Dietrich Fast gewinnt das ACOP Super High Roller für $2.1 Millionen

Dietrich Fast

Mit Dietrich Fast ist es wieder einmal einem deutschen High Roller gelungen, einen großen Final Table für sich zu entscheiden. Das PokerStars Asia Championship of Poker HK$800.000 Super High Roller hatte 79 Entrys auf sich vereint, für seinen Sieg bekam Fast HK$16.690.000 ausgezahlt – das sind $2,1 Millionen!

Sein letzter großer Gewinn, ein fünfter Platz im Triton Super High Roller Series Macau HK$1M Main Event für HK$4.607.000, liegt erst ein paar Tage zurück. Der Super High Roller-Sieg bringt ihm zugleich sein bis dato größtes Preisgeld ein – den bisher größten Cash für seinen Sieg beim letztjährigen WPT L.A. Poker Classic für $1 Million übertrifft er spielend.

„Es ist schön, die Resultate einzufahren und das ist sicher ein Erfolg“, erzählte er den Turnier-Berichterstattern. „Aber das wird mich nicht davon abhalten, in Zukunft noch härter zu arbeiten.“

Official Final Table Results

PlacePlayerHome CountryPrize
1Dietrich FastGermanyHK$16,690,000
2Steve O'DwyerIrelandHK$11,865,000
3Timothy AdamsCanadaHK$7,768,960
4Daniel DvoressCanadaHK$5,978,000
5Felix BleikerSwitzerlandHK$4,734,000
6Bryn KenneyUSAHK$3,702,000
7Jason KoonUSAHK$2,913,000
8Shan HuangChinaHK$2,276,000
9Paul NeweyUKHK$1,730,000

Bei diesem Event wurden 11 Plätze mit einem Preisgeld bedacht. Christian Christner und JC Alvarado erreichten am letzten Spieltag zwar das Geld, aber für den Final Table reichte es nicht mehr.

Den Live-Updates zufolge war Fast zu Beginn des Final Tables einer der größeren Stacks mit etwas weniger als 50 Big Blinds. Zu diesem Zeitpunkt waren die Augen auf Timothy Adams gerichtet, der deutlich mehr Chips als der nicht weniger gefährliche Zweitplatzierte, Bryn Kenney, hatte.

Paul Newey hatte sich mit gerde einmal sechs Big Blinds an den Finaltisch geschummelt und es dauerte nur 10 Minuten, bis das Turnier für ihn gelaufen war: {k-Clubs}{q-Spades} war chancenlos gegen Kenneys {a-Spades}{9-Hearts}. Shan Huang hatte ebenfalls weniger als 10 Big Blinds und er konnte sich Newey anschließen, nachdem sein König hoch an Kenneys Ass hoch gescheitert war.

Fasts erstes Opfer war Jason Koon. Der Amerikaner ging mit etwa 10 Big Blinds gegen das Openraise von Fast all-in. Der Deutsche dachte nach und callte schließlich mit {q-Spades}{j-Hearts}. Zu seiner Freude hatte er einen Coinflip gegen {5-Diamonds}{5-Clubs} erwischt, ein Bube am Flop bedeutete das Ende für Koon.

Fasts Momentum bekam einen Dämpfer versetzt, als es Kenney nach einem Preflop-All-in gelungen war, mit Buben gegen Könige zu gewinnen. Aber Fast ließ sich nicht beirren: Am Button limpte er bei Blinds von 1.200.000/2.400.000/300.000 {k-Spades}{10-Spades} am Button. Kenney raiste im Small Blind auf 11,2 Millionen, Fast machte den Call. Beide checkten den Flop, am Turn spielte Kenney erst 11,7 Millionen an, um den River auf einem {10-Diamonds}{j-Hearts}{7-Clubs}{10-Hearts}{5-Diamonds} Board zu shoven. Fast callte mit seinen 47,2 Millionen und Kenney war gezwungen, seine {q-Clubs}{q-Hearts} in den Muck zu werfen.

