2016 World Series of Poker: Kyle Julius holt sein 1. Bracelet

Obwohl sich Kyle Julius schon lange in der Poker-Szene bewegt, konnte er noch nie ein Live-Turnier gewonnen. Er witzelte danach darüber, dass er lieber auf dem zweiten Platz landet, um der ganzen Medien-Hatz aus dem Weg zu gehen, aber natürlich war Julius überglücklich, sein erstes goldenes Bracelet bei der World Series of Poker einzusacken, nachdem er das Event #4: $1.000 Top-Up Turbo No-Limit Hold’em für sich entschieden hatte.

„Können wir ein paar Coronas bekommen?“, schrie Julius nach seinem Sieg.

Julius feierte seinen Sieg mit seinen Freunden Jason Mercier, Natasha Barbour, Nick Grippo und Garry Gates. Jason Koon rannte für eine große Umarmung zu ihm, bevor er zu seinem eigenen Event zurücklief. Und auch wenn es schön ist, einen so bahnbrechenden Erfolg mit Menschen zu feiern, die einem etwas bedeuten, waren die beiden größten Gründe für Julius Freude zwar nicht körperlich anwesend, dafür aber in seinem Kopf und Herzen.

Julius ist verlobt und seine Verlobte und er erwarten Ende Juli ein kleines Mädchen.

„Wir haben uns über Namen gestritten, bis sie vorschlug: ‚Was ist damit? Wenn du rausgehst und ein Bracelet gewinnst, darfst du den Namen bestimmen’“, sagte er. „Wir werden die Entscheidung immer noch einvernehmlich und zusammen treffen, aber ich glaube, dass ich jetzt ein bisschen mehr zu sagen habe. Das ist ziemlich cool.“

Mit seinem Sieg gewann Julius $142.972 und pushte seine Live-Turnier-Preisgelder damit auf über $3 Millionen. Er ließ ein Teilnehmerfeld von 667 Spielern hinter sich.

„Es fühlt sich großartig an, weil es sich tatsächlich um meinen ersten Live-Sieg überhaupt handelt – und dann noch ein Bracelet, das ist richtig geil. Offensichtlich war das hier eines der kleineren Events im Sommer, aber direkt das zweite gespielte Turnier zu gewinnen, fühlt sich unglaublich an und es wird sich noch besser anfühlen, wenn es mir erst richtig bewusst wird.“

Das Top-Up Turbo-Event war ein neues Format der WSOP, das es Spielern erlaubt hat, ihren Stack mit Hilfe eines „Top-Ups“ zu erhöhen – das war auf verschiedene Arten möglich. Das Buy-in zum Event lag bei $1.000 und die Spieler erhielten 5.000 Chips. Für weitere $1.000 erhielt jeder Spieler weitere 5.000 Chips. Die Spieler konnten im Rio oder online auf WSOP.com aber auch ein $55 Live-Sit and Go spielen, bei dem die drei Erstplatzierten jeweils $250, $150 und $100 und zusätzlich 5.000 Top-Up-Chips gewannen.

In der Samstag-Nacht vor dem Event wurden diese Sit and Gos im Pavilion Room im Rio gespielt, wo sich auch Julius seine zusätzlichen 5.000 Chips sicherte.

„Ich mag Turbo-Strukturen, daher ist alles, was nur einen oder zwei Tage dauert, fantastisch für mich,“ sagte Julius. „Ich denke, es war eine ziemlich coole Idee, diese $55-Dinger online anzubieten, aber ich hatte das Gefühl, dass die Leute damit nicht besonders viel anzufangen wussten. Die Leute hatten keine Ahnung, wie sie online kommen. Ich glaube, dass manche auch durch den Namen des Turniers abgeschreckt wurden und verwirrt waren, was das sollte. Ich kann mir vorstellen, dass die Beteiligung bei einem einfachen 1k Turbo größer ausgefallen wäre, aber insgesamt halte ich es für eine richtig tolle Sache, online einen Extra-Stack für $55 gewinnen zu können. Wenn es besser organisiert worden wäre und die Leute früher Bescheid gewusst hätten, wäre die Beteiligung sicherlich höher ausgefallen.“

Was die Beteiligung der 667 Teilnehmer betrifft: 252 Spieler haben sich lediglich für $1.000 eingekauft, 235 haben ihren Extra-Stack online gewonnen, 99 bei einem der Live-Sit and Gos und weitere 81 Spieler haben weitere $1.000 auf den Tisch gelegt.

Julius benutzte seine zusätzlichen 5.000 Chips, um seinen Stack schneller aufbauen zu können, aber gegen Ende des ersten Spieltags hatte er bei Blinds von 15.000/30.000 weniger als 200.000 Chips übrig.

„Ich spiele schon so lange und ich habe schon so viele Leute gesehen, die kaum Chips hatten und das Turnier trotzdem gewannen,“ sagte er rückblickend. „Man muss die Dinge einfach nüchtern betrachten, wenn man short wird oder zuerst einen großen Stack hat und dann zurückfällt – man weiß, dass jeder die Denkweise hat, wieder zurückkommen zu wollen und den Chips hinterherzujagen, aber so sollte man nicht denken. Ich habe einfach die richtigen Spots gefunden, jede Entscheidung so gut wie möglich getroffen und musste mit dem Ergebnis leben. Ich schaffte mit einem kleinen Stack das Comeback – bei 15k/30k hatte ich noch 170.000 Chips – und erreichte mit All-ins wieder 530k, ohne einen Showdown gesehen zu haben. Es hat funktioniert und ich kann mich über das Ergebnis nicht beschweren.

Das Ergebnis? Es listet Julius als Sieger des WSOP 2016 Events #4: $1.000 Top-Up Turbo No-Limit Hold’em auf und beehrt ihn mit seinem ersten Gold-Bracelet.

PlacePlayerPrize
1Kyle Julius$142,972
2Bart Lybaert$88,328
3Ben Yu$61,137
4Karl Held$43,001
5Hugo Perez$30,742
6Christian Blech$22,345
7Nitis Udornpim$16,518
8George Dolofan$12,422
9Vinny Pahuja$9,506

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