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Olivier Busquet holt King of the Hill 2 Titel

oliver busquet

Im Finale von King of the Hill 2 trafen im Rivers Casino in Pittsburgh in Pennsylvania Olivier Busquet und Parker „TonkaaaaP” Talbot aufeinander, nachdem sie ihre Erstrundenpartien gegen Shaun Deeb und den bisherigen Champion Phil Hellmuth gewonnen hatten.

Am Ende stand Busquet als Gewinner der zweiten Auflage des Poker Night in America-Heads-Up-Turniers fest – dabei besiegte er Deeb und Talbot in beiden Matches klar und deutlich. Im Finale gegen Talbot starteten beide Spieler mit $100.000 Casino-Chips, gespielt wurde Heads-Up im Turniermodus.

Auch wenn die Struktur ein Best-of-3 vorsah, hatte Busquet das Turnier bereits nach zwei Spielen für sich entschieden – damit gingen $200.000 und der Championship-Gürtel an ihn. Zuschauer konnten seinen Sieg auf dem Twitch-Kanal von Poker Night in America Twitch live verfolgen.

Das erste Match geht an Busquet

Im ersten Heads-Up erwischte Talbot den besseren Start – der Streamer erarbeitete sich eine frühe, knappe Führung gegen Busquet und konnte sich weiter absetzen, nachdem er in zwei aufeinanderfolgenden Händen Damen ausgeteilt bekommen hatte.

Danach wechselte die Führung mehrmals – als Busquet im Blind-Level 1.200/2.400 vorne war, raiste er mit {10-Spades}{9-Spades} auf 6.000. Talbot spielte mit {Q-Clubs}{J-Clubs} eine 3-Bet auf 18.000.

Busquet machte den Call und der Pot sollte weiter wachsen. Auf einem {2-Spades}{10-Clubs}{10-Diamonds} traf Busquet Trips, aber Talbot spielte unbedarft 10.000 an. Busquet fand den Call und der {8-Hearts} Turn gab Talbot einen Gutshot-Straightdraw, der aber nichts wert war, weil jede Neun Busquet ein Full House machen würde.

Nichtsdestotrotz setzte Talbot erneut an – diesmal für 17.000.

„Ich muss sagen, es sieht aus, als würde er sich auf eine 3-Barrel vorbereiten“, sagte Doug Polk, der mit Hellmuth in der Kommentatorenkabine Platz genommen hatte.

Busquet machte wieder den Call und Polks Gefühl sollte sich als richtig erweisen. Am {6-Spades} River ging Talbot tatsächlich all-in. Busquet machte den schnellen Call und damit war das erste Match vorbei.

Im anschließenden Interview mit Pete Manzinelli schrieb Busquet seine Match-Siege seinem Skill und einer gehörigen Portion Glück zu.

„Ehrlich gesagt hatte ich gestern einen guten Run und heute runne ich wieder gut“, sagte er. „Vor der letzten Hand habe ich gesagt, dass ich noch keine einzige 3-Bet gecallt hätte, es war also die erste 3-Bet, die ich gecallt habe, und auf dem Flop traf ich sofort Trips. Und danach bekam ich eine gute Turn-Karte, die er barreln konnte, ich meine, da hatte ich wirklich Glück. Natürlich denke ich, dass ich gut spiele, aber ich habe auch sehr viel Glück und hoffe, dass es so weitergeht.“

„Ich muss nur noch ein Spiel gewinnen.“

Talbot fand für seinen Gegner lobende Worte.

„Er ist ziemlich gut in diesem Spiel, weißte?“, sagte er zu Manzinelli. „Ich muss nur gute Karten bekommen, das ist alles.“

Busquet schlägt erneut zu

Im zweiten Match ging die Führung sofort an Busquet und nach wenigen Spielminuten entwickelte sich die erste interessante Hand.

Bei Blinds von 500/1.000 raiste Busquet am Button mit {K-Diamonds}{J-Diamonds} auf 2.500 und Talbot callte mit {J-Clubs}{6-Clubs}. Am {10-Clubs}{K-Clubs}{Q-Diamonds} Flop trafen beide Spieler einen openended Straightdraw – Busquet hatte zusätzlich Toppair getroffen, aber Talbot konnte das mit einem Flushdraw ausgleichen. Talbot check-callte Busquets Bet von 2.500 und der Turn brachte mit der {9-Diamonds} tatsächlich eine interessante Karte. Beide Spieler hatten die gleiche Straße getroffen und beide bekamen mit ihren Flushdraws einen Freeroll, um den ganzen Pot zu gewinnen.