Mit nur neun Big Blinds im nächsten Level war für Kenney Schluss, nachdem er mit {a-Diamonds}{k-Hearts} gegen Adams Neuner gescheitert war.

Steve O’Dwyer teilte einen bösen Bad Beat gegen Felix Bleiker aus – Blind vs. Blind ging O’Dwyer mit {a-Clubs}{q-Clubs} all-in, Bleiker hatte mit {a-Hearts}{a-Spades} den einfachsten Snapcall. 97 Millionen befanden sich im Pot. Am {10-Hearts}{k-Spades}{7-Hearts} Flop war zwar kein Flushdraw zu sehen, aber der {j-Diamonds} am River brachte O’Dwyer die Broadway-Straße. Bleiker hatte nach der Hand so gut wie keine Chips, und wenig später wirklich keine mehr.

Daniel Dvoress brachte seine letzten 20 Big Blinds im Big Blind unter, sein Freund und kanadischer Landsmann, Adams, machte den Call. Dvoress hatte mit {k-Spades}{j-Clubs} preflop gute Chancen gegen {a-Clubs}{10-Spades}, auf einem {a-Diamonds}{9-Clubs}{k-Hearts}{8-Clubs}{9-Hearts} Board half ihm das herzlich wenig.

Auch bei drei verbliebenen Spielern war Adams noch in Führung, aber das sollte sich nach dieser Hand ändern: Bei Blinds von 1.500.000/3.000.000/500.000 raiste Adams auf 8 Millionen. Fast verteidigte seinen Big Blind und check-callte auf einem {9-Hearts}{j-Clubs}{3-Clubs} Flop 15 Millionen. Am {j-Hearts} Turn check-callte er weitere 42 Millionen, am {10-Diamonds} River wanderten seine restlichen 83 Millionen in den Pot. Adams zeigte {k-Diamonds}{j-Spades} für Trips, aber Fast hatte mit {k-Spades}{q-Diamonds} eine Straße getroffen.

O’Dwyer verlor einen Riesenpot, nachdem der Deutsche Trips gegen O’Dwyers Bottom Pair gefloppt hatte. Mit ein paar Big Blinds stand es schlecht um O’Dwyer. Allerdings kam er mit einem Triple-Up und Double-Up wieder zurück, um mit etwas mehr als 10 Big Blinds im Spiel zu bleiben.

Und Fast tat O’Dwyer tatsächlich den Gefallen, Adams aus dem Spiel zu nehmen. Im Small Blind ging Fast für etwa 20 Big Blinds all-in, um den Kanadier unter Druck zu setzen. Adams callte mit Pocket-Achtern und war gegen Fasts {q-Diamonds}{9-Spades} knapp vorne. Vier Karten lang war Adams glücklich über den Boardverlauf, die Neun am River bedeutete das Aus für ihn.

Mit einer 5:1-Führung schien alles sicher, aber O’Dwyer fand ein frühes Double-Up. Fast feuerte auf einem {3-Diamonds}{2-Hearts}{k-Clubs}{q-Hearts}{10-Diamonds} Board eine 3-Barrel mit {5-Hearts}{4-Hearts} ab, nachdem er seinen Straight- und Flushdraw verpasst hatte. O’Dwyer machte den Call mit {q-Clubs}{7-Clubs}, um zu Fast aufzuschließen. Fast hatte jedoch das Glück auf seiner Seite, als er ein höheres Two Pair als O’Dwyer traf. {a-Diamonds}{8-Clubs} spielte auf einem {9-Diamonds}{a-Spades}{8-Hearts}{3-Clubs}{j-Clubs} Board gegen {9-Spades}{3-Diamonds}.

Nachdem O’Dwyer den River geshovet und Fast gecallt hatte, war das Turnier zu Ende. Für O’Dwyer war das Turnier trotz eines für ihn seltenen zweiten Platzes ein Erfolg – zum zweiten Mal in diesem Jahr konnte er über $1 Million in Macau gewinnen. Im April hatte er ein PokerStars-High Roller gewonnen und dafür ein Preisgeld in ähnlicher Höhe eingestrichen.

Foto von PokerStars

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