Ein Blick zurück auf die Gewinner des PokerStars Caribbean Adventure

PokerStars Caribbean Adventure

Das PokerStars Caribbean Adventure (PCA) ist vom 6. - 14. Januar wieder im Atlantis Paradise Island Resort auf den Bahamas zu Gast. Insgesamt stehen 31 actiongeladene Events auf dem Spielplan.

Wie in der Vergangenheit ist das Highlight des Poker-Festivals das PCA Main Event 2018, das vom 8. - 14. Januar ausgetragen werden soll. Das Buy-in und die Größe des Main Events fielen im Laufe der Jahre sehr unterschiedlich aus. Viele bekannte Pokerspieler haben beim PCA Main Event Erfolge gefeiert – in diesem Artikel nutzen wir die Gelegenheit und werfen einen Blick auf die PCA-Geschichte.

PCA 2004: Gus Hansen gewinnt seinen dritten WPT-Titel

Gus Hansen
Gus Hansen

2004 fährt die PCA noch auf dem Kreuzfahrtschiff Royal Caribbean Voyager of the Seas mit, das Buy-in beträgt $7.500. Anfangs taten sich die Festival-Veranstalter mit der World Poker Tour (WPT) zusammen. Erst 2008 wurde die PCA vollständig von der European Poker Tour (EPT) übernommen.

Der Däne Gus Hansen konnte 220 Spieler hinter sich lassen und das erste PCA Main Event für $455.780 gewinnen. Der Final Table war stark besetzt: Hoyt Corkins landete auf dem 2. Platz ($290.065), für Daniel Negreanu war auf dem 3. Platz ($192.270) Schluss. Der Sieg war Hansens dritter WPT-Erfolg, nachdem er beim $10.000 Five Diamond World Poker Classic im Mai 2012 für $556.466 und $10.000 L.A. Poker Classic im Februar 2013 für $532.490 erfolgreich gewesen war.

In seiner langen Poker-Karriere konnte Hansen Live-Poker-Turniergewinne von $10,3 Millionen anhäufen. In der All-Time-Money-Rangliste von The Hendon Mob reicht das im dänischen Vergleich für den zweiten Platz. Erster im Leaderboard ist der World Series of Poker (WSOP) Main Event-Champion 2008 Peter Eastgate – mit $11,1 Millionen.

PCA 2005: John Gale mit seinem ersten Live-Cash, PCA-Umzug ins Atlantis Paradise Island Resort

John Gale
John Gale

Im Folgejahr machte das PCA Main Event erstmals im Atlantis Paradise Island Resort Halt, wo es bis heute geblieben ist. Das Buy-in wurde geringfügig auf $8.000 erhöht.

Der Engländer John Gale erspielte sich bei diesem Turnier sein erstes Live-Preisgeld – und das sollte groß ausfallen! Für seinen Sieg über 460 Spieler bekam er $890.600 ausgezahlt. Das war aber nur der Anfang einer erfolgreichen Poker-Karriere für Gale, der inzwischen laut The Hendon Mob Live-Turniergewinne von $3,9 Millionen angehäuft hat. Dazu gehören auch zwei Erfolge bei World Series of Poker (WSOP)-Events 2006 und 2015.

PCA 2006: Steve Paul-Ambrose gewinnt das erste siebenstellige PCA-Preisgeld

Die PCA konnte nach nur einem Jahr ein Wachstum von 60 Prozent verzeichnen, die Siegprämie überstieg zum ersten Mal einen siebenstelligen Betrag.

Der Kanadier Steve Paul-Ambrose konnte sich in einem 771 Spieler großen Teilnehmerfeld durchsetzen und das PCA Main Event 2006 für $1.388.600 gewinnen. Wie im Falle von Gale war der erste Live-Cash für Paul-Ambrose direkt ein Turnier-Sieg. Allerdings war Paul-Ambrose zu dieser Zeit bereits ein bekannter Online-Grinder. Wenig später wurde er im Team PokerStars Pro aufgenommen.

In letzter Zeit hat die Pokerwelt nur wenig von Paul-Ambrose gehört. Sein letzter Live-Cash liegt weit zurück: 2010 reichte es im PCA Main Event für den 72. Platz für $33.000. Laut The Hendon Mob betragen seine Live-Gewinne $1,9 Millionen.

