Tony G bringt Bankera Kryptowährung in den regulierten Bank Sektor

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Bankera startet am Montag, den 28. August, mit seinem Initial Coin Offering (ICO). Die neue Kryptowährung hat mehrere interessante, besondere Features – aufmerksam sind wir aber vor allem geworden, als wir erfahren haben, dass Antanas „Tony G” Guoga zum Beraterteam des Unternehmens gehört.

Tony G ist berühmt für seinen Table-Talk und seine Resultate, aber inzwischen ist er ein Befürworter von Kryptowährungen geworden und im Rahmen seines Berufs als Mitglied des europäischen Parlaments (MdEP) setzt er sich in besonderem Maße für das digitale Geld ein.

Viele Spieler haben herausgefunden, dass ihre Poker-Skills mit Fähigkeiten korrelieren, die im Finanzdienstleistungssektor gebraucht werden, aber Tony G scheint diese Erkenntnis auf ein völlig neues Niveau zu heben.

Bankera wird wie eine echte Bank sein

Bankera hat sich das Ziel gesetzt, wie eine echte Bank ordnungsgemäß reguliert zu werden – mit allen Folgen. Das Unternehmen hat angekündigt:

„Bankera wird seinen Kunden Zahlungs-Accounts mit persönlichen IBAN-Nummern, zwischenbankliche Umtauschkurse, Debitkarten und andere Zahlungsmethoden anbieten. Die bei uns angebotenen Dienstleistungen werden nicht nur Fiatgeld unterstützen, sondern auch digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum, DASH, NEM und andere.“

Guoga bemerkte: „Bankera genießt den Vorteil, der erste Betreiber auf einem neuen Markt zu sein, da das Minimalprodukt vor dem ICO bereits betriebsbereit ist.“

Das Unternehmen erwartet, 2019 eine Bankenzulassung zu erhalten – bevor das Produkt vollständig zur Verfügung steht, wird also noch einige Zeit vergehen, aber Debitkarten und IBAN-Nummern können in den Accounts schon jetzt angefordert werden. Die Debitkarten sind bei Einzahlungen von mindestens €1.000 kostenlos.

Kryptowährungen und Online-Poker

Online-Poker-Spieler haben zu den ersten Nutznießern von Kryptowährungen gehört.

Infolge des Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts 2006 (UIGEA), der in den USA verabschiedet wurde, haben sich die Banken geweigert, Transaktionen für Online-Glücksspiele abzuschließen. Obwohl Online-Poker in New Jersey, Delaware und Nevada wieder reguliert ist, sind Ein- und Auszahlungen über das Bankensystem nicht immer möglich.

Kryptowährungen wie Bitcoin bieten den Spielern eine Möglichkeit, dem Problem aus dem Weg zu gehen – dazu kommt der Vorteil der Anonymität. Zunächst haben sich die im Ausland sitzenden US-Poker-Seiten dazu entschieden, Ein- und Auszahlungen via Bitcoin zuzulassen. Inzwischen haben sich aber fast alle wichtigen Poker-Anbieter dazu entschlossen, mindestens eine Kryptowährung zu unterstützen. Tony Gs eigene Poker-Seite TonyBet gehört zu den Pokerräumen, die Bitcoin akzeptieren, und wir gehen davon aus, dass auch Bankera bald in der Liste der Zahlungsmethoden zu finden sein wird.

Das Bankenproblem machte sich auch in Europa bemerkbar, nachdem sich immer mehr Länder dazu durchgerungen hatten, Online-Poker zu regulieren, und zeitgleich begann der Siegeszug der Kryptowährungen Richtung Mainstream.

Zentralbanken und Regierungen auf der ganzen Welt haben damit begonnen, einen gesetzlichen Rahmen für Kryptowährungen zu schaffen, auch wenn sie weiterhin beunruhigt sind, dass sich diese neue Art Geld ihrer Kontrolle entzieht.

Bankera zielt klar darauf ab, auf dem Kryptowährungs-Markt auf der regulierten Seite zu stehen – daher ist es für Bürger der USA noch nicht möglich, Accounts zu eröffnen.

Ist Bankera einen Versuch wert?

Bankera ist kein Start-Up, sondern eher ein neuer Geschäftszweig der Anbieter von SpectroCoin, die ebenfalls eine Bitcoin-Börse und -Wallet anbieten. Ein Großteil der IT-Struktur von Bankera wurde von SpectroCoin entwickelt – über 300.000 Kunden haben sich bereits angemeldet und mehr als 50.000 Debitkarten wurden ausgestellt.

Der Plan, eine Banklizenz zu erlangen, ist auf den ersten Blick gewagt, aber sobald Bankera über eine Lizenz verfügt, befindet sich der Anbieter in einer mächtigen Marktposition.

Bankera offierert darüber hinaus auch eine besondere Umsatzbeteiligung:

„Jeder Besitzer von Banker-Tokens ist dazu berechtigt, einmal in der Woche eine Referral-Provision zu erhalten, die aus 20% des Nettoumsatzes von Bankera besteht.“

Die Auszahlungen hängen vom Ertrag ab, aber die Idee, den Unternehmens-Umsatz anteilsmäßig mit den Besitzern der hauseigenen Währung zu teilen, sollte Einzahler dazu ermuntern, eine positive Kontobilanz zu wahren. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art Zinsen für Kundeneinzahlungen – das ist etwas, was bei gewöhnlichen Bitcoin-Wallets nicht geboten wird.

Der dem ICO vorhergehende Betrieb durch SpectroCoin ist bereits profitabel, daher wird die Umsatzbeteiligung sofort nach dem ICO erfolgen.

Wie immer gilt auch hier: Erstanwender werden das meiste Geld verdienen. Natürlich nehmen sie auch das größte Risiko in Kauf, aber Pokerspieler sind versiert darin, das Verhältnis von Risiko und Rendite klug zu beurteilen.

Falls Sie am ICO teilnehmen wollen, brauchen Sie einen Account bei SpectroCoin. Wer zunächst mehr Informationen einholen will, kann eine FAQ auf der Website von Bankera einsehen.

Wenn Sie sich bereits an Kryptowährungen versucht haben, sollten Sie Bankeras ICO auf dem Schirm haben. Falls Sie zum ersten Mal davon hören: Bankeras Geschäftsmodell könnte sich als erfolgreich herausstellen. In einem Markt, in dem es viele „Wir machen das genauso“-Anbieter gibt, fällt Bankera aus der Reihe.

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