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2018 World Series of Poker

Hellmuth besiegt Polk beim PNIA King of the Hill

Hellmuth besiegt Polk beim PNIA King of the Hill 0001

Am Dienstag wurde die erste Runde des $50.000 Buy-in Poker Night in America „King of the Hill“-Events im Rivers Casino in Schenectady in New York gespielt.

Bei den lang erwarteten Matches traten folgende Spieler gegeneinander an: Frank Kassela vs. Daniel „Jungleman“ Cates und im Anschluss daran Phil Hellmuth vs. Doug Polk – im Grunde war es ein Kampf „Alte vs. neue Poker-Generation“. Nachdem das Event vor allem in der Twitch-Poker-Community aufgebauscht worden war, spielten Kassela und Cates ein Heads-Up gegeneinander, das unerwartet nur von kurzer Dauer war.

Frank Kassela vs. Dan Cates

Das Match von Kassela und Cates begann um 15:30 ET (21:30 Uhr deutscher Zeit) und in der allerersten Hand ging es direkt zur Sache. Kassela entschied sich dazu, auf einem 9-9-7-6-6-Board mit Sieben-Vier für Two Pair mehrere Streets zu callen. Cates hatte im Big Blind allerdings Neun-Fünf und konnte sich mit seinem Full House eine frühe 2:1-Chipführung erspielen.

In der fünften Hand spielte Kassela mit König-Bube offsuit eine 3-Bet auf 2.800, Cates callte am Button mit Ass-Zehn offsuit – am Flop wartete auf die Spieler ein K-J-3 Rainbow-Flop. Kassela setzte zu einer Continuation-Bet für 4.200 an und Cates callte. Am Turn wurde eine Dame aufgedeckt und Kassela bettete 12.500, was der Hälfte seines restlichen Stacks entsprach. Cates ging all-in und Kassela machte einen schnellen Call.

„Ich hab die Nuts“, überbrachte Cates Kassela die schlechte Nachricht und zeigte ihm seine Broadway-Karten.

„Die Nuts sind gut“, bestätigte Kassela – um die Hand zu gewinnen, musste er am River einen König oder Buben treffen.

Die Drei am River besiegelte allerdings sein Schicksal und damit war das Match nach weniger als zehn Minuten vorbei.

„Ich konnte nicht einmal mein ‚Reveal’ nutzen“, bemerkte Kassela und bezog sich dabei auf die beiden Plaque-Chips, die jeder Spieler zu Beginn bekommen hatte, um nach einer Hand die Karten seines Gegners sehen zu können.

Als er die Zuschauer sah, fügte er hinzu: „Tut mir leid. Das hätte Spaß gemacht, wenn es ein bisschen länger gedauert hätte.“

Nach dem Match wurde Cates in die Kommentatoren-Kabine geholt und gefragt, gegen wen er im Finale lieber antreten würde und seine Antwort war Phil Hellmuth.

Polk und Cates spielten im Stream eine freundliche Runde $25/$50 Heads-Up-Cash, um die Zeit zwischen den beiden Matches zu überbrücken – Polk erwischte das glücklichere Ende. Danach ging es vor dem letzten Match des Tages noch einmal in die Pause.

Dan Cates
Dan Cates

Phil Hellmuth vs. Doug Polk

Um 20:00 ET nahmen Hellmuth und Polk am Heads-Up-Tisch Platz und in den ersten 50 Minuten des Matches konnte kein Spieler die Oberhand gewinnen. Dann musste Polk am Button mit {Q-Hearts}{9-Diamonds} gegen Hellmuths {A-Clubs}{4-Clubs} antreten. Auf einem J-T-3 Flop mit zwei Kreuzkarten check-callte Hellmuth eine Bet in Höhe von 1.000 Chips, die Polk gesetzt hatte. Der Turn brachte die Kreuz-Zwei und beide Spieler checkten. Am River tauchte die Pik-Acht auf, Hellmuth checkte noch einmal und Polk spielte jetzt 3.100 an. Hellmuth check-raiste auf 14.100 und Polk ging in den Tank. Nach etwa vier Minuten wagte Polk den Call mit der geriverten Straße und Hellmuth gewann die Hand mit dem Nutflush, was ihm beinahe eine 2:1-Führung einbrachte.

Nachdem ein paar weitere große Pots Richtung Hellmuth gewandert waren, spielten die beiden eine sehr bedeutsame Hand. Es war ein gelimpter Pot und der Flop wurde mit {8-Diamonds}{6-Spades}{2-Hearts} aufgedeckt. Polk hatte {8-Hearts}{6-Clubs} für Two Pair und Hellmuth bloß {7-Hearts}{4-Hearts}. Beide Spieler checkten am Flop und der {10-Hearts} Turn gab Hellmuth einen Flushdraw und einen Double-Gutshot-Straightdraw.

Polk checkte, Hellmuth setzte für 1.200 an – Polk reagierte mit einem Check-Raise auf 3.500. Hellmuth callte und der {9-Diamonds} River bescherte Hellmuth eine Straße. Nachdem Polk gecheckt hatte, spielte Hellmuth eine Value-Bet in Höhe von 11.000. Der Call hätte Polk mehr als zwei Drittel seines restlichen Stacks gekostet und einmal mehr befand sich der erfahrene Heads-Up-Spieler in einem schwierigen Spot. Er begann, laut nachzudenken:

„Ich habe eine merkwürdige Hand. Wie hast du eine Sieben? Sieben-x in Herz? Zehn-Sieben?“ Er seufzte und fügte hinzu: „Die Bet ist auch noch so groß. Es ist wirklich komisch, hier eine Sieben zu haben.“

Schließlich ließ er einen seiner Reveal-Chips entscheiden, ob er callen oder folden sollte. Der Coinflip ging aus Polks Sicht daneben, da er callen musste und Hellmuth tatsächlich eine Sieben hatte.

Die restlichen Chips wanderten in der nächsten Hand in die Mitte und Hellmuths König-hoch konnte sich gegen Polks Dame-hoch behaupten – das Match war vorbei und die beiden standen auf, um sich die Hand zu geben.

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dir in jedem Fall die Hand gegeben hätte und glücklich gewesen wäre“, erzählte Hellmuth Polk.

„Ziemlich sicher?“, fragte Polk scherzhaft.

Bevor er die Kommentatoren-Kabine verließ, erzählte Cates den Twitch-Zuschauern, dass im Final-Match die „neue, mathematische Poker-Generation“ gegen die „alte Schule“ antreten würde – damit spielte er natürlich auf die Heads-Up-Begegnung von Hellmuth und ihm selbst an.

Das spannende Match wird um 17:00 ET beginnen – der Twitch-Live-Stream startet um 17:30 ET (23:30 Uhr deutscher Zeit). Auf den Sieger warten $200.000 und der schmückende „King of the Hill“-Gürtel. Bei PokerNews erfahren Sie, wie das Match am Ende ausgegangen ist.

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