PCA 2007: Ryan Daut ist der dritte Gewinner mit erstem Live-Cash

Der Amerikaner Ryan Daut sollte der dritte Spieler in drei aufeinanderfolgenden Jahren werden, bei dem der erste Live-Cash gleichbedeutend mit dem Sieg war. 936 Spieler mussten sich ihm geschlagen geben, für den Sieg beim PCA Main Event 2007 bekam er $1.535.255 ausgezahlt.

Ein paar Jahre nach seinem Sieg sprach Daut mit PokerNews. Er erklärte, dass er sich als reiner Cashgame-Spieler mit acht Prozent seiner Bankroll ins Event eingekauft hatte, nachdem er bei Cashgames in den Jahren zuvor $100.000 gewonnen hatte. Der Gewinn half ihm dabei, in den Stakes nach oben zu klettern und ein Backing-Unternehmen zu gründen.

Daut konnte nach seinem PCA-Sieg vereinzelt Erfolge verbuchen, insgesamt hat er $1,8 Millionen auf die Habenseite geschafft. Für einen Sieg hat es seit dem PCA Main Event nicht mehr gereicht, sein letzter Cash bei einem Live-Poker-Turnier lässt sich bis Juni 2011 zurückdatieren.

PCA 2008: Bertrand „ElkY“ Grospellier gewinnt, die PCA kommt zur EPT

Bertrand "ElkY" Grospellier
Bertrand „ElkY“ Grospellier

2008 verließ die PCA die WPT und trat der wachsenden EPT-Familie bei. Zum ersten Mal konnte das PCA Main Event mehr als 1.000 Entrys auf sich vereinen: 1.136 Spieler entrichteten das Buy-in von $8.000 – entweder direkt oder indem sie sich über Satellite-Turniere qualifiziert hatten.

Der Franzose Bertrand „ElkY“ Grospellier, der online im E-Sports-Bereich allseits bekannt war, konnte beim PCA Main Event 2008 seinen ersten Live-Sieg feiern – und der war schlappe $2.000.000 wert. Zuvor war er an Siegen immer knapp vorbeigeschrammt. Beim EPT Denmark Main Event 2007 musste er sich noch im Heads-Up geschlagen geben, als Runner-Up bekam er DKR 2.308.608 ($399.952).

Grospellier spielt immer noch aktiv Online- und Live-Turniere und ist seit vielen Jahren Mitglied im Team PokerStars Pro. $13,5 Millionen hat er in seiner Poker-Laufbahn angehäuft – zu seinen größten Erfolgen gehören ein Sieg bei der $15.400 WPT Championship im Bellagio im Oktober 2008 für $1.411.015 und der Gewinn eines goldenen WSOP-Bracelets bei der WSOP $10.000 Seven Card Stud Championship 2011 für $331.639.

PCA 2009: Poorya Nazari gewinnt das größte PCA Main Event

Das PCA Main Event 2009 hat einen Teilnehmerrekord aufgestellt, obwohl das Buy-in auf $10.000 erhöht worden war. Der Kanadier Poorya Nazari konnte sich durch ein Teilnehmerfeld von 1.347 Spielern navigieren, als Belohnung gab es eine Siegprämie von $3.000.000 – das höchste Preisgeld, das die PCA bis heute ausgezahlt hat. Nazari war einer von 746 Online-Qualifikanten, für $700 hatte er sich über ein Rebuy-Qualifier bei PokerStars qualifiziert, um sich einen Gewinn von mehreren Millionen Dollar zu erspielen.

Nazaris Erfolg war einzigartig – auch wenn er vor und nach seinem Sieg kleinere Cashes verzeichnen konnte, kommt er insgesamt nur auf Live-Turnier-Cashes von $3,1 Millionen.

Grospellier hat es 2009 ebenfalls in die Schlagzeilen geschafft: Grund dafür war der Sieg beim $25.000 PCA High Roller für $433.500.

PCA 2010: Harrison Gimbel gewinnt $2,2 Millionen

Das Buy-in des PCA Main Events wurde 2010 geringfügig auf $10.300 angehoben – trotzdem gab es wieder mehr Teilnehmer als im Jahr davor. 1.529 waren zusammengekommen, damit befanden sich $14.826.800 im Preispool.

