Niederländisches Gericht lehnt Rückzahlung von Online Gambling Verlusten ab

  • Giovanni AngioniGiovanni Angioni
Unibet

Der Amsterdam District Court hat am 27. März eine Entscheidung veröffentlicht, nach der Verluste beim Online Gambling nicht lizensierter Seiten nicht zurückgezahlt werden müssen.

Das Urteil beendete die Klage eines niederländischen Spielers, der den Gambling Giganten Unibet geklagt hatte, nachdem er zwischen Juni 2010 und Januar 2012 €170,000 auf dessen Plattform verloren hatte.

Kein Fehlverhalten von Unibet

Das Gericht stand dem Kläger zwar zu, dass Unibet mit dem Dutch Betting and Gaming Act in Konflikt stehen würde, doch gleichzeitig lehnte es eine Rückzahlung der Verluste ab. Das Gericht stellte darüber hinaus fest, dass zwar die Betreiber angehalten wären, Maßnahmen gegen Spielsucht zu ergreifen, die Umstände des Falles aber kein Fehlverhalten von Unibet erkennen ließen.

In einem Gespräch mit eGaming Review erklärte ein Vertreter von Unibet dass sein Unternehmen erfreut sei, dass das Gericht die Rechtmäßigkeit der Angebote von Unibet bestätigt habe. Aus seiner Sicht sei jetzt jedoch die niederländische Gesetzgebung gefordert, um Rechtssicherheit für Online Gambling in den Niederlanden zu gewährleisten.

"Einerseits freuen wir uns, dass uns das Gericht als vertrauenswürdigen Anbieter eingestuft hat, der Spielerschutz Maßnahmen umgesetzt hat", erläuterte Keuleers. "Auf der anderen Seite hat der Richter unterstrichen, dass die Marktsituation neue gesetzliche Regeln benötigt, der auf die Kundenwünsche Rücksicht nimmt."

Laut Keuleers kann nur eine gesetzliche Neuregelung eine Idealsituation für Konsumenten und Betreiber schaffen, die müsse jedoch auf die vorhandenen Realitäten im Markt Rücksicht nehmen.

Neues Gesetz kommt 2015

Ein neues Gesetz, das die Online Gamling Industrie in den Niederlanden reguliert, wird im Laufe des Jahres erwartet. Es soll einen staatlich kontrollierten Markt schaffen und Lizenzen an Anbieter vergeben, die finanzielle und technische Vorgaben erfüllen müssen.

H2 Gambling Capital schätzt, dass die Niederlange der siebent größte Gambling Markt der EU ist. Man geht davon aus, dass eine Regulierung bis zu € 200 Millionen Brutto Jahresumsatz im ersten Jahr erzeugen würde. Dieser könnte sogar auf bis zu € 370 Millionen in den Folgejahren ansteigen. Analysten glauben, das Sportwetten diesen Umsatz dominieren und antreiben würden.

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