handed sollte meiner Meinung nach verboten werden. Hobby-Spieler spielen zwar nicht gerne short-handed, aber man muss ein Gleichgewicht finden.

FAZIT: Balancing ist beim Pokern wie auch in anderen Lebensbereichen von elementarer Bedeutung. Die Spieler stimmen darin überein, dass 10-handed ein Albtraum ist, und dass 8-handed bzw. in Ausnahmefällen 9-handed, die beste Lösung für Full-Ring-Tische wäre.

Im nächsten Beitrag dieser Artikelserie werden wir darauf zu sprechen kommen, welches Turnierformat die Profis bevorzugen: Freezeouts, Single Re-Entrys oder Unlimited Rebuys. Sie können gespannt sein!

The Perfect Poker Tournament

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