WSOP 2018
2018 World Series of Poker

Dietrich Fast und Adrian Mateos teilen beim Seminole Hard Rock $50K

Dietrich Fast

Nachdem er 2016 $1,5 Millionen und einen World Poker Tour-Titel gewinnen konnte, geht der Lauf für den deutschen Profi Dietrich Fast ungebremst weiter.

Beim Seminole Hard Rock Poker Open $50.000 Super High Roller Reentry erreichte er das Heads-Up und einigte sich dem spanischen Superstar Adrian Mateos auf einen Chop-Deal. Die beiden Europäer setzten sich an die Spitze des 28 Spieler großen Teilnehmerfelds – Fast holte $483.693 auf die Habenseite, für Mateos waren $413.567 reserviert.

Das einzige größere Preisgeld seiner Karriere bekam Fast für seinen Sieg bei der L.A. Poker Classic im Vorjahr – der war $1 Million wert. Mateos überspringt mit seinem Preisgeld die $7-Millionen-Marke im Gesamtranking.

Die Auszahlungen im Überblick

PlatzSpielerPreisgeld
1Dietrich Fast$483.693*
2Adrian Mateos$413.567*
3Rainer Kempe$220.864
4David Peters$151.844
5Jason Koon$110.432

*nach einem Heads-Up-Deal

Das Turnier, bei dem sich die Spieler beliebig oft neu einkaufen konnten, lockte die üblichen Verdächtigen ins Seminole Hard Rock Hotel & Casino in Florida: Dan Colman, Jason Mercier, Tom Marchese, Scott Seiver und Byron Kaverman, um nur einige zu nennen.

Keiner dieser Spieler konnte allerdings den Final Table erreichen, wie ein Blick auf die Live-Updates zeigt.

Fast registrierte sich kurz vorm Ende der verspäteten Anmeldung, aber das sollte sein Tempo nicht drosseln. Gegen Marchese konnte er erfolgreich aufdoppeln, nachdem sich die beiden Button vs. Big Blind einen regelrechten Raising-Krieg geliefert hatten. Fast ging mit einem 5-Bet-Shove für etwas mehr als 30 Big Blinds all-in und brauchte mit {a-Clubs}{q-Spades} Hilfe gegen {9-Hearts}{9-Diamonds}. Mit vier Pik-Karten bastelte er sich erfolgreich einen Flush.

Als nächstes traf Fast auf einem {k-Diamonds}{q-Spades}{5-Spades} Flop ein Set Damen – David Cohen hielt ausgerechnet {k-Clubs}{q-Hearts} für Top Two Pair und damit war sein Bustout nur noch Formsache. Nach dieser Hand ging es für Fast mit 140 Big Blinds an den 8-handed Final Table. Mateos war mit 107 Big Blinds auf dem zweiten Platz.

Schnell wurde die Money-Bubble erreicht. Zuerst war Unglücksrabe Bryn Kenney an der Reihe, Blind vs. Blind Zehner gegen Jason Koons Damen ausgeteilt zu bekommen, als nächstes waren Kathy Lehnes Asse an der Reihe, die sich in einem 3-Bet-Pot gegen Mateos’ Set Neuner geschlagen geben mussten.

Erik Seidel hatte einen Short Stack, hätte es aber beinahe ins Geld geschafft, um näher an Daniel Negreanu heranzukommen und in der All-Time-Money-Rangliste endlich an ihm vorbeizuziehen. Koon machte mit {a-Spades}{k-Hearts} an der Bubble allerdings einen guten Fold, nachdem Fast preflop 90 Big Blinds all-in gestellt hatte.

Am Ende des ersten Spieltages war das Turnier für Seidel gelaufen – und Mateos und Fast waren in den Chipcounts weiter ganz vorne.

Zu Beginn des nächsten Tages kassierte Koon einen Bad Beat, als sich sein Overpair gegen Rainer Kempe geschlagen geben musste – der Deutsche hatte am Turn Two Pair gefunden. Seine restlichen 31 Big Blinds musste Koon ebenfalls Kempe überlassen, nachdem seine Sechser gegen Kempes Ass-König nicht standhalten konnten.

Danach erwischte Fast einen Heater und traf ständig starke Hände, um seinen Stack auf 150 Big Blinds auszubauen. Mit einem weiteren Coinflip – {k-Clubs}{q-Diamonds} vs. {6-Hearts}{6-Diamonds} – nahm er Peters aus dem Turnier und hatte damit 3-handed mehr als die Hälfte der Chips.

Mateos schnappte sich einen Großteil von Kempes Chips, nachdem er mit {9-Diamonds}{7-Diamonds} Top Pair gefloppt und auf einem {9-Clubs}{5-Spades}{2-Diamonds}{4-Spades}{k-Diamonds} Runout zwei Bets gecallt hatte – am Showdown war seine Hand stark genug, um den Pot einzuheimsen.

Bei Blinds von 8.000/16.000/2.000 schauten sich Kempe und Fast einen {j-Clubs}{9-Clubs}{9-Diamonds} Flop an. Kempe spielte für 19.000 an und callte auch das Raise auf 55.000. Am {5-Hearts} Turn check-callte er weitere 120.000 und der River erschien die {6-Spades}. Kempe checkte ein weiteres Mal und callte mit seinem restlichen Stack und {a-Diamonds}{j-Hearts}, aber Fast hatte mit {10-Hearts}{9-Hearts} Trips getroffen.

Zwar hatte Fast zu Beginn des Heads-Ups eine 2:1-Führung inne, aber anscheinend wollten beide Spieler das $2.200-Event spielen, bei dem die Anmeldephase fast vorbei war. Die beiden einigten sich daher schnell auf einen Deal, der beiden Spielern mehr als $400.000 sicherte, und damit war das Turnier für beide beendet.

Foto von Seminole Hard Rock

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