Hartes Urteil für die Mörder von Pokerspieler Mehmet Hassan

Granger, Jackson und Chandler

Vor fast zwei Wochen wurden Nicholas Chandler, 29, und Kyrron Jackson, 28 wegen des Mordes am Profizocker Mehmet Hassan schuldig gesprochen, während Jacksons Freundin, Leonie Granger, 25 wegen Totschlags verurteilt wurde. Nun wurden laut bbc.com sowohl Chandler als auch Jackson zu lebenslanger Haft mit mindestens 36 Jahren und Granger zu 16 Jahren hinter Gittern verurteilt.

Im März 2014 wurde Hassan, 56 tot in seiner Wohnung in London gefunden, nach einem scheinbar geplanten Einbruch.

„Es war ganz einfach ein Akt der Brutalität ohne ersichtlichen Grund oder jegliches Mitgefühl“, so Richter William Kennedy, der die Attacke ebenfalls als „erbarmungslos und boshaft“ bezeichnete.

Der „Deadly Honey Trap“-Prozess begann, nachdem Granger, die zugegeben hatte, dass sie in einen Plan verwickelt war, den Pokerspieler auszurauben, den dreifachen Vater Hassan vom Casino zurück in seine Wohnung gelockt hatte. Laut den Vorfällen, die vor Gericht beschrieben wurden, wurde Hassan am Abend des 23. März zum letzten Mal im Nobu Restaurant beim Abendessen mit Granger gesehen und dann am 24. als er £3.000 beim Pokerspielen im Palm Beach Casino Club gewann.

Circa eine halbe Stunde nachdem sie an Hassans Wohnung angekommen waren, wurde ein Taxi für Granger gerufen. Während sie im Taxi war, nutzte Granger Hassans Telefon, um laut Aussagen der Staatsanwälte einen ihrer Mittäter zu kontaktieren. Dabei soll der Taxifahrer folgendes gehört haben: „Schwör drauf. Ich glaube es nicht. Erzähl mir nicht, dass das Geld nicht da ist. Ich habe es gesehen. Schau in der Schuhblade. Schau im Schrank.“

Danach sollen Jackson und Chandler Hassan in seiner Wohnung mit Klebeband und einer Krawatte gefesselt und ihn zu Tode „geschlagen und getreten“ haben. Anschließend nutzten die drei Verdächtigen ihre Handys um sich an einer zweiten Location dabei zu filmen, wie sie „£50 Scheine um sich warfen und Geldbündel in ihre Unterhosen steckten“, bevor sie sein zu Hause in Islington plünderten, auf der Suche nach noch mehr Geld.

„Die Deutlichkeit, was dies über sie aussagt, ist betäubend“, so der Richter über das Handy Video.
Grangers Anwalt Orlando Pownall, argumentierte damit, dass sie lediglich wegen ihres Freundes bei dem Plan mitgemacht habe.

„Ihr wurde der Kopf verdreht von Jackson, den sie geliebt hat und zu einem gewissen Grad auch von Chandler, der überzeugend und vordergründig charmant war“, so behauptete er.

Doch diese Begründung kaufte ihm der Richter nicht ab und beschrieb Granger als „von Anfang an hinterlistig“ und dass „sie ihren Geist und ihr Mitgefühl verloren [habe].“

Für mehr Informationen, gehen Sie auf bbc.com.

*Foto von Metropolitan Police Service.

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Kommentare

  • Cincinnati_Kid Cincinnati_Kid

    Tja, gerechte Strafen, sollten in Deutschland genauso drastisch ausfallen.

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