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Phil Ivey könnte noch mehr ans Borgata verlieren

Phil Ivey

Es gibt Neues im langandauernden Rechtsstreit zwischen Phil Ivey und Borgata zu berichten – und für Ivey-Fans sind es wieder keine guten Nachrichten.

Auch wenn es den Anschein hatte, dass Ivey geliefert ist, nachdem seine 2017 eingereichten Berufungsanträge gegen das Crockfords Casino und Borgata keinen Erfolg hatten, geht der kräftezehrende Kampf 2018 weiter. Zur Erinnerung: Ivey hatte mit seiner Partnerin Cheung Yin „Kelly“ Sun mit Hilfe von „Edge Sorting“ fast $20 Millionen beim Baccarat und Punto Banco gewonnen.

Im März dieses Jahres wurde festgestellt, dass Gemaco Inc. keine Schuld trifft. Gemaco Inc. ist das Unternehmen, das die fehlerhaften Karten hergestellt hat, die das Edge Sorting erst möglich gemacht haben.

Ivey und seine Anwälte waren in der Zwischenzeit damit beschäftigt, einen Vollstreckungsaufschub zu beantragen, was die Zahlung der $10,1 Millionen an Borgata betrifft. Die Anwälte argumentierten, dass die Zahlung einer solchen Summe Iveys Bankroll erheblichen Schaden zufügen und ihn davon abhalten würde, seinen Lebensunterhalt wie gehabt zu bestreiten.

In diesem Sinne hat Ivey zuletzt eine Reihe an Turnieren gespielt, unter anderem sogar das $1 Million Big One for One Drop im Sommer. Seit seiner Rückkehr an die Live-Turnier-Tische in diesem Jahr hat Ivey Preisgelder im Wert von $2,4 Millionen erspielt.

Die aktuellen Entwicklungen

Letzte Woche hat CardPlayer berichtet, dass Borgata vor dem U.S. Court of Appeals for the Third Circuit, einem Berufungsgericht in den USA, Anschlussrechtsmittel in Anspruch genommen haben. Borgata beantragt, dass alle Teile des ersten Urteils, in denen das Casino Betrugsvorwürfe erhoben und eine hohe Entschädigung verlangt hat, noch einmal überprüft werden. In diesen Punkten unterlag das Casino beim ersten Richterspruch.

Für Ivey bedeutet diese Entwicklung, dass die Kosten, um sich aus der Affäre ziehen zu können, immens steigen könnten.

Wie USPoker berichtet, könnte Ivey Zahlungen von etwa $30 Millionen zu leisten haben, da das Casino damals eine Entschädigungssumme verlangt hatte, die dreimal so hoch wie der Gewinn liegt.

VegasSlotsOnline berichtet, dass Borgata Iveys Sessions rekonstruiert hat und die erwartbaren Rake-Gebühren der gespielten Baccarat-Hände eintreiben will. Nach Meinung des Casinos beläuft sich die mathematische Edge bei 1.800 gespielten Händen auf $5,4 Millionen, die Ivey dem Casino schuldet.

Anscheinend hat es den Verantwortlichen bei Borgata überhaupt nicht gefallen, dass sich Ivey trotz des Richterspruchs an das Geld klammert und alles unternimmt, um es nicht zurückzahlen zu müssen. Als Reaktion darauf hat das Casino Ivey erneut ins Fadenkreuz genommen. Die Zeit wird zeigen, ob auf Ivey weitere Strafzahlungen zukommen, ob er endlich einen Sieg vor Gericht erringen kann, oder ob es an der Zeit ist, den K.-o.-Schlag zu kassieren. In jedem Fall halten wir Sie bei PokerNews über den nicht enden wollenden Rechtsstreit auf dem Laufenden.

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