Poker Film 'Molly's Game' mit vielen positiven Kritiken

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Fast zwei Jahrzehnte nach dem 1998 veröffentlichten Poker-Film Rounders, der die Herzen von Pokerspielern auf der ganzen Welt (und von Leuten, die Pokerspieler werden sollten) im Sturm erobert hatte, erscheint demnächst vielleicht ein neuer Poker-Blockbuster. In jedem Fall hat die Ankündigung viele Fans des Spiels bereits in eine nostalgische Stimmung versetzt.

Die Rede ist von Molly’s Game, der am 22. November in die Kinos kommt. Der neue Film basiert auf der wahren Lebensgeschichte von Molly Bloom. Bloom hatte nach ihrer Karriere als olympische Skiläuferin 10 Jahre lang ein exklusives, illegales High-Stakes-Cashgame in Hollywood geleitet, bevor sie im Rahmen einer verdeckten FBI-Ermittlung mitten in der Nacht festgenommen wurde. Geschrieben und unter der Regie von Aaron Sorkin wird Jessica Chastain in die Rolle von Bloom schlüpfen – zum Cast gehören ebenfalls Kevin Costner, Michael Cera, Chris O'Dowd, Idris Elba und Jeremy Strong.

Die Gemeinsamkeiten der beiden Filme liegen aber nicht nur bei der illegalen High-Stakes-Poker-Action. Ein Teil der Geschichte von Molly’s Game (aus ihrem 2014 veröffentlichten Buch) besteht darin, dass mehrere Hollywood-Schauspieler angeblich an Blooms High-Stakes-Tischen Platz genommen haben – darunter niemand geringeres als der Protagonist von Rounders: Matt Damon. Ob das ein Zufall ist?

Es gibt erste Reviews

Molly’s Game wurde vor kurzem beim Toronto International Film Festival gezeigt und die ersten Bewertungen fallen gemischt, aber mehrheitlich positiv aus.

Nach 22 abgegebenen Reviews bei Rotten Tomatoes steht der Film bei einer Wertung von 91% – zur zwei Kritiker haben sich bei ihrer Bewertung für die „verfaulte“ Tomate entschieden.

Die meisten Top-Reviews attestieren dem Film zwar ein paar Schwächen, können ihn abgesehen davon aber nur empfehlen. Gemein ist den ersten Reviews, dass die faszinierende Geschichte des Films, das unterhaltsame Drehbuch und die hervorragende Besetzung gelobt werden.

Todd McCarthy vom Hollywood Reporter schrieb etwa: „In seinem lange überfälligen Debüt als Regisseur schafft Sorkin es, zu unterhalten und den Zuschauer dazu zu bringen, jede Kleinigkeit dieser verrückten Geschichte, die von einem herausragenden Cast erzählt wird, aufsaugen zu wollen.“

Die meisten Reviews loben vor allem die Besetzung und Leistung von Chastain als Bloom sowie die im Drehbuch festgehaltene Charakterentwicklung.

Varietys Chef-Kritiker Peter Debruge schrieb in Bezug auf Sorkings Entwicklung von Blooms Charakter: „Für einen Autoren, dem in der Vergangenheit Frauenfeindlichkeit unterstellt wurde, liefert ‚Molly’s Game’ eine der besten weiblichen Kino-Darbietungen – eine kurzweilige, dynamische und zwingend unterhaltsame Geschichte, die Chastains herausragendes Talent auf fantastische Weise zu nutzen weiß.“

Reviews mit gemischten Gefühlen

Drei der fünf „Top-Kritiken“, die dem Film bei Rotten Tomatoes eine gemischte, aber hauptsächlich positive Bewertung gegeben haben, beinhalten auch die Meinung von Vikram Murthi, der schreibt: „Die ständigen Freuden von Molly’s Game wiegen die gelegentlichen Schwächen von Sorkins Leistung mehr als auf.“

David Edelstein vom New York Magazine/Vulture sagt: „Es gibt viel, was bei Molly’s Game fehlt, vor allem in Bezug auf die persönlichen Beziehungen der Protagonistin. Was da ist, gefällt aber.“

Und Barry Hertz von Globe and Mail gab dem Film drei von vier Punkten und bezeichnete ihn als solides Debüt mit herausragenden Leistungen von Chastain, Elba und Costner. Die Dialoge, die im für Sorkin typischen Stil gehalten sind, werden von ihm als „temporeich wie ein Presslufthammer“ beschrieben, bei dem „jeder Satz mit einer überraschenden Wendung des vorherigen Satzes endet“.

Negative Reviews

In einem der wenigen negativ gehaltenen Reviews schrieb Kevin Jagernauth von The Playlist: „‚Molly’s Game’ ist nur eine gewisse Zeit lang fesselnd, weil man irgendwann begriffen hat, dass die Poker-Chipstapel immer höher wachsen, die Outfits teurer werden und tiefer ausgeschnitten sind und die Spieler um mehr Geld spielen – das Filmgeschehen wirkt ein bisschen monoton. Bei einer Laufzeit von 2 Stunden und 20 Minuten ist die Geschichte überlang, auch wenn man Sorkin zugutehalten muss, dass sein schwungvolles Drehbuch immer in Bewegung ist.“

„Want to See“?

Auch wenn einige Rezensenten auf Mängel in Molly’s Game hingewiesen haben, ist eine Sache sicher – dass sich viele darauf freuen werden, den Film endlich sehen zu können.

Bei Rotten Tomatoes können die Nutzer der Seite auf „Want to See“ oder „Not Interested“ klicken, um ihr Interesse oder Nichtinteresse an einem Film zu bekunden. Von den 420 Nutzern, die dieses Feature auf der Unterseite von Molly’s Game genutzt haben, war bisher nicht ein einziger Besucher „nicht interessiert“.

Für Poker-Liebhaber ist ein Film, der auch nur teilweise an Rounders erinnern könnte, immer interessant. Ich gehe davon aus, dass sich viele von ihnen Molly’s Game anschauen werden, wenn der Film in die Kinos kommt, um sich ein eigenes Urteil zu erlauben.

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