Der Amerikaner Harrison Gimbel gewann das PCA Main Event 2010 für $2.200.000 – gleichzeitig war es sein zweites Live-Turnier-Preisgeld und sein zweiter Sieg in Folge. Ein paar Monate vor seinem Erfolg beim PCA Main Event hatte Gimbel die Florida State Poker Championships 2009 für $67.860 gewonnen.

Gimbel ist heute noch ein aktiver Spieler – bei der letzten WSOP setzte er sich in einem $3.000 Side Event durch und erspielte sich $645.922 nebst goldenem Bracelet. Insgesamt liegen seine Live-Turniergewinne bei $4,7 Millionen. Der WSOP-Erfolg bescherte ihm auch eine Triple Crown, da er 2016 das WPT Rolling Thunder Main Event für $275.112 für sich entschieden hatte.

PCA 2011: Galen Hall gewinnt $2,3 Millionen

Das siebte Jahr in Folge stellte das PCA Main Event 2011 einen Teilnehmerrekord auf: 1.560 Spieler wetteiferten um den Sieg, der Preispool wuchs auf gewaltige $15.132.000 an.

Der Amerikaner Galen Hall, der 2010 zwei WSOP-Preisgelder verbuchen konnte, holte sich seinen ersten großen Sieg beim PCA Main Event 2011 für $2.300.000. Es war auch das letzte Jahr, in dem der Gewinner des PCA Main Events mehr als $2 Millionen ausgezahlt bekam.

Hall konnte seit 2011 keinen großen Sieg mehr einfahren – sein Spielgeschick reichte aber zumindest für mehrere Final Tables bei großen Events. Aktuell betragen seine Live-Turniergewinne $4,2 Millionen.

PCA 2012: John Dibella gewinnt, die PCA-Teilnehmerzahlen schwinden

Im April 2011 überraschte der Black Friday die Pokerwelt, und zum ersten Mal in der PCA-Geschichte zog das Main Event weniger Spieler an als im Jahr zuvor. Obwohl die Spieler aus den USA nicht mehr an den Online-Satellites bei PokerStars teilnehmen konnten, waren die Zahlen immer noch beachtlich. 1.072 Spieler kamen zusammen, das reichte für einen Preispool von $10.398.400.

John Dibella
John Dibella

Das dritte Jahr in Folge war ein Amerikaner beim PCA Main Event erfolgreich: John Dibella gewann $1.775.000. Dibella, der inzwischen Live-Turnier-Preisgelder von $2,5 Millionen angesammelt hat, kehrte 2013 auf die Bahamas zurück und gewann ein $2.150 Turbo Side Event für $69.780.

PCA 2013: Dimitar Danchev gewinnt $1,9 Millionen

Beim PCA Main Event 2013 gingen die Teilnehmerzahlen mit 987 Spielern weiter zurück – der Preispool lag „nur“ noch bei $9.573.900. Obwohl sich weniger Spieler angemeldet hatten als im Jahr davor, fiel die Siegprämie größer aus.

2013 bewies der Bulgare Dimitar Danchev ein glückliches Händchen – Danchev war der vierte Europäer, der ein PCA Main Event gewinnen konnte. Der Sieg war $1.859.000 wert, aber es war nicht Danchevs erster Erfolg bei der EPT. Im Juni 2011 schaffte er es beim EPT San Remo €5.000 Main Event auf den zweiten Platz für €600.000.

Laut The Hendon Mob belegt Danchev in der bulgarischen All-Time-Money-Rangliste mit weitem Abstand den ersten Platz. Seine $4,3 Millionen stehen den $2,6 Millionen von Simeon Naydenov gegenüber, der wahrscheinlich viele Turniere gewinnen müsste, um an Danchev vorbeizukommen.

PCA 2014: Dominik Panka zeigt sein Können

Nach zwei schwierigen Jahren konnte sich das PCA Main Event 2014 wieder stabilisieren. 1.031 Teilnehmer ließen den Preispool wieder auf $10.000.700 steigen.

Der Pole Dominik Panka behielt die Trophäe in Europa, nachdem er das Main Event für $1.423.096 gewonnen hatte. Kaum einen Monat später war Panka beim EPT €10.300 High Roller 2014 erfolgreich – hier nahm er €272.000 mit nach Hause.

