Die 2016 November Nine: Seat 9, Jerry Wong

Jerry Wong

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Jerry Wong ist unter Poker-Fans kein vertrauter Name. Selbst in den Poker-Medien ging er trotz guter Resultate in der Masse unter – in den Live-Updates war sein Name selten zu lesen, bis er sich am Ende des 5. Spieltags des World Series of Poker Main Events den Chiplead erspielt hatte.

Anscheinend will er das auch in Zukunft so halten – Wong nahm sich nur wenig Zeit, um während des Events oder nach Feststehen der November Nine Interviews zu geben oder etwas über sich zu erzählen.

Was wir über Wong wissen: Er hat einiges erreicht, was darauf hindeutet, dass er ein verdammt guter Pokerspieler ist.

Vor dem WSOP Main Event 2016 hatte Wong online bereits über $1,2 Millionen gewonnen. Beim PokerStars Caribbean Adventure Main Event 2013 spielte sich Wong an den Final Table und erreichte den 3. Platz für $750.000 – Dimitar Danchev ging damals siegreich aus dem Event hervor. Der 34-Jährige, der ursprünglich aus Brooklyn kommt, hat auch einige kleinere Events in seiner Wahlheimat Florida gewonnen.

An den virtuellen Pokertischen spielt Wong noch profitabler, weshalb ihn November Niner Gordon Vayo auch als „Online-Spieler der alten Generation“ bezeichnete.

Der Online-Datenbank von PocketFives zufolge hat Wong online mehr als $3,3 Millionen gewonnen – die meisten Preisgelder hat er sich bei PokerStars unter dem Alias „hummylun“ erspielt. Erst im vergangenen Mai beendete er ein $1.000 Event der Spring Championship of Online Poker für $270.000 auf dem 4. Platz. Er besitzt sogar ein Bracelet der World Championship of Online Poker, da er 2014 ein Badugi-Event für $16.146 gewinnen konnte.

Wenn die November Nine Ende Oktober wieder zusammenkommen, sollten Sie Jerry Wong nicht unter den Teppich kehren. Auch wenn er unscheinbar wirkt und keinen besonders großen Stack hat – sein Chipstack reicht nur für den 8. Platz –, zeigen seine Ergebnisse, dass er schon an großen Finaltischen gespielt hat und die Erfahrung auf seiner Seite hat.

Sein Weg zum Final Table

TagChipstandRang
1c45.7002.113/3.252
2235.000398/2.186
3784.00097/800
41.969.00044/251
511.555.0001/80
612.975.00013/27
710.175.0008/9

Den Chiplead verdankte Wong einem Riesenpot: Bryan Piccioli, der den fünften Spieltag als Chipleader begonnen hatte, eröffnete bei Blinds von 30.000/60.000/10.000 aus dem Hijack für 140.000. Wong raiste aus dem Small Blind auf 405.000 und machte den Call, als Piccioli den 4-Bet-Shove für etwa 2,6 Millionen wagte.

Wong: {a-Diamonds}{k-Hearts}

Piccioli: {a-Hearts}{q-Hearts}

Das Board lief mit Acht hoch aus und damit ging der ganze Pot an Wong, der sich bald darauf den Chiplead sicherte.

Was uns erwartet

Wong sagte nach dem Zusammenpacken der Chips am letzten Tag der WSOP 2016, dass er sich nur noch verschwommen an die Ereignisse erinnert. Für den Finaltisch Ende Oktober sollte er seine Konzentration aber wiedergefunden haben.

Vor allem, weil Wong nur noch 20 Big Blinds vor sich stehen hat – und das auch nur eine halbe Stunde lang. Danach werden für den Big Blind 600.000 Chips fällig. Wong muss also frühzeitig ein Double-Up finden, ansonsten wird er unter großem Druck stehen.

Zum Glück hat Wong einen guten Seat erwischt, da hätte es ihn deutlich schlechter treffen können. Die größten Stacks am Tisch – Cliff Josephy und Qui Nguyen – sitzen so weit weg von ihm wie möglich. Sie könnten es am ehesten verkraften, Wong ein Double-Up zu spendieren, deshalb können sie ihn auch am schnellsten aus dem Turnier werfen.

Auf der rechten Seite von Wong sitzen zwei erfahrene und aggressive Spieler, die einen Haufen Chips haben: Kenny Hallaert und Vayo. Wenn sie raisen, bietet sich für Wong eine wunderbare Gelegenheit, all-in zu shoven.

Darüber hinaus ist ein Short Stack am besten dran, wenn hinter ihm oder ihr Stacks sitzen, die einen Shove nur ungern callen wollen. Das ist definitiv der Fall, da weder Benger (26 Millionen) noch Ruzicka (27 Millionen) einen Shove von Wong ohne eine starke Hand callen können. Das sollte es Wong erleichtern, seinen Mitspielern so manchen Pot zu stehlen.

In der Zwischenzeit hat Wong einige andere Live-Turniere gespielt: Bei der World Poker Tour Choctaw reichten seine Bemühungen für $21.228, beim Seminole Hard Rock Poker Open gewann er $25.575 bei einem $2.650 Event.

Er sagte, dass er sich mit starken Poker spielenden Freunden auf die November Nine vorbereiten wird, die Pause wird also erwartungsgemäß von Nutzen sein.

Mehr als alles andere will er aber den Schlaf nachholen, der ihm auf seinem Weg an den Final Table des WSOP Main Events verloren gegangen ist:

„Ich werde die nächsten drei Monate ein Nickerchen machen“, sagte er.

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Name Surname
Mo Nuwwarah
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