bwin.party mit Umsatz 2015 zufrieden

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Die bwin.party Group gab bekannt, dass sie mit dem Geschäftsverlauf der ersten Hälfte von 2015 zufrieden sei. Laut dem Unternehmen ergab die Durchführung eines $15 Millionen Kostensenkungs- und Umstrukturierungsplans, zusammen mit dem gut performenden Online und mobilen Glücksspiel, positive Resultate und macht die Firma "zuversichtlich über die geschäftlichen Aussichten des zweiten Halbjahres."

Wie aus einer von bwin.partys CEO Norbert Teufelberger in der letzten Woche an die Medien gesendeten Mitteilung hervorging, kamen die positiven Resultate trotz der Auswirkungen von Europas neuer VAT Verordnung und der Point-of-Consume Steuer (POC) in Großbritannien ab Dezember 2014.

Die Casino Umsätze blieben weiterhin gut, und im Poker schließen wir die Lücke zum vergangenen Jahr.

"Trotz schwieriger Vergleichszahlen und dem Einfluss von EU VAT und POC Steuern, sind wir mit unserem Geschäftsverlauf der ersten Jahreshälfte zufrieden," sagte Teufelberger. "Wir haben den Aufbau unserer neuen Organisationsstruktur abgeschlossen und unsere Entscheidungsprozesse gestrafft, um unsere operative Performance deutlich zu verbessern."

Detaillierter auf den Geschäftsbetrieb der Gruppe eingehend, erklärte Teufelberger, dass "die Casino Umsätze weiterhin stark blieben, und im Poker die Lücke zum vergangenen Jahr geschlossen wird." Das Unternehmen startete eine völlig neue Version seiner Poker Software mit mehr sozialen Features als Teil einer neuen Strategie, Partypoker als eine Marke vor allem für den Freizeitspieler zu entwickeln.

Im Bereich der Sportwetten verliefen die Dinge anders, stellte Teufelberger fest, "Diese Ergebnisse fielen besser als im vergangenen Jahr aus, trotz des 2014 FIFA World Cup.“

Das Wachstum des mobilen Sektors verlangsamte sich nicht - was im Juni zu einem Drittel der Glücksspielumsätze der Gruppe beitrug.

"Der mobile Bereich ist weiterhin stark gewachsen," hieß es in der Mitteilung. "Im Juni 2015 repräsentierten mobile Anwendungen 31 Prozent des gesamten Bruttoertrages, mit Sportwetten über 50 Prozent."

Wir bleiben zuversichtlich über die Aussichten für das zweite Halbjahr und die Aussichten für unser Geschäft.

Diese Zahlen zeigen Anzeichen eines bemerkenswerten Wachstums, da im Juni 2014 das mobile Glücksspiel und Sportwetten zu 23 Prozent bzw. 37 Prozent der gesamten Bruttoerträge beitrugen.

Teufelberger sprach auch über den $35 Millionen Deal, bei dem die World Poker Tour an die in Hong Kong gelistete Ourgame International Holdings Ltd. am 21. Juni verkauft wurde.

"Wir haben gute Fortschritte bei der Veräußerung unserer nicht zum Kerngeschäft gehörenden Assets gemacht, die World Poker Tour, Winners und United Games alle während des zweiten Quartals verkauft und bereits unser Ziel von Verkaufserlösen in Höhe von €30 bis €50 Millionen erreicht."

Laut Teufelberger haben diese Vorgänge neben dem Gelderwerb wesentlich dazu beigetragen, "die Komplexität unseres Geschäfts zu reduzieren."

Teufelberger erwähnt schließlich noch, dass das Unternehmen derzeit ein signifikantes $15 Millionen Kostensenkungsprogramm durchläuft, womit die Operationen der Gruppe effizienter und nachhaltiger gemacht werden sollen.

"Unser Wechsel zu einer Label-geführten Struktur bringt die von uns erwartete Betriebseffizienz, und wir sind auf Kurs, Kosteneinsparungen von mindestens 15 Millionen Dollar in diesem Jahr zu generieren."

888 Holdings will zurück ins Spiel

Gerade als Teufelberger über die positive Performance der Gruppe in der ersten Hälfte des Jahres 2015 gesprochen hat, schrieb die The Sunday Times über den möglichen Verkauf des Unternehmens an Amaya Gaming und GVC Holdings, welcher aber noch weit von einem Abschluss entfernt ist.

Laut The Sunday Times Mitarbeiter Daniel Dunkley ist 888 Holdings bereit, ins Spiel zurückzukommen und das $1.39 Milliarden Angebot von GVC und Amaya vom 7.Juli zu überbieten.

Quellen besagen, dass sich 888 mit bwins Management treffen würde, um eine Vereinbarung zu erzielen.

"Die 888 Holdings wird einen letzten verzweifelten Versuch unternehmen, bwin.party zu überreden, einer Übernahme in dieser Woche zuzustimmen, nachdem sie im 900 Mio. £ Kampf um das Poker Unternehmen zurückgefallen ist", schreibt Dunkley. "Quellen besagen, dass sich 888 mit bwins Management treffen würde, um eine Vereinbarung zu erzielen.“

Die gleichen Quellen haben dem Reporter gesagt, dass "GVC als bevorzugter Bieter ausgewählt wurde, und 888 müsse bwin.party von den Vorzügen seines Angebots erst noch überzeugen." 888 solle seine früheren Angebote durch die Konzentration "auf die Synergien zwischen den beiden Unternehmen, insbesondere die Überlappungen in den regulierten Glücksspielmärkten nachbessern."

Der Bieterkampf um die bwin.party Gruppe wird größere Auswirkungen als nur die bloße Kontrolle über etablierte Marken wie partypoker, partycasino und bwin haben. Viele glauben, dass das Schicksal von 888 direkt mit dem Ergebnis des Bieterkampfes verknüpft ist. Wenn sie es nicht schaffen, GVC and Amaya zu überbieten, könnten sie plötzlich selbst zu einem Übernahmeziel werden.
Im Februar 2015 erhielt das Unternehmen ein Übernahmeangebot des größten britischen Buchmachers sowie Poker und Casino Anbieters William Hill. Wie gegenüber PokerNews von Alex Brennan von Hudson Sandler bestätigt wurde, befanden sich die beiden Unternehmen in „fortgeschrittenen Gesprächen“ über eine Operation, die William Hill ungefähr 750 Million Pfund ($1.14 Milliarden), oder 210 Pence pro Aktie kosten würde.

Zu diesem Zeitpunkt führte das Angebot jedoch zu keiner Einigung zwischen den beiden Parteien, wobei Gerüchte darauf hindeuteten, dass einer der Gründer von 888 Holdings, die Familie Shaked, für nicht weniger als 300 Pence pro Aktie stimmte.

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Name Surname
Giovanni Angioni

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