79 belgische Spieler erhalten Geldstrafe wegen Spielen auf Betclic.com

Belgium Fines Seventy-Nine Players For Playing at Betclic.com

Belgiens Kampf gegen nicht lizensierte Online Pokeranbieter hat diese Woche einen neuen Höhepunkt erreicht, als die Glücksspielbehörde (BGC) des Landes entschied, Strafen gegen 79 belgische Staatsbürger zu verhängen, die auf Betclic.com, dem Glücksspiel Portal der Betclic-Everest Group, gespielt haben.

Auch wenn die belgischen Glücksspielgesetze den Behörden erlauben würden, Strafen von bis zu €150.000 für jede Person, die beim Spielen auf nicht lizensierten Seiten erwischt wird zu verhängen, entschied sich die BGC zu Beginn für einen wesentlich weniger beängstigenden Betrag und verhängte eine Strafe von €200 gegen jede Person auf der Liste.

Trotzdem betonte der Vorsitzende der BGC Etienne Marique, dass die Ermittlung gegen die belgischen Staatsbürger wegen illegalem Glücksspiel erst begonnen hat und dass die Behörden eine wesentlich größere Anzahl an Spielern in Belgien überprüfen.

Wie die täglich erscheinende Sudpresse berichtet, ermittelt die BGC aktuell gegen 180 Personen, die eventuell mit einer Strafe zwischen €1.500 und €16.000 rechnen müssen.

Genau wie die Spieler wird auch Betclic von den belgischen Behörden mit Strafen belegt, da sie online Glücksspiel für belgische Staatsbürger angeboten haben. In diesem Fall wird die drohende Strafe für den Anbieter vermutlich einen wesentlich größeren Betrag abverlangen. Die belgische Presse berichtet, dass Betclic eventuell €150.000 für das Anbieten von nicht lizensiertem Glücksspiel im Land zahlen muss.

Dies ist nicht das erste Mal, dass die BGC versucht hat, die Betclic-Everest Gruppe von den Geschäften in Belgien abzuhalten. In 2014 startete das Public Prosecution Office (PPO) eine Ermittlung gegen die Operationen der Gruppe, welche zur Beschlagnahmung von Anteilen in einer geschätzten Höhe von €600.000 führte.

Die Ermittlungen begannen, nachdem mehrere Zahlungsdienstleister und Finanzinstitutionen Transaktionen zwischen Betclic und belgischen Staatsbürgern meldeten. Betclic steht in Belgien seit Mai 2012 auf der Blacklist.

Als Folge der Beschlagnahmung und da sie eine Strafe von €1.2 Millionen wegen Geschäften in Belgien zwischen 2010 und 2014 riskierten, kündigte Betclic-Everest in 2014 an, dass sie sich aus dem Land zurückziehen und keine belgischen Staatsbürger mehr in jeder der Glücksspiel- und Wettportale der Gruppe registrieren lassen, dazu gehören Betclic.com und Bet-at-Home.

Vor dem Angriff auf die Geschäfte von Betclic im Land, haben die Behörden ebenfalls die bwin.party Gruppe unter die Lupe genommen wegen einer Angelegenheit, die durch die Partnerschaft zwischen bwin.party und der Live Casino Gruppe Partouche schließlich geklärt wurde.

Der Deal zwischen den beiden Gruppen war notwendig für bwin, denn die belgische Glücksspielgesetzgebung verlangt von jedem Anbieter, der Interesse an Online Glücksspiel Angeboten für belgische Staatsbürger hat, eine Partnerschaft mit einem landbasierten Casino einzugehen.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben nur sechs Online Pokerräume eine Lizenz, um belgischen Staatsbürgern ihre Dienste anzubieten, nämlich: PokerStars, bwin, Golden Palace, Ladbrokes, Partouche und Unibet.

Die BGC führt auch eine ständig erneuerte Blacklist mit allen Seiten, die nicht von Belgien aus erreichbar sein dürfen. Die Blacklist, die zum letzten Mal am 6. Mai geupdatet wurde, listet 99 Anbieter und beinhaltet auch so weltbekannte Namen wie 888poker, Betclic, PKR, Redbet und Titanpoker.

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Name Surname
Giovanni Angioni

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