Panka spielt immer noch Poker und liegt mit Live-Turnier-Preisgeldern von $2,7 Millionen auf der polnischen All-Time-Money-Rangliste nur hinter Wunderkind Dzmitry Urbanovich zurück. Urbanovich kommt auf $5,2 Millionen.

PCA 2015: Kevin Schulz gewinnt $1,5 Millionen

Kevin Schulz - PCA 2015 Main Event Winner
Kevin Schulz

Das kurzzeitige Wiederaufleben des PCA Main Events 2014 war mehr Schein als Sein. 2015 kam das PCA Main Event nur noch auf 816 Entrys, der Preispool schrumpfte auf $7.915.200. Obwohl der Preispool kleiner war als im vorherigen Jahr, fiel die Siegprämie mit $1.491.580 aus.

Zum ersten Mal seit 2011 ging die Trophäe wieder an die Amerikaner: Kevin Schulz sicherte sich die begehrte Trophäe. Seinen einzigen anderen Turniererfolg feierte Schulz ebenfalls auf den Bahamas, 2011 hatte er ein $300 PCA Side Event für $14.400 gewonnen.

Mit Live-Turniergewinnen von $2,1 Millionen gehört Schulz immer noch zu den aktiven Spielern – dieses Jahr hat es für sieben Cashes gereicht.

2016 PCA: Michael Watson siegt, PCA Buy-in reduziert

Im Jahr 2016 reduzierte PokerStars das PCA Main Event Buy-in auf $5,300. 928 generierten einen Preispool in Höhe von $4,500,000.

Alle Augen blickten auf den Amerikaner Anthony Gregg, der zum dritten Mal am Finaltisch des PCA Main Events saß. Gregg einigte sich vor dem Heads-up auf einen Deal mit dem Kanadier Michael "SirWatts" Watson, musste sich dann aber auf Platz 2 mit $612,175 verabschieden. Watson erhielt für den Sieg $728,325, das niedirgtse Priesgeld seit Hansen das erste PCA Event im Jahr 2004 gewann.

Watson hat insgesamt fast $15 Millionen Cashes bei Live und Online Turnieren gewonen. Darunter ein Sieg beim $15,400 WPT Bellagio Cup im Jahr 2008 für $1,673,770 und beim €50,400 WSOP Europe Magestic Cup 2012 für €1,000,000 ($1,304,648).

2017 PSCB: Christian Harder gewinnt, Festival kurz umbenannt

Christian Harder
Christian Harder

Im Jahr 2017 wurde das PokerStars Caribbean Adventure für ein Jahr in PokerStars Championship Bahamas umbenannt, wobei das Main Event mit einem leicht reduzierten Buy-In von $5.000 gespielt wurde.

Während die Besucherzahl auf 738 Teilnehmer zurückging, um einen Preispool von $3.376.712 zu generieren, war die Begeisterung für die Fans größer als je zuvor. Der Amerikaner Cliff Josephy, der beim WSOP-Main Event für Platz 3 ein Preisgeld von $ 3.453.035 holte, verlor im Heads-up-Spiel gegen seinen Landsmann Christian Harder.

Nachdem sich die Beiden auf einen Deal einigten erhielt Harder als Sieger $429,664 und Josephy bekam $403,445.

Der Sieg war nicht Harder's erste gute Platzierung auf den Bahamas. Unter seinen $4,3 Millionen in Live-Poker-Turniergeldern befindet sich ein Platz 7 für $200.000 beim PCA-Main Event 2008.

2018 PCA: Das PCA kehrt zurück

Der Markenname der PokerStars Championship Bahamas war nur von kurzer Dauer, denn PokerStars entschied sich dafür, auf den ursprünglichen Namen des Festivals, das PokerStars Caribbean Adventure, zurückzugreifen.

Das PCA-Main Event 2018 wird voraussichtlich eines der größten in der jüngeren Geschichte sein. Obwohl das Buy-In des Main Events gegenüber den beiden vorherigen Main Events auf den Bahamas verdoppelt wurde, bietet PokerStars viele Satellites und Subsatellites, um vielen Spielern die Möglichkeit zu geben, sich für einen Bruchteil der Kosten zu qualifizieren.

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