Patrik Antonius will Poker Room in Monte Carlo eröffnen

Patrik Antonius

Patrik Antonius steht nicht mehr im Rampenlicht der Poker-Öffentlichkeit, wie es einmal der Fall war.

Sein letztes Live-Turnier-Preisgeld erspielte er sich im August 2015 und in seine Online-Accounts hat er sich auch seit Monaten nicht eingeloggt, um etwa High Stakes zu spielen.

Aber er ist immer noch da.

Der Finne wurde in Monaco beim 2. Spieltag des €100.000 Super High Rollers der PokerStars Championship 2017 presented by Monte-Carlo Casino® gesehen.

„Mir geht es richtig gut“, sagte Antonius und lächelte dabei über das ganze Gesicht. „Ich bin sehr glücklich mit meiner Lebenssituation, ich kann mich nicht beschweren. Ich bin in der letzten Zeit kaum zu Events gereist. Mein Leben hat sich ein Stück weit verändert und ich habe meine Lebensweise daran angepasst.“

Der ehemalige Full Tilt Poker Pro hat sich auf das Leben mit seiner Familie in Monaco konzentriert, Live-Cashgames spielt er immer noch regelmäßig. Mit Turnier-Poker hat er sich aber seit einiger Zeit nicht mehr beschäftigt.

„Ich kann nicht mehr behaupten, dass ich ein sehr erfahrener Turnierspieler bin.“

„Ich kann nicht mehr behaupten, dass ich ein sehr erfahrener Turnierspieler bin“, gestand er sich ein. „Ich habe 2005 und 2006 viele Turniere gespielt, aber in den letzten acht Jahren habe ich weniger als 10 Turniere pro Jahr gespielt.“

Auch wenn er kein Turnier-Regular mehr ist, wollte er das €100.000 Super High Roller vor Ort auf keinen Fall verpassen.

Einer der Orte, an dem er sich noch bei großen Partien blicken lässt, ist Las Vegas. Daniel Negreanu hat in seinem Blog über ein Spiel geschrieben, an dem Antonius und Fan-Liebling Gus Hansen teilgenommen haben.

„Die Spiele in Vegas waren toll – wir hatten eine Menge Spaß“, sagte Antonius. „Wir haben rund um die Uhr viele verrückte Sessions gespielt.“

Patrik Antonius
Patrik Antonius

Antonius würde sich allerdings wünschen, dass er nicht um die halbe Welt reisen müsste, um einen Seat an einem guten High Stakes-Tisch zu bekommen.

„Ich lebe hier in Monaco mit meiner Familie, meine Kinder wachsen gerade auf und ich will auf keinen Fall monatelang weg von zu Hause sein“, sagte er. „Ich wünschte, wir hätten in Europa mehr große Partien, die regelmäßig stattfinden würden.“

Anstatt den guten alten Zeiten nachzuhängen, in denen er in London, Paris und Monaco große Partien spielen konnte, arbeitet er gerade an einem eigenen Pokerraum. Dabei handelt es sich um ein geheimes Projekt, das – so hofft Antonius – die Messlatte nach oben hängt.

„Ich kann noch nichts über die Details verraten, aber wenn wir einen schönen Pokerraum in Europa bekommen würden, wäre das für viele Leute gut“, sagte er.

Auf weitere Nachfragen konnten wir Antonius entlocken, dass er kurz davor ist, einen Pokerraum in Monaco zu bekommen. Er sagte, dass es einen Markt dafür gibt, weil eine Gruppe von Spielern daran interessiert ist, „relativ hohe High Stakes“ zu spielen, aber kein Interesse daran hat, viel zu reisen.

Monaco ist in der ganzen Welt für seine Casinos und den extravaganten Lifestyle bekannt – ein solcher Pokerraum würde sich wunderbar ins Stadtbild einfügen. Und Antonius glaubt, dass er neben den einheimischen Spielern auch viele andere nach Monaco locken könnte.

„Es wäre sehr einfach, hier gute Spiele zu organisieren. Wir müssen im Grunde nur den Rake auf einem angemessenen Niveau halten.“

„Die Leute würden aus der ganzen Welt nach Monaco kommen“, sagte er. „Es wäre sehr einfach, hier gute Spiele zu organisieren. Wir müssen im Grunde nur den Rake auf einem angemessenen Niveau halten.“

Bevor ein europäischer Bobby’s Room oder Ivey’s Room aber Realität wird – oder lassen Sie ihn uns einfach Patrik’s Room nennen –, ist Antonius überall auf der Suche nach guten Spielen. Nur online nicht.

Das ist vielleicht überraschend von einem Mann, der sich eine Reputation als Online-Titan aufgebaut und bei vielen Fans sogar Legenden-Status erreicht hat.

„Online ist für mich nicht mehr interessant“, sagte er. „Ich sehe dort kaum noch Action und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich gut anstellen würde.“

Stattdessen denkt Antonius darüber nach, sich Richtung Asien aufzumachen, bevor sein europäischer Pokerraum die Pforten öffnet.

„Ich weiß, dass es in Asien mehr Partien für mich gibt“, sagte er. „Ich habe dafür auch meine Pläne, aber sie stehen nicht ganz oben auf meiner Liste.“

Wird er dieses Jahr an der WSOP teilnehmen?

Jedes Jahr denkt er darüber nach, aber jedes Jahr sind die Cashgames zu verlockend.

„Ich plane, sehr spät dorthin zu reisen“, sagte er. „Die Cashgames waren im August ziemlich gut, nachdem alle Turniere zu Ende waren. Die Leute haben zwei oder drei Wochen oder sogar noch länger rund um die Uhr gespielt. Da ist es schwierig, sich von den Cashgames fernzuhalten.“

Antonius sagte, dass er in den letzten fünf Jahren kaum ein WSOP-Event gespielt hat, aber dieses Jahr hat er zwei Events ins Auge gefasst. Er denkt darüber nach, das Main Event und die $50.000 Poker Players Championship zu spielen.

Wenn vor Ort aber ein großes Live-Cashgame stattfindet, können Sie damit rechnen, dass er eher dort zu finden ist – das war auch schon in den letzten Jahren der Fall. Sein Weggang von den Online-High-Stakes bedeutet, dass er für die Öffentlichkeit nahezu unsichtbar geworden ist, aber er hat nach wie vor keine Bedenken, sich mit den weltbesten Spielern anzulegen.

„Ich bin dazu bereit, jedes Spiel zu spielen und es mit jedem aufzunehmen“, so Antonius abschliessend.

Patrik Antonius

Fotos von Danny Maxwell

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