Phil Ivey's £7.8 Millionen Berufung gegen Crockfords gestartet

Phil Ivey

Seit vier Jahren streitet sich Poker-Ass Phil Ivey bereits mit dem Crockfords Casino in London. Dabei fordert Ivey £7,8 Millionen zurück, die er beim Punto Banco im August 2012 erspielt hatte. Nachdem bekannt wurde, dass Ivey dabei die umstrittene Edge Sorting-Technik eingesetzt hatte, wurden ihm die Gewinne vom Hohen Gerichtshof in London, die im Sinne des Crockfords entschieden, aberkannt. Ivey reichte allerdings Berufung ein, so dass die gerichtliche Auseinandersetzung am 13. April in die nächste Runde ging. Die Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.

Ivey entschied sich im Mai 2013, rechtliche Schritte einzuleiten, und startete damit den größten Rechtsstreit in der Geschichte britischer Casinos.

„Ich bin tieftraurig, dass mir Crockfords keine andere Wahl lässt als den Rechtsweg zu beschreiten, nachdem die Entscheidung getroffen wurde, mir meine Gewinne vorzuenthalten,“ teilte Ivey mit der Ankündigung mit, das Casino zu verklagen. „Ich habe große Achtung vor Genting, daher ist mir die Entscheidung besonders schwer gefallen.“

Im Verlaufe der Gerichtsverhandlung gab Ivey zu, Edge Sorting eingesetzt zu haben – eine Technik, bei der nach kleinen Unregelmäßigkeiten auf den Kartenrücken gesucht wird. Zu Iveys Leidwesen, hatte er den Fall zunächst verloren, weil Richter John Mitting urteilte, dass Ivey nach Zivilrecht betrogen hätte.

„Ich glaube, dass wir eine legitime Strategie eingesetzt und lediglich Crockfords Fehler ausgenutzt haben, die es versäumt haben, sich gegen einen Spieler mit meinen Fähigkeiten zu schützen,“ ließ Ivey über einen Sprecher nach der Entscheidung verlauten. „Offensichtlich war der Richter heute anderer Meinung.“

Iveys Anwälte unternahmen sofort den Versuch, das Urteil anzufechten – allerdings wurde die Berufung abgewiesen. Im November 2014 reichten die Anwälte des Poker-Profis Akten beim Berufungsgericht ein.

„Ich kann bestätigen, dass Phil Ivey in der letzten Woche Akten beim Berufungsgericht eingereicht hat,“ erzählte Iveys Anwalt Matthew Dowd von Archerfield Partners, gegenüber F5Poker. „Phil versucht die Entscheidung anzufechten, indem er argumentiert, dass sich der Richter faktisch und rechtlich irrt, wenn er Edge Sorting als Betrug einstuft. Teilweise gründet die Argumentationskette auf den Umstand, dass der Richter in seinem Urteil klargestellt hat, dass er Phil als ehrlichen Zeugen betrachtet und annimmt, dass Phil wirklich glaubt, mit seiner Spielweise im Crockfords nicht betrogen zu haben.“

Rund ein Jahr später erhielt Ivey im November 2015 im Rechtsstreit eine zweite Chance. Das Berufungsgericht folgte der Argumentation des Gewinners von zehn Bracelets bei der World Series of Poker, um „eine wichtige Rechtsfrage zu klären und eine echte Aussicht auf Erfolg zu haben.“

Ivey, der von der Entscheidung begeistert war, teilte The Daily Mail mit: „Das ist eine wirklich großartige Neuigkeit. Ich bekomme einen zweiten Versuch und ich hoffe, dass wir diesmal gewinnen werden. Es liegt nicht in meiner Natur, zu betrügen, deshalb war ich von der Entscheidung des Richters vor einem Jahr so bitter enttäuscht, auch wenn er er sagte, dass ich ein ehrlicher Zeuge war.“

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Jason Glatzer
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