WSOP 2018
2018 World Series of Poker

Poker Jahresrückblick März 2017

tony g

Das Poker Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. PokerNews wirft einen Blick zurück und präsentiert im folgenden Jahresrückblick jene Ereignisse, die das Poker Jahr geprägt haben. In diesem Artikel gibt es die interessantesten News aus dem Monat März.

Computer entwickelt Poker Intuition

Wie aus einer Studie hervorgeht, die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, konnte sich DeepStack erfolgreich gegen 11 professionelle Pokerspieler behaupten. DeepStack ist einer der vielen Computer, die in letzter Zeit gegen Menschen angetreten sind.

Im Dezember 2016 konnte DeepStack 10 von 11 Spielern mit statistisch signifikanten Resultaten schlagen. Die Studienautoren hatten dem Bot mit Hilfe von Deep Learning eine Poker-Intuition für alle möglichen Spielsituationen beigebracht.

Der Computer verwendete dafür ein eigenes neurales Netzwerk oder genauer gesagt zwei Versionen des gleichen Netzwerks – eines für die ersten drei Community-Karten und das andere für den Turn und River. Wie Ars Technica berichtet, greifen die Netzwerke auf 10.000.000 zufällig gezogene Pokerhände zurück.

Die Wissenschaftler haben über die Internation Federation of Poker 33 Spieler für die Studie gefunden.

Nur 11 Spieler spielten im Laufe der vierwöchigen Studie die angepeilten 3.000 Hände und DeepStacks neurale Netzwerke erlaubten es dem Computer, zu „lernen“ und komplexe Strategien anzuwenden, obwohl der Bot nur auf einem Gaming-Laptop mit einer NVIDIA GTX 1080 betrieben wurde. DeepStack wurde von Wissenschaftlern der University of Alberta und anderer tschechischer Universitäten entwickelt.

DeepStack spielt Situationen genauso wie Menschen durch – der Computer schaut sich an, wie sich die Hand entwickelt, und versucht daraufhin eine Strategie zu finden, um die Menschen zu schlagen.

King’s Casino veranstaltet 2017 WSOP Europe Events

Die World Series of Poker Europe (WSOPE) hat ein neues Zuhause gefunden. Wenig überraschend, dass dies das King’s Casino Rozvadov ist. Die WSOP und das King’s haben einen mehrjährigen Deal abgeschlossen, der nicht nur die WSOPE 2017 und 2019 umfasst, sondern weitere WSOP Circuit Events. Die erste WSOPE wird von 19. Oktober bis 10. November 2017 stattfinden.

Fragt man, wo das King’s liegt, so ist die Antwort zumeist “an der deutsch-tschechischen Grenze”. Genauer betrachtet liegt das King’s aber in der Mitte Europas. Mehr als 150 Pokertische stehen aktuell in der Arena des größten Cardrooms Europas und bald soll ein 250-Zimmer 5-Stern Hotel dazukommen. Damit liegt es auf der Hand, dass die WSOPE ihr Zuhause im King’s findet.

"Ich bin so stolz darauf, dass die WSOP Europe ins King's kommt", sagte Leon Tsoukernik, Besitzer des King's Casinos. "Ich habe mit einem Traum begonnen und mein Traum ist wahr geworden und ich hoffe, dass auch die Träume der Pokerspieler wahr werden, wenn sie die Größe und Ausstattung des King's sehen. Mit der Vergabe von WSOP Gold Armbändern haben wir ein großes Stück Las Vegas nach Europa gebracht und wir wollen mit diesem Event auch die Vegas-Standards liefern."

Garantierte €17,000,000 liegen im Preispool der WSOP Europe, es warten 11-Bracelet Events. Noch nie hat ein Poker Festival eine so hohe Garantiesumme gehabt.

Tony G antwortet auf Russland's Bann

Antanas Guoga, der in der Pokerwelt liebevoll als „Tony G“ bekannt ist, steht seit kurzem auf der Liste europäischer Parlamentsmitglieder, gegen die ein Einreiseverbot nach Russland ausgesprochen wurde.

