2016 World Series of Poker: Ryan D'Angelo holt sein 1.Bracelet

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Für den größeren Teil des letzten Jahrzehnts sowohl online als auch im Live-Poker jede Menge Erfolge zu feiern, so hat sich der 30-Jährige Ryan D’Angelo seinen Ruhm als No-Limit Hold’em-Spieler verdient.

Aber an einem glühend heißen Mittwoch in Las Vegas, gewann ein ruhiger und cooler D’Angelo sein erstes World Series of Poker-Bracelet überhaupt – und das in einer Poker-Variante, die außerhalb von High-Stakes-Cashgames oder der WSOP selten gespielt wird. D’Angelo gewann das WSOP 2016 Event #7: $1.500 2-7 Draw Lowball (No-Limit) und erhielt neben dem Titel eine Siegprämie von $92.338.

„Ich habe das Gefühl, dass ich an meinem Spiel gearbeitet habe, Tilt besser kontrolliere und alles, und ich glaube, dass alles zusammengekommen ist,“ so D’Angelo wenige Augenblicke nach seinem Sieg. „Für mich ist das gerade irgendwie unwirklich. Ich bin einfach nur dankbar dafür, dass das passiert ist, und ich glaube, dass die großen Momente erst noch kommen werden. Das ist wirklich großartig, die World Series so zu starten, es tut gut, eine Stange Geld zu gewinnen und es fühlt sich gut an, seinen Namen in die Poker-Geschichtsbücher zu schreiben und sich ein Bracelet zu schnappen.“

D’Angelo gab zu, dass er abgesehen von etwa 100 Online-Sit and Gos kaum Zeit darauf verwendet hatte, sich im 2-7 Single Draw zu üben. Trotzdem fühlte er sich durch sein Heads-Up-Spiel bestärkt, genug Feinheiten des Spiels verinnerlicht zu haben, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Das Event zog 279 Teilnehmer an und der Final Table stand am Mittwoch fest, an dem mit John Monnette und Dan Kelly zwei ehemalige WSOP-Bracelet-Gewinner Platz nahmen, die beide als Top-Pokerspieler in jeder Variante angesehen werden. D’Angelo hatte am Finaltag jedoch die Führung inne und gab diese bis zu seinem Sieg nicht mehr ab.

„Ich war das ganze Turnier über wirklich gefestigt und die Karten waren mir wohlgesonnen,“ sagte er. „Es fühlte sich wie das perfekte Turnier an. Ich stand niemals vor dem Ausscheiden und ich konnte mir hier und da immer Spots aussuchen, das Spielen hat einfach Spaß gemacht.

Es war wirklich schön, ein Spiel zu spielen, das ich kaum kenne – und ich glaube, das ist das, was jeder an der World Series liebt: Die Möglichkeit, Turniere in ungewohnten Varianten zu spielen.“

Monnette schaffte den Weg bis ins Heads-Up, aber D’Angelo hatte das Turnier bereits gewonnen, als noch drei Spieler am Tisch saßen und nahm eine 6:1-Führung ins Heads-Up-Match. D’Angelo und Monnette hatten 3-handed etwa gleich viele Chips, aber als Short-Stack Tom Franklin durch Monnette aufdoppelte, übernahm D’Angelo die klare Führung und gab ab diesem Zeitpunkt richtig Gas.

„Ich war der Big Stack, daher konnte ich einfach raisen und Druck ausüben,“ sagte er. „Es gab einen großen Preissprung zwischen dem dritten und zweiten Platz und deshalb ließen mich beide in Ruhe. Daher konnte ich nach Belieben jeden Button eröffnen und sie mussten folden.“

Die Regeln des Spiels und die zugrundeliegende Mathematik ist relativ einfach, aber die meisten stimmen überein, dass bei 2-7 Single Draw eine deutlich schwieriger zu erlernende Fähigkeit von Bedeutung ist: Das Lesen Ihrer Gegner. Es ist ein Five-Card Draw-Pokerspiel, bei dem der Spieler mit der besten Low Hand den Pot gewinnt. Die Asse werden hoch gewertet, Flushes, Straights und Paare zählen gegen Ihre Hand. Es gibt eine Setzrunde, bei der Sie vor dem ersten Draw ein Raise bezahlen müssen und eine weitere Setzrunde nach dem Draw. Gespielt wird No-Limit.

Weil es so häufig davon abhängt, herauszufinden, was der Gegner hat, bezeichnen Pokerspieler, die mehr als Hold’em kennen, 2-7 Single Draw häufig als die reinste Form von Poker. D’Angelo gehört mit Sicherheit zu dieser Gruppe.

„Es ist so rein,“ sagte er. „Nach dem Draw geht es nur darum: ‚Haben sie es? Haben sie es nicht?’ Dazwischen gibt es eine Menge Metagame und Leveling – und das Metagame verändert sich im Spielverlauf, weil es Momente gibt, in denen die Gegner mehr oder weniger bluffen.

Es ist wirklich die reinste Form von Poker, eine Menge Soulreads werden abverlangt und Antworten auf die Frage: ‚Hat er es oder hat er es nicht?’“

D’Angelo wollte sich nach seinem Sieg am Mittwoch direkt für ein weiteres Event der Series registrieren und wir werden interessiert beobachten, ob er einen Heater erwischen und daraufhin glauben wird, an der Schwelle zu weiteren Erfolgen zu stehen.

Seine Frau Ronit Chamani und er haben eine Menge Zeit und Geld darauf verwendet, die Wohltätigkeitsorganisation Food Gardens Foundation in Südafrika zu unterstützen. Diese stellt Saatgut bereit und zeigt den Leuten in der Region bessere Methoden in der Landwirtschaft auf.

„Sie geben den Menschen die Möglichkeit, Nahrung anzubauen, für ihre Familien zu sorgen und vielleicht sogar etwas auf dem Markt zu verkaufen,“ sagte er. „Es ist eine großartige Möglichkeit, diesen Leuten dabei zu helfen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.“

Ergebnis Event #7:

*PlatzSpielerPreis
1.Ryan D'Angelo$92,338
2.John Monnette$57,061
3.Tom Franklin$38,582
4.Dan Kelly$26,632
5.Konstantin Maslak$18,775
6.Todd Barlow$13,524
7.Alex Dovzhenko$9,959
8.Joao Vieira$7,501
9.Barry Greenstein$5,781
10.James Morgan$5,781

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