Chris Ferguson kehrt zur WSOP zurück: "Ich bin nur hier, um Poker zu spielen"

Chris "Jesus" Ferguson

Am Samstagabend war zum ersten Mal seit 2010, der 2000 World Series of Poker Main Event Champion und ehemalige Full Tilt Poker Direktor Chris Ferguson wieder zu Gast bei der WSOP.

Die viel geschmähte Ferguson wurde seit dem berüchtigten "Black Friday" im April 2011 bei keinem Live-Poker-Event mehr gesehen, als das US-Department of Justice Full Tilt und andere Offshore-Online-Poker-Betreiber gesperrt hatte. Ferguson und drei weitere Unternehmensleiter hatten ein Pyramidenspiel betrieben, bei dem $ 444.000.000 der Spielergelder an die Full Tilt Besitzer ausbezahlt wurden.

Ferguson verweigerte über einen Anwalt die Aussage und der Fall wurde geschlossen, nachdem Pokerstars Full Tilt gekauft und mit dem US-Justizministerium einen Plan ausgehandelt hatte, um die Spieler auszuzahlen.

Ferguson kehrt nun zurück zur 2016 WSOP und spielte die $ 10.000 Seven-Card Stud Championship.

Es wurde spekuliert, dass Fill Tilt Gründer und Vorstand Howard Lederer bei der 2016 WSOP wieder auftauchen würde, nachdem er eine öffentliche Erklärung an die Poker-Community gerichtet hatte, bei der er sich für seine Verwicklung in den Skandal entschuldigte. Ferguson hat bis dato noch keine öffentlichen Kommentare zu diesem Thema gemacht.

Auf die Frage, warum er blieb so lange weggewesen war, und ob er nicht eine ähnliche Entschuldigung wie Lederer erteilen wolle, hatte Ferguson nur einen Satz.

"Ich bin nur hier, um Poker zu spielen", sagte Ferguson dreimal zu PokerNews und verweigerte weitere Kommentare.

Andere Spieler bei der $10,000 Stud Championship reagierten überrascht, Ferguson beim Turnier zu sehen, wollten aber kein öffentliches Statement abgeben.

Der sechsmalige WSOP Bracelet-Gewinner Layne Flack, der vor 2011 unzählige Male mit Ferguson gespielt hatte, sagte, es ist nicht die Zeit, Ferguson zu beurteilen, und er genauso das Recht habe zu spielen, wie jeder andere.

"Die Menschen erkennen, dass sie nicht die ganze Geschichte kennen und wissen nicht, was sie sagen oder denken sollen", sagte er. "Wir können nicht mit dem Finger auf ihn zeigen, wenn wird nicht alle Fakten kennen."

"Chris Ferguson hat viele gute Dinge für Poker getan. Er ist ein Stehaufmännchen und alle Entscheidungen von Full Tilt Poker können nicht auf ihn fallen. Ich glaube fest daran, dass er keinen Cent vom irgendjemanden genommen hat. Dies liegt nicht in seiner Natur. Es liegt mehr in seiner Natur jemanden alles zu geben, als jemandem alles zu nehemn, und das ist Tatsache."

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