Phil Ivey's Gegenklage gegen Borgata

Phil Ivey's Gegenklage gegen Borgata 0001

Im April 2014 verklagte das Borgata Hotel Casino & Spa in Atlantic City, New Jersey, Phil Ivey auf $9.6 Millionen, nachdem der zehnfache World Series of Poker Bracelet Gewinner große Gewinne im Baccarat durch angeblichen Betrug erzielt haben soll. Borgata behauptet, dass mit Hilfe von Cheung Yin Sun — bekannt als die “Queen of Sorts” — das Duo sich durch eine Methode namens Edge Sorting einen unfairen Vorteil verschafft haben soll. Ivey verklagt nun seinerseits das Casino und behauptet, der Rechtsstreit sei unbegründet.

Die ursprüngliche von Borgata eingereichte Klage behauptet, dass Ivey und Sun absichtlich einen Defekt auf der Rückseite eines Gemaco Decks ausgenutzt haben sollen, welches sie speziell für ihre vier Besuche zwischen April 2012 und Oktober 2012 angefordert haben.

Gemäß der Gegenklage behaupten Ivey und seine Mitangeklagte, dass das Casino das Kartendeck zerstörte, welches während dieser Spiele verwendet wurde, und dass diese Karten für seine Verteidigung unerlässlich seien.

“Kläger Borgata hatte eine Sorgfaltspflicht zu allen Zeiten gegenüber den Beklagten, durch Aufbewahrung und Erhaltung der von dem Beklagten in jedem der Casino Spiele von April bis Juli 2012 verwendeten Karten", stellt die Gegenklage fest. "Kläger Borgata wusste, dass diese Spielkarten kritisches Material für Iveys und Suns Verteidigung waren, und wusste ferner, dass die Zerstörung dieser Spielkarten den Beklagten in der Verteidigung gegen die Ansprüche des Klägers zum Nachteil gereichen würde.“

Außerdem berichtet ESPN, dass die Gegenklage behauptet, dass ein Repräsentant von Borgata zugab, dass das Casino um die Toleranzen in den Spielkarten wusste, dass Ivey selbst niemals die Karten physisch berührte, und dass die Gewährung besonderer Wünsche für Highroller durch das Casino nichts Ungewöhnliches war.

Die besonderen Wünsche von Ivey beinhalteten angeblich, mit einem Schuh aus acht Decks von lila Gemaco Spielkarten zu spielen, sowie einen automatischen Kartenmischer und einen eigenen Spielbereich. Diese Anträge wurden bewilligt, nachdem Ivey $1 Million an das Casino überwies. Darüber hinaus bat seine Begleiterin Sun den Dealer in Mandarin, bestimmte Karten umzudrehen, was ihr Berichten zufolge erlaubte, die Unterschiede in den Karten zu identifizieren und diese nützlichen Informationen zu Ivey zu kommunizieren.

Ivey kämpft immer noch gegen Crockfords nach seiner gerichtlichen Niederlage im Oktober

Dies ist nicht der einzige Fall, in dem Ivey mit Edge Sorting involviert ist. Im Oktober 2014 urteilte ein Londoner High Court zugunsten von Crockfords, einem Mayfair Casino, welches Iveys £7.7 Millionen ($12.4 Millionen) Punto Banco Gewinne von 2012 zurückhielt.

"Wie ich vor Gericht sagte, liegt es nicht in meiner Natur, zu betrügen - und ich würde nie etwas tun, was meinen Ruf aufs Spiel setzen würde", sagte Ivey in einer Erklärung nach der Gerichtsentscheidung. "Ich freue mich, dass der Richter einräumte, dass ich ein vertrauenswürdiger Zeuge war und sagte: 'Ich bin völlig davon überzeugt, dass Mr. Ivey nicht der Ansicht war, dass das, was er tat, Betrug ist.'"

" Wie ich vor Gericht sagte, liegt es nicht in meiner Natur, zu betrügen - und ich würde nie etwas tun, was meinen Ruf aufs Spiel setzen würde."

Unabhängig davon war Ivey über die Entscheidung des Gerichts enttäuscht und erklärte zum damaligen Zeitpunkt: "Ich glaube, dass das, was wir taten, eine legitime Strategie war, und dass wir nicht mehr getan haben, als Crockfords Fehler auszunutzen und ihre Unfähigkeit, die richtigen Schritte zu ergreifen, um sich gegen einen Spieler mit meinen Fähigkeiten zu schützen. Heute war der Richter offenbar damit nicht einverstanden."

Die Entscheidung des High Courts wird im Dezember erneut verhandelt, nachdem Ivey Berufung beim Court of Appeal in London Ende 2014 eingereicht hatte.

PokerNews wird über die weitere Entwicklung dieser Fälle berichten.

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