Diesmal spielte Talbot von vorn 5.500 an und Busquet machte den Call. Die {9-Clubs} am River brachte Talbot den Flush und diesmal spielte er 17.000 an. Busquet überlegte eine ganze Weile, aber am Ende wanderten seine Karten in den Muck und er benutzte einen seiner Reveal-Chips, um zu überprüfen, ob er am River die richtige Entscheidung getroffen hatte. Damit waren beide Spieler wieder gleichauf.

Busquet spielte daraufhin ein paar erfolgreiche Bluffs, um in Führung zu gehen. Danach ging es einige Zeit hin und her, bis es Talbot ein paar Level später gelang, wieder an Busquet heranzukommen.

Busquet war immer noch vorne, als Talbot am Button mit {A-Spades}{8-Diamonds} auf 5.500 raiste und Busquet mit {J-Clubs}{J-Hearts} eine 3-Bet auf 17.000 spielte. Talbot callte und am {8-Spades}{Q-Diamonds}{A-Clubs} war Talbot mit Two Pair ein großer Favorit. Busquet checkte, Talbot spielte 10.500 an und Busquet wagte den Call.

Den {5-Diamonds} Turn checkten beide Spieler und mit dem {A-Diamonds} River komplettierte Talbot ein Full House. Busquet checkte erneut und Talbot feuerte 30.000. Busquet kommentierte den River als „unglücklich“, dachte eine Weile darüber nach und entschied sich für den Fold.

Etwas später waren die Blinds auf 1.500/3.000 gestiegen und Talbot war in Führung, als eine weitere große Hand gespielt wurde. Busquet raiste am Button mit {6-Clubs}{5-Clubs} auf 6.000 und Talbot verteidigte seinen Big Blind mit {J-Hearts}{9-Diamonds}. Beide Spieler trafen am {3-Diamonds}{6-Hearts}{J-Spades} Flop ein Paar, aber Talbot war vorne. Beide Spieler checkten den Flop und gemeinsam ging es zum {10-Hearts} Turn.

Diesmal spielte Talbot 9.000 an und Busquet machte den Call. Die {6-Spades} am River schenkte Busquet Trips Sechser.

„Jetzt ist die Frage nur, wie teuer es sein wird“, bemerkte Polk.

Wie sich herausstellte, sollte es für Talbot richtig teuer werden, der sich dazu entschied, 12.500 zu betten und auch noch Busquets All-in zu callen, nachdem dieser für insgesamt 72.500 all-in gegangen war. Busquet hatte mit diesem Pot eine gewaltige 7:1-Chipführung inne und wenig später war der ganze Spuk vorbei.

In der letzten Hand shovete Busquet am Button mit {J-Hearts}{9-Clubs} und Talbot hatte mit {A-Spades}{K-Hearts} einen einfachen Snap-Call. Talbot hoffte auf ein Double-Up, aber der {3-Clubs}{7-Diamonds}{9-Hearts} machte seine Hoffnungen zunichte und Busquet war mit einem Paar Neuner deutlicher Favorit. Der {10-Hearts} Turn und der {2-Hearts} River änderten nichts mehr und damit war klar: Olivier Busquet ist der neue „King of the Hill“.

Nach dem Match fragte Manzinelli Busquet, wie er es geschafft hatte, beide Runden ohne Niederlage zu gewinnen.

„Es waren vier Matches. Ich habe gegen gute Spieler gespielt; vor allem Parker hat sehr gut gespielt. Ich habe einfach in jedem Spiel das bessere Ende des Decks erwischt.“

Talbot fand, dass Busquet einige sehr starke Folds gemacht hat.

„Ähm, nein“, sagte er, als er gefragt wurde, ob das Deck seinen Gegner bevorteilt hätte. „Er hat einfach jedes Mal gefoldet, wenn ich eine große Hand hatte. Das war … nervig.“

Busquet lachte, aber erklärte, dass er Glück hatte, dass die Boards auf eine bestimmte Weise ausgelaufen waren, die es für ihn einfacher gemacht hätten, den Fold zu finden, wenn sein Gegner die bessere Hand hatte.

„Man kann genauso Glück wie beim Treffen von starken Händen haben, um gute Folds machen zu können.“

Talbot verlieh seiner Enttäuschung bei Twitter Ausdruck, aber zeigte sich auch glücklich darüber, dass er um einen KOTH-Titel spielen konnte.

Ein Blick in die Zukunft

Im Poker Night in America-Stream wurde angekündigt, dass King of the Hill 3 am 25. und 26. Oktober im Sugarhouse Casino in Philadelphia stattfinden wird. Busquet wird seinen Titel gegen drei neue Kontrahenten verteidigen: WSOP Main Event-Champion 2017 Scott Blumstein, Dan Coleman und Brandon Adams.

PokerNews wird auch in Zukunft mit von der Partie sein, um über das anstehende King of the Hill-Spektakel zu berichten – also schauen Sie regelmäßig bei uns vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben.

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