Wie Politico Europe berichtet, sagte Guoga, dass der mögliche Grund für das Einreiseverbot die Unterstützung der litauischen Energieunabhängigkeit und anderer Interessen des Landes sein könnten, die er in einer Anhörung im Europäischen Parlament zum Ausdruck gebracht hat – bei dieser Sitzung war auch ein russischer Diplomat anwesend.

Guoga reagierte auf Facebook darauf, dass er jetzt auf der schwarzen Liste steht. Dort schrieb er, dass sein Verbrechen Pokerfans zufolge darin bestand, dass er den russischen Repräsentanten Ralph Perry, geschlagen hätte und ihn „zurück nach Russland geschickt“ hätte, nachdem er schlecht gespielt hatte.

Und weiter im Poker-Jargon: Nachdem er den russischen Spielern fortwährend mitgeteilt hatte, „to get on their bikes“, haben sie die Geduld mit ihm verloren – so Tony G auf seiner Facebook-Seite.

„Die Wahrheit ist, dass ich die russischen Pokerspieler und das gemeine russische Volk immer respektiert habe und weiter respektieren werde,“ sagte Guoga und stellte nebenbei fest, dass einer seiner besten Freunde aus Russland kommen würde.

Im Poker Spotlight: Holz & Dwan unter den beliebtesten Suchbegriffen

Die Hendon Mob-Datenbank ist unter Pokerspielern und Fans eine der meistbesuchten Websites. Zu den vielen Ranglisten, die Sie auf der Seite einsehen können, gehört auch eine Liste der meistgesuchten Spieler der letzten Woche. Solche Listen lassen uns erkennen, welche Turnier-Poker-Spieler gerade „im Rampenlicht“ stehen, denn die Profile dieser Spieler werden besonders häufig angeklickt.

Schauen Sie sich dazu die meistgesuchten Spieler der letzten 7 Tage bei Hendon Mob an. Gesucht haben wir am Samstagmorgen, den 25. März:

PositionPlayerLetzte Woche
1.Michael Dentale60.
2.Fedor Holz1.
3.Daniel Negreanu2.
4.Cate Hall15.
5.Tom Dwan72.
6.Kenneth Smaron--
7.Daniel Colman4.
8.Doug Polk7.
9.Denis Timofeev221.
10.Phil Hellmuth11.

Martin Sturc stoppt den Poker Computer "DeepStack"

Martin Sturc ist ein Meister der Poker Theorie und Praxis. Das bekam nun auch eine Künstliche Intelligenz zu spüren. Der Wiener konnte als Erster den Poker Supercomputer "DeepStack" stoppen.

Im Dezember 2016 besiegte DeepStack 10 von 11 Spielern mit statistisch signifikanten Resultaten. Die Studienautoren hatten dem Bot mit Hilfe von Deep Learning eine Poker-Intuition für alle möglichen Spielsituationen beigebracht.

Der Computer verwendete dafür ein eigenes neurales Netzwerk oder genauer gesagt zwei Versionen des gleichen Netzwerks – eines für die ersten drei Community-Karten und das andere für den Turn und River. Wie Ars Technica berichtete, griffen die Netzwerke auf 10.000.000 zufällig gezogene Pokerhände zurück. Der einzige Spieler, der sich gegen den Computer durchsetzen konnte, war Martin Sturc.

Sturc ist in der österreichischen Pokerszene wohlbekannt. Er glänzt nicht nur als kompetenter Spieler am Tisch, sondern setzt sich als Präsident der Austrian Poker Association auch für die Anerkennung von Poker als Breitensport ein. Ob als Turnierorganisator oder zuletzt als Livestream Kommentator, Sturc kennt die Szene in und auswendig.

Der promovierte Sportwissenschaftler konnte mit seinem Sieg gegen "DeepStack" beweisen, dass im Duell Mensch gegen Computer noch nicht aller Tage Abend ist. Noch hat der "analoge Spieler" die Chance sich gegen die scheinbare digitale Macht durchzusetzen und ein Unentschieden herausholen.

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