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Poker Psychologie: Sozialleben und Hobbies

  • Jan PhilippiJan Philippi
poker psychologie

Wer schon mal auf einer Pokerparty war, kennt es: Pokerspieler reden mit Pokerspielern über Poker.
Das alleine wäre natürlich kein großes Problem, aber ganz ähnlich sieht es auch in vielen anderen Bereichen des Lebens aus. Pokerspieler tendieren sehr stark dazu, unter sich zu bleiben und auch abseits des (Online-)Tisches sich sehr viel mit Poker zu beschäftigen.

Die Renditen sinken
In der Anfangsphase einer Pokerkarriere ist die Begeisterung für das Spiel meist sehr groß und sich sehr intensiv mit dem Thema zu beschäftigen ist sowohl nützlich, als auch spaßig. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, ab dem viel nicht mehr viel hilft und die anfängliche Begeisterung und Neugier nachlassen. Sich zu sehr auf Poker und das dazugehörige Umfeld zu konzentrieren, führt oft dazu, dass man andere Bereiche stark vernachlässigt und deren Bedeutung herunterspielt.

Besonders ungünstig ist das für die Gefühle von Selbstbewusstsein und Erfolg. Wenn der Fokus nur auf Poker liegt, hängen diese Gefühle ganz extrem von den finanziellen Ergebnissen ab. Man hat sie zum einen nicht zu 100% unter Kontrolle und zum anderen reichen sie natürlich, selbst wenn sie exzellent sind, nicht für ein erfülltes Leben. Dazu kommt, dass man sehr ungünstige Vergleiche anstellt, wenn man nur von Pokerspielern umgeben ist. Man vergleicht sich tendenziell immer mit nahestehenden Personen, die erfolgreicher sind als man selbst. All das kann sich sehr ungünstig auf das Selbstbewusstsein und die Gelassenheit auswirken. Das heißt, diese beiden Aspekte schwanken dann einerseits extrem in Abhängigkeit von den Ergebnissen, andererseits reicht es selbst in den besten Phasen nie für vollkommene Zufriedenheit.

Viele der Bereiche, die einen sehr viel größeren Einfluss auf unsere Lebensqualität haben als finanzieller Erfolg, kommen zu kurz. Dazu gehören Sport, Ernährung, Sozialkontakte (außerhalb der Pokerszene) und vor allem das Erkunden neuer Interessen oder Karrieremöglichkeiten.

Neue Wege gehen
Wenn man aber seit Jahren die selbe Routine lebt und nie gelernt oder versucht hat, sich auch in anderen Lebensbereichen weiterzuentwickeln, ist es schwer neue Schritte zu wagen.

Die berühmte Komfortzone ist auch deshalb so schwer zu verlassen, weil man nostalgisch an den "guten alten Zeiten" hängenbleibt, als Poker als Hauptlebensinhalt noch gut funktioniert hat. Daher ist es ganz wichtig zu erkennen: Wir MÜSSEN uns ein Leben lang weiterentwickeln, um glücklich zu werden. Es gibt kein (finanzielles) Endziel, ab dem wir den Rest des Lebens wunschlos glücklich sind.
Diesen Gedanken scheinen aber viele Pokerspieler zu haben, die verzweifelt versuchen, so viel Geld wie möglich aus dem immer tougher werdenden Markt herauszuholen, in dem Gedanken, dass es irgendwann genug sei. Und das, obwohl sie längst jegliche Freude am Spiel verloren haben.

Sich weiterzuentwickeln heißt also auch zu erkennen, ab wann alte Verhaltensweisen und Interessen nicht mehr funktionieren und wann es an der Zeit ist, radikale Veränderungen zu starten. Das kann anfangs sehr unangenehm sein, ist aber dennoch notwendig.
Wie bei jeder großen Veränderung sollte man auch hier mit kleinen Schritten beginnen. Ein paar einfache praktische Tipps:

- Nimm dir fest vor, jeden Tag etwas zu tun, das überhaupt nichts mit Poker zu tun hat, dir aber Freude bereitet.

- Sieh dir Videos, Bücher, Events, etc. zu Themen an, die dich schon lange interessieren und die du schon lange vor dir herschiebst.

- Gewinne regelmäßig Abstand zum Pokern durch Sport, Reisen, Ausflüge. Solche Pausen wirken Wunder für die Motivation und die Kreativität beim Spielen danach.

- Lerne mehr Leute außerhalb der Pokerszene kennen. Je vielfältiger, desto besser. Perspektiven und Wege anderer Menschen helfen extrem gut dabei, den eigenen Tunnelblick loszuwerden und eine bessere Balance zwischen den Lebensbereichen zu finden.

- Erkundige dich bei ehemaligen Pokerspielern, wie und warum sie andere Wege gegangen sind. Viele Profis glauben aufgrund eines fehlenden Studiums o.Ä. keine Alternativen zu haben. In Wirklichkeit bieten sich über die Pokerszene unglaublich viele Möglichkeiten, mit smarten und erfolgreichen Leuten zu connecten und etwas zu lernen. Neben den Ex-Pokerspielern gibt es vor allem auf Liveturnieren sehr viele Freizeitspieler, die in anderen Branchen erfolgreich sind.

- Überprüfe kritisch, ob deine Motivation für Poker noch intrinsisch ist (Spaß und Interesse am Spiel) oder nur noch von fehlenden Alternativen, Angst und Gewohnheit geleitet wird. Mach dir bewusst, dass im 2. Fall eine radikale Änderung schmerzhaft, aber notwendig ist.

Egal was davon auf dich zutrifft, ich helfe dir in meinem Coaching natürlich gerne, deine Motivation wieder aufzufrischen oder dabei, neue Wege zu gehen und das Beste aus deinen Chancen zu machen!

Hast du Fragen zum aktuellen Artikel oder allgemein zum Thema? Ich beantworte sie dir gerne in den Kommentaren!

Poker Psychologie: Sozialleben und Hobbies 101

Über mich: Ich bin 32, Psychologe und spiele seit 10 Jahren Poker. Durch mein Wissen über das Leben als Pokerspieler und moderne psychologische Methoden konnte ich schon etlichen Pokerprofis dazu verhelfen, an den Tischen bessere Leistungen zu bringen, aber auch das Leben mehr zu genießen. Ich wohne seit 10 Jahren in Wien, wo ich viele Kontakte zur aktiven Pokercommunity pflege. Den größten Teil meiner Karriere habe ich NLHE und PLO Headsup gespielt.

Infos über mein Coaching findest du unter www.jan-philippi.com/poker

Sie finden de.PokerNews auch auf Twitter und Facebook.

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